Archiv der Kategorie 'Antifaschismus'

JETZT BESTELLEN: Neue Aufkleber „Rassismus entschlossen entgegentreten“, „Gegen die ‚Identitäre Bewegung‘ & „Still love Antifa“

+ Eure neuen Aufkleber sind da! +++ „Stoppt die Alternative für Deutschland“, „Gegen die ‚Identitäre Bewegung‘“ & „Still love Antifa“ +++ Nur solange der Vorrat reicht ++

Von Marko Neumann

Der Juni hat kaum angefangen und schon gibt es neue Überraschungen aus unserem Hause. Wir haben drei neue Aufklebermotive entworfen und drucken lassen:

▪ „Rassismus entschlossen entgegentreten – Stoppt die Alternative für Deutschland“
▪ „Völkisch – rassistisch – menschenverachtend: Gegen die ‚Identitäre Bewegung‘“
▪ „Still love Antifa“

Bestellt euch die A7 großen Aufkleber direkt bei uns per Mail unter infonordost [ättd] systemausfall [punkt] org oder schreibt uns eine Nachricht auf unserer Facebook Seite.


Bild: Die neuen Sticker „Stoppt die Alternative für Deutschland“, „Gegen die ‚Identitäre Bewegung‘“ & „Still love Antifa“. Wie immer gilt: Nur solange der Vorrat reicht! ;-)

In eigener Sache: ‚Outline‘ Heft No.6 erschienen!

+ ‚Outline‘ No.6 erschienen +++ Schwerpunkte Landtagswahlen in M-V und rechtsextreme Frauen +++ jetzt als Printausgabe bestellen oder als pdf-Datei online herunterladen ++

Von Marko Neumann

Es ist schon etwas her, als die letzte Nummer unserer Projektzeitung ‚Outline‘ herausgekommen ist; dafür ist das aktuelle Heft mit 16 Seiten aber auch doppelt so dick wie die vergangene Ausgabe. Das sechste Heft steht ganz im Zeichen der Landtagswahlen, die Anfang September in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden.


Bild: Die aktuelle Ausgabe der Outline – wie immer nur so lange der Vorrat reicht.

Vor dem Hintergrund unserer aktuellen Kampagne „Stop them all – Nazis und Rechtspopulist*innen entgegentreten!“ beschäftigen wir in einem Beitrag mit der AfD. Der Artikel wurde zuerst veröffentlicht in der Broschüre „Zur Kritik an der Alternative für Deutschland“.

In dem aktualisierten Artikel „Neofaschismus in Mecklenburg-Vorpommern“ befassen wir uns unter anderem mit der Verbindung von rechtsextremen Parteien, wie der NPD, und der sogenannten „freien“ Szene in M-V.

Der ausführliche Artikel „Auf die sanfte Tour“ thematisiert Frauen in der neofaschistischen Szene. Der Beitrag ist geschrieben worden von der Rechtsextremismusexpertin Andrea Röpke und wurde zuerst veröffentlicht bei der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB). Wir haben ihn nach einer creativecommons Lizenz in unser Heft aufgenommen.

Genauso umstritten wie aktuell ist das Thema eines möglichen NPD-Verbots. In einem Kommentar beschäftigen wir uns mit dem Für und Wider eines Verbots der größten neofaschistischen Organisation in der Bundesrepublik.

Der Verein „Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ hat das Informationsheft „Frauen und Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern“ herausgebracht. Ein letzter inhaltlicher Beitrag unseres Heftes erläutert Inhalt und Zweck dieser sehr empfehlenswerten Broschüre.

Wir hoffen für euch die richtigen Themen getroffen zu haben und wünschen euch wie immer viel Spaß bei der Lektüre. :-)

Bestellt euch das Heft als Printausgabe per Mail oder ladet euch die Broschüre online als pdf-Datei herunter.

Nach Übergriffen auf Geflüchtete in Rostock – Groß Klein: Heute Solidaritätsdemonstration gegen rassistische Hetze um 17 Uhr 30 am Haltepunkt Lütten Klein

+ 30 teils angetrunkene Rassist*innen pöbelten vor Geflüchtetenunterkunft +++ Hitlergrüße, „Sieg Heil“ Rufe und Prügeleien mit afrikanischen Mitmenschen vergangene Nacht +++ antirassistische Demonstration heute um 17 Uhr 30 am S-Bahn Haltepunkt Lütten Klein ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Gestern versammelten sich rund 30 teilweise s tark alkoholisierte Neonazis vor der Begegnungsstätte für minderjährige unbegleitete Geflüchtete in Rostock Groß Klein im Schiffbauerring. Etwa 70 Menschen kamen spontan zum Schiffbauerring, um ihre Solidarität mit den Geflüchteten zu zeigen und sich den Nazis in den Weg zu stellen.


Bild: Nicht nur in Rostock – Refugees welcome here!

Trotzdem kam es in der Nacht zu einer Schlägerei zwischen den völlig betrunkenen Nazis und einigen Mitmenschen auf Afrika. Die Polizei war zwar mit starken Kräften vor Ort, ließ aber die Rassist*innen eine unangemeldete Spontandemonstration durchführen. Mehrere Augenzeugen berichteten eben von „Sieg Heil“ Rufen und Hitler Grüßen, die jedoch ungeahndet blieben.

Wir müssen alle davon ausgehen, dass es in den nächsten Tagen erneut zu Übergriffen auf Geflüchtete und/oder deren Helfer*innen kommen kann.

Um zu zeigen, dass ihnen das Viertel nicht gehört, findet heute Abend um 17 Uhr 30 am S-Bahn Haltepunkt Lütten Klein eine Solidaritätsdemonstration für die Geflüchteten und gegen rassistische Hetze statt! Kommt vorbei und bringt noch Menschen mit!

