Archiv der Kategorie 'Nazis am 17.01.2015 in Magdeburg blockieren!'

Rostock: Infoveranstaltung zur Antifa-Demo „Entschlossen Handeln“ am 08.01.15 im Café Median

Zum vierten Mal in Folge wollen antifaschistische und revolutionäre Gruppen aus Sachsen-Anhalt – den Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg nutzen, um mit einer Demonstration gegen den jährlichen Nazigroßaufmarsch, aber auch staatliche Repression, auf die Straße zu gehen.

Zwar konnten in den Vorjahren durch die Mobilisierung mehr Menschen nach Magdeburg bewegt werden, was sich auch an den entschlossenen Aktionen gegen die Faschisten widerspiegelte, doch gelang es bisher nicht, den Aufmarsch komplett zu verhindern. Darüber hinaus kam es zu einer ganzen Reihe von Repressionsmaßnahmen gegen Antifaschist_innen, die sich in Ermittlungsverfahren, Hausdurchsuchungen und Haftstrafen, hauptsächlich gegen Menschen sowie Strukturen in Burg und Magdeburg, äußerte.

Am 16. Januar 2015 soll deshalb mit einer antifaschistischen Demonstration in Magdeburg einmal mehr deutlich gemach werden, dass ein entschlossener Antifaschismus gerade in Sachsen-Anhalt legitim und notwendig ist und wir uns nicht von den staatlichen Repressionsorganen kriminalisieren lassen.

Am 8. Januar wird es zur Situation in Sachsen-Anhalt in Vorbereitung auf den Naziaufmarsch am 16. Januar eine Mobi- und Infoveranstaltung im geben Café Median.

Aufruf Magdeburg Nazifrei: 17. Januar 2015 – Nazis blockieren statt ignorieren!

The same procedure as every year: jedes Jahr im Januar treten über Tausend Nazis den Weg nach Magdeburg an, um gemeinsam mit ihren ortsansässigen Kameraden anlässlich der Bombardierung Magdeburgs am 16.01.1945 zu marschieren. Dabei wird bewusst geleugnet, was hinlänglich bekannt ist: erst die Bombardierung deutscher Rüstungsbetriebe im Januar ’45 führte zum endgültigen Produktionsstopp an Kriegswaffen. Magdeburg war für die Hitlerdiktatur einer der wichtigsten Rüstungsstandorte. Die Bombardierung kriegswichtiger Waffenproduktionsstätten wie in Dessau, Dresden und Magdeburg beschleunigten den Anfang vom Ende des Zweiten Weltkriegs und die Zerstörung des faschistischen Hitlerregimes.

Den 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs werden die Nazis vermutlich zum Anlass nehmen, die Aufmärsche der letzten Jahre organisatorisch und personell zu überbieten. Angefangen mit acht Nazis als Teilnehmer an der städtischen Gedenkkundgebung im Jahr 1998, steigerte sich die Zahl der Teilnehmenden am Januar-Aufmarsch in den vergangenen Jahren auf über 1.000. Seit 2001 marschieren die Nazis rund um den 16. Januar durch Magdeburg. Im Jahr 2005 ist es erst- und letztmalig gelungen, den Aufmarsch zu stoppen.

Neofaschisten aus Magdeburg und Sachsen-Anhalt nehmen wichtige Positionen in den Vorständen der NPD, der JN und den sogenannten “freien Kameradschaften” ein. Mit der Gründung eines Kreisverbands der Neonazi-Partei „Die Rechte“ im Jerichower Land soll offensichtlich versucht werden, die geschwächten Strukturen der Neonazis in der Region zu stärken. Im Schutz der Partei können die Faschisten ihre nationalistischen Ideologien verbreiten und auf diesem Weg formal legal agieren. Außerdem ist damit zu rechnen, dass sich die Partei in Sachsen-Anhalt weiter vergrößern wird, da Neonazis in Magdeburg ebenfalls einen eigenen Ortsverband anstreben.

Das Bündnis „Magdeburg Nazifrei“ hat sich am 31.05.2012 in Magdeburg gegründet. Als Spektren übergreifendes Blockadebündnis in Magdeburg organisiert es Blockaden gegen den Aufmarsch der Nazis. Im Januar 2015 werden die notwendigen Strukturen für Aktionen gestellt. Mit unserem Engagement und eurer Unterstützung wurde in den Vorjahren die Protestkultur in Magdeburg nachhaltig verändert. Blockaden als Aktionsform sind bei Protestaktiven kein absolutes NoGo mehr. Nach den ersten Blockadeversuchen im Januar 2013 mussten wir erkennen, dass es in Magdeburg einer anderen Strategie bedarf. 2014 setzten wir dann auf ein dezentrales Vorgehen und verbuchten damit erste Teilerfolge. Wir halten an dieser Strategie fest und werden sie weiter ausbauen.

Die Desinformationspolitik und die durch Polizei und Deutsche Bahn unterstütze Mobilität der Neonazis erfordern auch im Januar 2015 eine bundesweite Mobilisierung, um genug Menschen in Magdeburg auf die Straßen zu bringen. Der politische Wille, diesen Aufmarsch stattfinden zu lassen konnte bisher nicht gebrochen werden. Daher ist damit zu rechnen, dass die Nazis von einem zum anderen Ende der Stadt verfrachtet werden, um dort zu marschieren, wo sie kaum blockiert werden können. Die Magdeburger Stadtverwaltung kann nach eigenen Aussagen nichts gegen den Naziaufmarsch tun. Die zuständige Versammlungsbehörde sei in Sachsen-Anhalt die Polizei. Dass der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Ignoranz für eine Strategie gegen Naziaufmärsche hält, bestätigte er auf einer öffentlichen Veranstaltung an der Universität in Magdeburg: „[…] Das ist ja eigentlich das Ziel. Sie wollen mit dem was sie machen in die Öffentlichkeit und die Öffentlichkeit wird durch Medien weiter gegeben. Wenn darüber keiner berichten würde, was ich mir in den ersten zwei Jahre mal gedacht habe, man ignoriert das einfach und keiner berichtet drüber, läuft sich das tot. Das funktioniert aber leider nicht, weil immer irgendjemand darüber berichtet.“

Im letzten Jahr konnte mit dezentralen Protesten der Aufmarsch gespalten und zeitlich um einige Stunden nach hinten verschoben werden, da die Anreisewege der Nazis zeitweilig blockiert werden konnten.

Unterstützt uns und kommt nach Magdeburg. Wir wollen, gemeinsam mit allen Kräften von hier und überall