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JETZT BESTELLEN: Material zur Kampagne „Stop them all – Nazis und Rechtspopulist*innen entgegentreten!“

+ Material zur Kampagne Stop them all – Nazis und Rechtspopulist*innen entgegentreten!“ bestellen +++ Flyer, Hefte, Plakate und Aufkleber verfügbar +++ nur so lange der Vorrat reicht ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Mit unserer Kampagne „Stop them all – Nazis und Rechtspopulist*innen entgegentreten!“ werden wir in den nächsten Monaten über Aktivitäten, Ziele und Inhalte der neofaschistischen NPD sowie der rechtspopulistischen AfD berichten. Natürlich haben wir auch Material gedruckt, um euch in eurer politischen Arbeit vor Ort zu unterstützen.


Bild: Die ersten Materialpakete sind schon gepackt – melde auch du dich und sicher dir dein Päckchen! Nur solange der Vorrat reicht!

Wir haben mehrere Flyer gedruckt, die sowohl für die Briefkästen eurer Nachbarschaft, aber auch zum Auslegen in eurem Jugendzentrum, eurer Lieblingskneipe oder an anderen Orten geeignet sind. Unter dem Titel „Nazis raus aus den Köpfen“ und „Refugees welcome …denn kein Mensch ist illegal!“ haben wir handliche postkartengroße Flyer layoutet, die ihr bei uns bestellen könnt.

Nicht nur Flyer, sondern auch Plakate und Aufkleber könnt ihr bei uns bestellen. Neben zwei A3 großen Plakaten haben wir verschiedene Sticker gedruckt. Schreib uns an, wenn ihr Interesse habt. Einige Motive könnt ihr auch im bestellen.

Abseits von plakativen Aufklebern und Kurztexten der Flyer haben wir einen Reader erstellt, der sich mit den Ursprüngen, der Ideologie, den Zielen und möglichen Gegenstrategien der „Alternative für Deutschland“ befasst, erstellt. Darüber hinaus haben wir unser Heft „Neofaschismus in M-V“, in dem die NPD und ihre Unterstützer*innenszene intensiv thematisiert wird, aktualisiert. Beide Hefte könnt ihr als Printausgabe bei uns bestellen.

Meldet euch per Mail an infonordost [ätdt] systemausfall [punkt] org oder auf unsere Facebook Seite bei uns. Schreibt uns, welches Material und jeweils wie viel ungefähr ihr davon sinnvoll gebrauchen könnt. Natürlich müssen wir auch wissen, wohin wir das Material schicken sollen. Ihr erhaltet zeitnah eine Antwort, in der ihr auch die Infos zu unserem Spendenkonto erfahrt.

Ab Mitte Juni könnt ihr das Material auch bei verschiedenen Alternativen Jugendzentren und politischen Gruppen abholen. Hier die vorläufige Liste:
JAZ in Rostock
Klex in Greifswald
K.u.T. Gadebusch
Komplex (nicht Buntes Q!) in Schwerin
AJZ in Neubrandenburg
TIKOzigalpa in Wismar
LJS in Stralsund

… und außerhalb M-V’s:
Jugendzentrum HORTE in Strausberg
Infoladen Korn in Hannover

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NPD- und AfD-Veranstaltungen im Juni/Juli in Mecklenburg-Vorpommern

+ Öffentliche Veranstaltungen von Nazis und Rechtspopulist*innen im Juni/Juli in M-V +++ „MVGIDA“-Aufmarsch am 05.06.16 in Pasewalk +++ AfD-Vernastaltungen am 03.06. in Wismar und 20.07. in Rostock ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Die Landtagswahlen rücken näher und die AfD und NPD versuchen wieder verstärkt sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Während die NPD sich nach wie vor hinter Tarnnamen wie „MVGIDA“ versteckt, tritt die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland“ ganz offen auf. Hier eine Übersicht der aktuellen Termine.


Bild: Staat. Kapital. Nation. Scheiße. – Demonstration gegen nationalistische Hetze.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 05.06.16 in Pasewalk
Zum vierten Mal will die NPD-Tarnorganisation durch die Stadt Pasewalk marschieren. Unter dem gähnendlangweiligen Motto „Asylbetrug stoppen“ wollen sich die Rassist*innen am 5. Juni um 16 Uhr 45 in der Friedenstraße (Parkplatz) treffen.

AfD-Kundgebung am 20. Juli in Rostock
Die AfD stimmt sich in den Wahlkampf ein. Neben dutzenden Infoständen in Rostock will die rechtspopulistische Partei am 20. Juli eine Kundgebung auf dem Konrad Adenauer Platz von 18 Uhr 30 bis 20 Uhr durchführen.

AfD-Veranstaltung am 03.06.16 in Wismar
Der Kreisverband Nordwestmecklenburg der selbsternannten „Alternative für Deutschland“ veranstalten am 3. Juni einen Vortragsabend mit dem AfD-Mitbegründer Dr. Konrad Adam in Wismar. „Was wir wollen, wofür wir stehen, um was wir kämpfen“ lautet der Titel der Veranstaltung, die um 19 Uhr im Steigenberger Hotel (Am Mark 24, 23966 Wismar) beginnt. In einer entsprechenden Ankündigung heißt es „Alle Bürger sind herzlich willkommen“ ;-)

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Rostock: Nazis machen gegen Geflüchtetenunterkunft in Groß Klein mobil!

+ Nazis und andere Rassist*innen pöbeln vor Geflüchtetenunterkunft für Minderjährige in Groß Klein +++ Nazis kündigen erneuten Aufmarsch vor Unterkunft für heute Abend an +++ Kommt nach Rostock Groß Klein und zeigt den Rassist*innen, dass sie nicht willkommen sind! ++

Von Franziska Wilke und Marko Neumann

Trotz der allgemeinen Berichterstattung, dass weniger Flüchtlinge die Bundesrepublik und damit Mecklenburg-Vorpommern erreichen, gibt es nach wie vor tausende Menschen, die vor Krieg, Hunger und anderem Elend fliehen mussten und zu uns kamen. Besonders schlimm trifft es minderjährige Kinder ohne Begleitung. Sie brauchen besonderen Zuspruch und Hilfe.


Bild: Demonstration für die Rechte von Geflüchteten.

Im Rostocker Nordwesten wurde im Stadtteil Groß Klein für minderjährige Geflüchtete eine Unterkunft eingerichtet. Nachdem die örtliche Naziszene und „besorgte Bürger“ von der neuen Einrichtung erfuhren, liefen einige von ihnen bereits Mittwoch Abend vor der Unterkunft auf und versuchten Geflüchtete und Helfer*innen einzuschüchtern.

Gezielt versuchen Nazis und andere Rassist*innen ein Klima der Angst und eine Pogromstimmung in dem Stadtteil zu etablieren. „Nach den Afrikaner Gruppen in Rostock Lütten Klein mucken nun die arabischen Familienclans in Groß Klein auf und tragen mit ihrer tollen und bunten Kultur zur „Bereicherung“ bzw. zur Degeneration dieser Stadt bei..“ heißt es auf dem Facebook Blog der Gruppe „Nationale Sozialisten Rostock“.

Auf entsprechenden Facebook Seiten und Privatprofilen wird bereits dazu aufgerufen, auch heute Abend vor der Unterkunft im Schiffbauerring in der Nähe des Rewe aufzumarschieren.

Die rassistische Hetze und Einschüchterungsversuche der Nazis darf nicht unwidersprochen bleiben! Dem Hass der Rassist*innen setzen wir ein menschliches und solidarisches Miteinander entgegen. Kommt zahlreich, bringt Transparente, Musik, Kreide, Luftballons, einen Fussball und gute Laune mit! Kommt in Gruppen und passt gegenseitig auf euch auf. Wir sehen uns in Rostock Groß Klein!

Refugees still welcome in Rostock! Kein Mensch ist illegal!

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Greifswald: ASTA lädt AfD und NPD zur Podiumsdiskussion ein – Was ist bloß an dieser Universität los?

Der Allgemeine Studierendenausschuss an der Universität Greifswald lädt die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland“ und die neofaschistische NPD zu einer Podiumsdiskussion ein. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Universität negativ auffällt. Ein Gastbeitrag der Initiative Uni ohne Nazis Greifswald.

Wir haben an der Universität Greifswald ja schon einiges erlebt, wenn es um Rassismus, Homophobie und Fremdenfeindlichkeit geht. Sei es nun eine Unileitung, die Antifaschismus vor allem lästig findet und Weltoffenheit und Internationalität nur dann mit Worthülsen verkündet, wenn es gute Presse gibt oder man für irgendwelche Drittmittel-Projekte Quoten erfüllen muss. Oder gewalttätige immatrikulierte Neonazi-Kader, die Antifaschistinnen angreifen und bedrohen. Oder rechtsaußen Jura-Professsoren, die Neonazis an der Uni promovieren und für die rassistische AfD als Landtagskandidat fungieren. Oder eine Hochschulleitung, die alle rechtlichen Hebel in Bewegung setzt, damit die Studierendenschaft Greifswald keine antifaschistische Aktionen gegen Nazi-Aufmärsche organisiert. Oder eine Uni, die immer noch den Namen trägt, den sie von Goebbels 1935 erhielt, weil er ja ein Ausdruck einer gewachsenen Tradition ist (sic!) . Oder, Oder, Oder…

Wir neigen manchmal dazu diesem Status quo aus Heuchelei und Verlogenheit nicht oft genug zu widersprechen, aber die neuste „Errungenschaft“ hier an der Uni ist dermaßen absurd und widerlich, dass wir uns dazu entschlossen haben, ihn der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen:

Es ist üblich, dass der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) zur Landtagswahl in MV eine Podiumsdiskussion mit den Direktkandidatinnen des Greifswalder Wahlkreises zu veranstalten. Dabei wurde in der Vergangenheit auf die, seit 2006 im Landtag vertretene, NPD verzichtet. Der aktuelle AStA sieht das allerdings anders. Denn für die diesjährige Podiumsdiskussion möchte man nicht nur die rassistische AfD in die Uni holen, sondern ebenso auch den Spitzenkandidaten der NPD, also den wegen Volksverhetzung verurteilten Fraktionsvorsitzenden Udo Pastörs. Wir konnten die Info erst nicht glauben, haben dann aber die originale E-Mail Einladung gelesen.

Die Mail ist von der aktuellen AStA-Vorsitzenden, FDP-Mitglied und als stellvertretende Senatsvorsitzende mit entsprechendem Rückhalt beim Senatsvorstand und der Hochschulleitung an der Uni aktiv. Der Schulterschluss von AfD und NPD ist auch in MV offenkundige Realität, die Mvgida- und AfD-Demonstrationen im Land sprechen eine eindeutige Sprache. Dass jetzt aber ein FDP-Mitglied aktiv daran mitwirkt, den Rassisten eine Bühne in der Universität Greifswald zu bieten, ist eine politische Konstellation, die wir auch in MV nicht für möglich gehalten haben.

Wir sind schon lange der Meinung, dass gerade die Universität Greifswald eine übergeordnete Verantwortung für die politische Entwicklung der Region (mit Blick auf die NPD-Wahlkreisergebnisse der letzten Landtagswahl) hat.

Die aktuelle Unileitung möchte von dieser Verantwortung nichts wissen und betrachtet die Uni als einen akademischen Elfenbeinturm, der völlig losgelöst von der gesellschaftlichen Entwicklung vor sich hin forschen soll. Diese Ignoranz und Arroganz Antifaschistinnen gegenüber, macht sie blind für Rassismus in den eigenen vier Wänden. Dass sich solch ein Verhalten auch auf die Positionierung und das Agieren der Studierendenschaft auswirkt, war abzusehen, dass es aber gleich so knüppeldick kommt, hätten wir nicht gedacht.

Vor einiger Zeit wurden wir hier bei Facebook angeschrieben und von jungen Abiturientinnen gefragt, ob ein Studium an der Uni Greifswald auch für Menschen mit einer antifaschistischen Grundeinstellung möglich sei. In letzter Konsequenz können wir diese Frage für niemanden beantworten. Wir wissen aber, dass auch an der Uni Greifswald viele engagierte Menschen aktiv sind, die diesen Status quo nicht akzeptieren und gegen ihn ankämpfen. All jenen Disteln im Beton wünschen wir gerade jetzt noch mehr Kraft und auch Mut, um diesen Kampf fortzuführen. Diese Menschen können wir supporten, indem wir die Zustände an der Uni öffentlich machen und somit Druck auf die Verantwortlichen ausüben.

Vom Studierendenparlament erwarten wir jetzt klare Kante und endlich das Einstehen für eine antifaschistische Grundhaltung, die nicht verhandelbar ist.

Wir rufen alle Studierenden auf, die hochschulöffentliche Sitzung des Studierendenparlaments, heute Abend um 20.15 Uhr im Hörsaal der Wirtschaftswissenschaften in der Friedrich-Loeffler-Straße 70, kritisch zu begleiten.

Polizei ermöglicht Naziaufmarsch am Tag der Befreiung in Demmin

+ 230 Nazis beim Fackelmarsch am Tag der Befreiung in Demmin +++ Polizei ermöglicht Neofaschist*innen geschichtsrevi-sionistischen Aufmarsch +++ über 500 Menschen beteiligten sich an Gegenprotesten ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Über 350 Menschen nahmen an der Antifa-Demo „Nicht lange fackeln“ teil, mehrere hundert weitere Demonstrant*innen beteiligten sich an verschiedenen Mahnwachen. Dem gegenüber standen weniger als 230 Nazis, die sich in der Stadt versammelten, um durch Demmin zu marschieren. Obwohl die Nazis nicht nur aus M-V, sondern auch aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Hamburg und Brandenburg kamen, blieb die Zahl der Teilnehmer*innen hinter denen der vergangenen Jahre deutlich zurück.


Bild: Die Demonstration des Aktionsbündnisses 8. Mai Demmin dieses Jahr. (Foto eingebunden über demminnazifrei.blogsport.de)

Laut Demmin nazifrei beteiligten sich über 500 Menschen an den Gegenprotesten. Mit Polizei war mit einem Großaufgebot von 700 Beamt*innen im Einsatz, darunter die berüchtigte BFE-Einheit. Caffiers Prügelgarde machte ihrem Ruf auch dieses Mal alle Ehre.

** Polizei macht Nazis den Weg frei *** Angriffe auf Antifaschist*innen und Fotografen *
Wieder einmal hat die Polizei den Nazis in Demmin den Weg frei geprügelt. Bereits im Voraus der Proteste kam es zu Polizeikontrollen. Ein Bus aus Rostock, in dem sich Antifaschist*innen befanden, wurde von der Polizei angehalten und kontrolliert.
Im Laufe des Abends wurden Fotograf*innen und Journalist*innen durch die Polizei immer wieder bei der Ausübung ihrer Arbeit gehindert. Zeitweise wurden Fotograf*innen abgedrängt und vollständig gefilmt. Ein Fotograf wurde durch die Polizei festgesetzt, nachdem dieser angeblich Portraitaufnahmen von vermummten BFE-Polizist*innen gemacht haben soll.
Blockadeversuche am Luisenplatz und in der Marienstraße wurden nach kurzer Zeit mit einem massiven Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken geräumt. Auch Hunde kamen teilweise zum Einsatz. Am Luisenplatz wurden Sanitäter*innen nicht zu den Eingekesselten durchgelassen. Die am Schwedenwall eingekesselten Antifaschist*innen wurden durchsucht und lange festgehalten. Auch das Friedensfest am Hafen blieb von polizeilichen Greiftrupps nicht verschont. Auch hier kam es zu Angriffen mit Pfefferspray und Knüppeln seitens der BFE-Einheiten.

Neue Taktik im Umgang mit Antifaschist*innen. Gegendemon-strant*innen werden nicht mehr festgenommen, sondern kurzfristig festgesetzt und die Personalien festgestellt. Wohl wissend, dass die meisten Anzeigen gegen Demonstrierende im Nachgang eingestellt werden, begnügten sich die Beamt*innen dieses Mal mit der Vervollständigung der Namens- und Adresslisten ihrer vermeintlichen politischen Gegner*innen und machten dabei auch vor offiziellen Medienvertreter*innen nicht halt.

Die Polizei Mecklenburgische Seenplatte teilte zu Beginn des Abends über Twitter mit, Partner der Gegendemonstrant*innen zu sein. Die Prügelexzesse der eingesetzten Einheiten und ein freundlicher Plausch mit dem bundesweit bekannten Nazikader Sven Krüger an einer Shell Tankstelle machten jedoch deutlich, wem die partnerschaftlichen Gefühle an diesem Tag tatsächlich gehörte.

** Der Fackelmarsch der Nazis: Ein Trauerspiel *
Mit 230 gezählten Teilnehmer*innen war der Aufzug der Nazis kleiner als in den vergangene Jahren. Obwohl die Polizei dem rechten Aufmarsch den Weg freiräumte wirkten die Nazis nicht sehr motiviert. Lustlos warfen sie ihren Kranz am Hafen in die Peene, der schließlich von mehreren Gummipuppen im Fluss begleitet wurde, und hörten sich zwei kurze Reden, darunter eine des noch NPD-Landtagsabgeordneten David Petereit an. Anschließend beendeten sie ihr braunes Spektakel.

* Was von Demmin bleibt **
Wieder einmal wurde der legitime demokratische Protest gegen einen Naziaufmarsch durch die Polizei unterdrückt. Das aggressive Auftreten von Einheiten der eingesetzten Polizei, nicht nur der BFE-Einheit, zeigen deutlich welcher Geist bei weiten Teilen der Polizei herrscht.
Lustlose Redebeiträge, der anschließende schnelle Rückweg der Nazis von ihrer Kundgebung und deutlich gelangweilte Gesichter der Ewiggestrigen zeigten deutlich, wie wenig Lust die eigene Anhänger*innenschaft auf diesen Pflichttermin in Demmin hatte.
Die Konsequenz aus dem leisen Desinteresse der Nazis und der nervösen Aggression der Polizei ist die Fortsetzung und Verstärkung des legitimen Protestes gegen den Naziaufmarsch. Auch wenn die Nazis nicht wirkungsvoll blockiert werden konnten, scheint die Stimmung langsam zu Gunsten der Antifaschist*innen zu kippen. Wieder einmal heißt es also: nach Demmin ist vor Demmin. Wir sehen uns 2017 zum Tag der Befreiung!

Demmin? Nazifrei! – Bustickets für den Tag der Befreiung in Demmin sichern!

+ Parteien, Verbände und Initiativen organisieren Busse am 8. Mai nach Demmin +++ Busse aus Rostock, Neubrandenburg, Greifswald, Rügen, Stralsund, Grimmen & Hamburg +++ Jetzt Tickets sichern! – Demmin wird nazifrei! ++

Von Franziska Wilke und Marko Neumann

Am Tag der Befreiung wollen Nazis wie in den vergangenen Jahren durch Demmin marschieren. Das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin organisiert gemeinsam mit anderen Initiativen und Organisationen die Proteste gegen den Aufmarsch. In verschiedenen Städten werden Busse organisiert, um eine gemeinsame Anreise zu ermöglichen.

Rostock. Das Bündnis Rostock Nazifrei organisiert Busse von Rostock nach Demmin. Tickets gibt es am Mittwoch, dem 4. Mai, bis 15 Uhr im Freigarten und ab 18Uhr im Cafe Median und am Donnerstagabend beim Poldo im Peter-Weiss-Haus

Neubrandenburg. Die der Bündnisgrüne Kreisverband Seenplatte organisiert aus Neubrandenburg Busse. Abfahrt ist 15 Uhr am ZOB. Die Rückfahrt von Demmin ist für 24 Uhr bzw. nach Ende der Veranstaltungen vorgesehen. Die Fahrtkosten betragen 5,- € Spende pro Person hin und zurück. Anmeldungen bitte an info[ätt]gruene-seenplatte.de oder unter Telefon 0395-5638893. Zusätzlich gibt es einen Ticket-Vorverkauf am Mittwoch, den 4. Mai ab 18 Uhr im AJZ Neubrandenburg (Seestraße 12)!

Greifswald. Das Bündnis Greifswald Nazifrei mobilisiert ebenfalls nach Demmin. In Greifswald gibt es ab sofort im IkuWo die Möglichkeit. Für 5-10 € Soli sichert ihr euch einen Platz nach.

Rügen, Stralsund & Grimmen. Der bündnisgrüne Kreisverband Vorpommern-Rügen organisiert mit weiteren Initiativen und Organisationen eine gemeinsame Anreise nach Demmin. Wer sich also am 8. Mai aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen an den Protesten gegen den Aufmarsch ewig Gestrigen beteiligen will, der ist für Hin- und Rückfahrt mit 5 Euro dabei (Solipreis 10 Euro).
Abfahrtszeiten:
15:00 Uhr Gustow auf Rügen, Bushaltestelle an der Kirche
15:30 Uhr Stralsund, Busbahnhof
16:15 Uhr Grimmen, Bushaltestelle am Bahnhof
17:00 Uhr Ankunft Demmin

Die gemeinsame Rückfahrt findet nach Abschluss aller Gegenproteste statt.
Bitte meldet Euch an unter regionalbuero[.ätt]gruene-vorpommern-ruegen.de

Hamburg. Die Initiative HH goes MV organisiert ebenfalls eine gemeinsame Busanreise Treffpunkt in Hamburg ist 13 Uhr S-Sternschanze. Tickets gibts für 10 € am Bus, im Infoladen Schwarzmarkt oder der Schanzenbuchhandlung.

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Aufruf nach den Gegenprotesten am 1. Mai in Schwerin

Aufruf der Rote Hilfe e.V. Rostock nach den Gegenprotesten am 1. Mai in Schwerin

Der Ermittlungsauschuss (EA) berichtet in seinem vorläufigen Fazit der Proteste gegen die NPD-Demo in Schwerin von 88 Platzverweisen, je zwei Anzeigen wegen Beleidigung und Körperverletzung, einer wegen Sachbeschädigung und mindestens 85 vorübergehenden Ingewahrsamnahmen. Darüber hinaus wurde das Handy einer Person ohne Angabe von Gründen und ohne schriftliche Bestätigung beschlagnahmt. Die Polizei selbst schreibt in ihrer Abschlussmeldung von lediglich zwei vorläufigen Festnahmen.

Wir rufen alle Menschen auf, die am 1. Mai Ärger mit der Polizei hatten, ein Gedächtnisprotokoll zu schreiben, in dem ihr die Situation festhaltet. Solltet ihr Post von Polizei oder Staatsanwaltschaft bekommen, meldet euch umgehend bei uns oder jeder anderen Ortsgruppe der Roten Hilfe. Denkt dran, wie immer: Aussageverweigerung bei Polizei und Staatsanwaltschaft – Anna und Arthur halten’s Maul!

Wer Aufnahmen von Übergriffen der Polizeikräfte hat, egal ob Fotos oder Videos, möchten wir bitten, uns diese Aufnahmen zugänglich zu machen. Wenn ihr nicht wisst, wie ihr das technisch anstellen sollt, schreibt uns eine Mail, wir helfen dann weiter.

Vielen Dank an alle, die am Sonntag gegen die Nazis auf die Straße gegangen sind und sich mit den Cops rumärgern mussten!

#1mSN: Letzte Infos zum NPD-Aufmarsch in Schwerin

+ Gegenkundgebungen und Demo gegen NPD-Aufmarsch +++ Gemeinsame Anreisen aus mehreren Städten +++ Hashtag, EA-Nummer & Aktionskarte online ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Am Internationalen Tag der Arbeit will die NPD unter dem Motto „Für Volk und Heimat“ durch die Landeshauptstadt Schwerin marschieren. Hier die letzten Infos zum geplanten NPD-Aufmarsch und die Gegenaktivitäten.

Gegenkundgebungen
Verschiedene Initiativen und Organisationen haben ab um 10 Uhr Kundgebungen in Schwerin gegen den NPD-Aufmarsch angemeldet. Hier die Liste:
• Stadthafen/Werdereck
• Marstallwiese
• Bertha-Klingberg-Platz
• Südufer Pfaffenteich
• Platz am Edeka i.d. Lessingstraße

Die zentrale Gegenkundgebung findet nach juristischen Auseinandersetzungen nach wie vor am Grunthalplatz statt. Redner*innen werden u.a. sein Thomas Fröde, Stephan Nolte und Daniel Trepsdorf. Nach der Kundgebung wird sich ein Demonstrationszug in Richtung Markt bewegen.

Um 10 Uhr startet die Antifa Demo des Bündnisses Time to say good bye – Die NPD verabschieden! am Marienplatz.

Der NPD-Aufmarsch
Die NPD beginnt ihren Aufmarsch um 11 Uhr mit einer Kundgebung am Platz der Freiheit. Die gesamte Route der Nazis verläuft nach unseren Informationen folgender Maßen:
Platz der Freiheit – Lübecker Straße – Obotritenring – Platz der Opfer des Faschismus – durch die Wallstraße entlang der Goethestraße – über den Marienplatz zur Franz-Mehring-Straße und wieder zum Platz der Freiheit

Gemeinsame Anreise Rostock, Neubrandenburg, Wismar & Hamburg
In Rostock ruft das Bündnis Rostock nazifrei und die Initiative Rostock hilft zu einer gemeinsamen Anreise ab Hauptbahnhof auf. Treffpunkt ist 8 Uhr 45 (!) am Bahnhof (pünktlich!).
Das Bündnis Neubrandenburg Nazifrei mobilisiert zur gemeinsamen Anreise nach Schwerin. Treffpunkt ist der Bahnhof Neubrandenburg um 7 Uhr 10 (Püünktlich!!).
Beide Fahrtgemeinschaften treffen sich in dann in Bützow und fahren gemeinsam nach Schwerin weiter.
Treffpunkt und -ort für eine gemeinsame Anreise aus Wismar ist 8 Uhr 45 am Bahnhof.
Aus Hamburg mobilisiert die Initiative Hamburg goes MV nach Schwerin. Für alle Menschen aus Hamburg gilt: der Treffpunkt für die gemeinsame Anreise ist der Bahnhof Hamburg um 7 Uhr 50.

BEDENKT: Diese Informationen sind öffentlich. Nazis und auch die Polizei lesen mit. Bleibt in Gruppen und passt aufeinander auf.

EA-Nummer, Hashtag & Aktionskarte
Die Nummer des Ermittlungsausschusses (EA) lautet: 0176 81838949. Der zentrale hashtag für diesen Tag lautet #1mSN. Eine Aktionskarte für den Tag gibt es hier.
Lest euch unbedingt vor der Demo die Broschüre Was tun wenn’s brennt der Roten Hilfe durch.

Bleibt informiert und achtet auf Ankündigungen! Nutzt dazu auch diese Kanäle:
Facebook: 1maisn & PortalNordost
Twitter: erstermai_SN & infonordost
Hashtag: #1mSN & #sn0105
Details: a19schwerin.wordpress.com & ino.blogsport.de

Nach Schwerin ist vor Demmin: Infos zum Naziaufmarsch am „Tag der Befreiung“ 2016

+ Infoveranstaltungen in M-V, Hamburg und Berlin +++ Swing Tanz Blockade für den 8. Mai angekündigt +++ Aufruf des Aktionsbündnisses 8. Mai Demmin: Für eine offene Gesellschaft! Kein Krieg – nirgends! ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Nach dem NPD-Aufmarsch am 1. Mai in Schwerin ist vor dem Naziaufmarsch am 8. Mai in Demmin! Seit Jahren zieht es die neofaschistische Szene am Tag der Befreiung in die Peenestadt, um die Befreiung Demmins durch die Rote Armee geschichtlich umzudeuten. Das Aktionsbündnis 8. Mai Demmin organisiert mit anderen Initiativen und Organisationen den Protest gegen den Naziaufmarsch.

In vielen Städten wird es wieder Infoveranstaltungen zum Naziaufmarsch geben. Hier die aktuelle Liste für M-V:

27.04.16 – 20 Uhr – AJZ Neubrandenburg
02.05.16 – 20 Uhr – Median Rostock
03.05.16 – 20 Uhr – Klex Greifswald
04.05.16 – Grünen-Büro Stralsund
05.05.16 – 20 Uhr – IKuWo Greifswald

In Hamburg und Berlin gibt es ebenfalls Termine.

Es wird auch 2016 wieder eine Swing Tanz Blockade geben. Nähere Infos dazu gibt es demnächst bei Demmin nazifrei Gemeinsame Anreisen und Busse nach Demmin sind in Vorbereitung. Weitere Infos dazu gibt es demnächst.

Im Folgenden dokumentieren wir den Kurzaufruf des Aktionsbündnisses 8. Mai Demmin:

Für eine offene Gesellschaft! Kein Krieg – nirgends! Aufruf des Aktionsbündnisses 8. Mai Demmin zum 8. Mai 2016

Viele, die nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus wollen; viele, die Menschen, gleich welcher Herkunft, willkommen heißen; viele, die Unterstützerkreise für die Geflüchteten aufgebaut haben; viele, die für eine freie, friedliche und offene Gesellschaft eintreten – sie, wir wollen den öffentlichen Raum nicht denjenigen überlassen, die Hass, Angst und Sündenböcke schaffen.
Etwas mehr als acht Jahrzehnte erst ist es her, dass die Machtergreifung der Nazis Krieg, Zerstörung, Vernichtung über Europa brachte und Millionen Menschen in die Flucht trieb. Auch heute ist Krieg der wichtigste Grund, zu fliehen. Mit Waffenexporten und wirtschaftlichen Interessen ist Deutschland mit verantwortlich für die aktuellen Kriege, die wieder Millionen Menschen in die Flucht treiben. Falls es diesen gelingt, Stacheldraht an den Grenzen und das Mittelmeer lebend zu überwinden, suchen sie Schutz bei uns. Doch für viele Geflüchtete werden die europäischen Grenzen immer undurchlässiger, andere begegnen hier auf den Straßen Misstrauen und Gewalt.
Bedrohlich ist der Aufmarsch der Neo-Nazis jedes Jahr am 8. Mai in Demmin. Sie geben vor, den Opfern der sowjetischen Besetzung zu gedenken. Dabei negieren sie, dass die deutschen Faschisten Krieg und Vernichtung über Europa gebracht haben. Diese Verdrehung der Geschichte benutzen sie, um mit Hassparolen gegen alles Fremde anzugehen.

Wehren wir den Anfängen – stellen wir uns entgegen!

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MV & HH goes Schwerin: Mobilisierungen gegen den NPD-Aufmarsch am 1. Mai in Schwerin #update

Die NPD plant für den Ersten Mai einen Aufmarsch in der Landeshauptstadt Schwerin. Verschiedene Bündnisse und Initiativen mobilisieren zu den Gegenveranstaltungen und rufen zu Protesten auf. Hier aktualisierte Übersicht der momentanen Mobilisierungen.

Von Marko Neumann

Gemeinsame Anreise Rostock, Neubrandenburg, Wismar & Hamburg
In Rostock ruft das Bündnis Rostock nazifrei und die Initiative Rostock hilft zu einer gemeinsamen Anreise ab Hauptbahnhof auf. Treffpunkt ist 8 Uhr 45 (!) am Bahnhof (pünktlich!).
Das Bündnis Neubrandenburg Nazifrei mobilisiert zur gemeinsamen Anreise nach Schwerin. Treffpunkt ist der Bahnhof Neubrandenburg um 7 Uhr 10 (Püünktlich!!).
Beide Fahrtgemeinschaften treffen sich in dann in Bützow und fahren gemeinsam nach Schwerin weiter.
Treffpunkt und -ort für eine gemeinsame Anreise aus Wismar ist 8 Uhr 45 am Bahnhof.
Aus Hamburg mobilisiert die Initiative Hamburg goes MV nach Schwerin. Für alle Menschen aus Hamburg gilt: der Treffpunkt für die gemeinsame Anreise ist der Bahnhof Hamburg um 7 Uhr 50.

Infoveranstaltungen in Neubrandenburg, Hamburg, Wismar & Parchim
Nachdem bereits in einigen Städten Mobi-Veranstaltungen stattgefunden haben, stehen noch Neubrandenburg, Wismar, Parchim und Hamburg an.
In Neubrandenburg findet am 20. April im AJZ, ebenfalls um 19 Uhr, eine Infoveranstaltung statt.
Am 21. April gibt es in der Ex-Vokü (Flora) in Hamburg ebenfalls eine Veranstaltung. Los geht’s pünktlich um 20 Uhr in der bei der Sportraumkneipe. Details dazu auf hhgoesmv.blogsport.de.
Am 26. April findet in Wismar in TIKOzigalpa ebenfalls eine Infoveranstaltung statt. Details dazu findet ihr hier und ggf. hier.
Am 29. April findet in der Scheune in Parchim ebenfalls eine Infoveranstaltung statt. Mehr bekommt ihr hier.

Auch aus Wismar wird nach Schwerin mobilisiert. Weitere Informationen dazu gibt es zeitnah Facebook Veranstaltung

BEDENKT: Diese Informationen sind öffentlich. Nazis und auch die Polizei lesen mit. Bleibt in Gruppen und passt aufeinander auf.

Bleibt informiert und achtet auf Ankündigungen! Nutzt dazu auch diese Kanäle:
Facebook: 1maisn & PortalNordost
Twitter: erstermai_SN & infonordost
Hashtag: #1mSN & #sn0105
Details: a19schwerin.wordpress.com & ino.blogsport.de

Aktualisierte Liste bevorstehender Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

+ neue Aufmärsche in Neustrelitz und Ludwigslust angekündigt +++ AfD-Wahlkampfauftakt in Stralsund +++ weitere Aufmärsche in Schwerin und Demmin im Mai ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Nazis und andere Rassist*innen rufen erneut zu fremdenfeindlichen Aufmärschen in Meck-Vorpomm auf und die „Alternative für Deutschland“ plant ihren Wahlkampfauftakt in Stralsund. Genaue Informationen findet ihr wie immer in der Liste.

Rechter „Abendspaziergang“ am 15.04.16 in Neustrelitz
Die Facebook Gruppe „Neustrelitz sagt „nein“ zum Asyl-Wahn“ mobilisiert für den 15. April zu einem „Abendspaziergang“. Die Rassist*innen treffen sich 19 Uhr am Südbahnhof in Neustrelitz.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 18.04.16 in Ludwigslust
Die NPD-Tarnorganisation „MVGIDA“ will am 18. April unter dem Motto „Wir sind das Volk. Gestern. Heute. Morgen.“ durch Ludwigslust marschieren. Die Rassist*innen treffen sich 19 Uhr am Bahnhofsvorplatz.

Wahlkampfauftakt der AfD am 23.04. in Stralsund
Die „Alternative für Deutschland“ will in den Schweriner Landtag einziehen. Ihr Wahlkampfauftakt findet am 23. April in Stralsund auf dem Neuen Markt statt. Beginnen soll die braun-blaue Veranstaltung um 10 Uhr. Als Redner*innen sind Leif-Erik Holm und Alexander Gauland angekündigt.

NPD-Aufmarsch am 01.05.16 in Schwerin
Während die NPD vergangenes Jahr in Neubrandenburg aufmarschierte, versucht es die Partei, gegen die momentan ein Verbotsverfahren läuft, dieses Jahr in der Landeshauptstadt Schwerin aufzulaufen. Das berichtet der Nordkurier in einem Beitrag. Weitere Informationen folgen.

Naziaufmarsch am 08.05.16 in Demmin
Zum zehnten Mal in Folge wollen Nazis am Jahrestag der Befreiung durch die Peenestadt Demmin marschieren. Die Gegenrpoteste organisiert unter anderem das Bündnis Demmin Nazifrei.

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Klassenkampf statt Rassismus! Internationale Solidarität statt Ausgrenzung! – Aufruf zur Demonstration am 30.04.2016 in Greifswald

+ Vortagsdemo anlässlich des 1. Mai’s in Greifswald! +++ Klassenkampf statt Rassismus! Internationale Solidarität statt Ausgrenzung! +++ 30. April 2015 – 15 Uhr – Nexöplatz in Greifswald! ++

Aufruf der Antifa Defiant zur Demonstration am 30.04.16 in Greifswald

In Deutschland und ganz Europa ist derzeit ein beängstigender Rechtsruck zu erleben: Als Antwort auf die sogenannte „Flüchtlingskrise“, die in Wahrheit vielmehr eine Rassismuskrise ist, wird eine Abschottungspolitik auf die Spitze getrieben, im Zuge derer humanistische Werte und menschenrechtliche Prinzipien ausgehebelt und über Bord geworfen werden. Gleichzeitig werden flüchtende beziehungsweise zuwandernde Menschen generell als Gefahr für Europa, seinen Wohlstand und seine Kultur dargestellt und nationale Identitäten als Antwort auf diese angebliche Gefahr ausgegeben.

Die große Zustimmung zu solchen rassistischen und menschenverachtenden Ideen vor allem bei Arbeiter_innen, Geringverdiener_innen und Arbeitslosen spricht vor allem für eines: das Fehlen eines Bewusstsein für die eigene prekäre Situation, beziehungsweise die Ursachen für diese. Nicht die Geflüchteten, nicht die Zugewanderten sind dafür verantwortlich, dass Menschen unterbezahlt sind oder durch Hartz IV erniedrigt und entwürdigt werden, sondern eine marktwirtschaftliche Ordnung, die eine absolut ungerechte Verteilung des Reichtums, sowie die Ausbeutung der arbeitenden Bevölkerung ermöglicht.
Will man diese Zustände ändern, so nützt es nichts, gegen Flüchtlinge vorzugehen und Antworten auf die eigene schlechte Lage bei Parteien wie der AFD zu suchen. Im Gegenteil: Geflüchtete Menschen sind ebenso wie die arbeitende Bevölkerung Verlierer dieses Systems, nur dass sie sogar noch unter diesen stehen. Parteien wie die AFD hingegen werden mit ihren Programmen die Situation aller Geflüchteter und Arbeiter_innen nur weiter verschlechtern, da sie kein Interesse daran haben, die bestehende, unsoziale Gesellschaftsordnung zu verändern.

Die Antwort auf die derzeitigen Entwicklungen kann nur sein, sich mit allen Verlierern des Kapitalismus, also Arbeitnehmer_innen, Arbeitslosen ebenso wie Geflüchteten, solidarisch zu zeigen und gemeinsam mit diesen gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Rassismus zu kämpfen.

Kommt daher am 30. April nach Greifswald, um gemeinsam mit uns gegen die herrschenden Verhältnisse und für internationale Solidarität zu demonstrieren! Klassenkampf statt Rassismus! Internationale Solidarität statt Ausgrenzung!




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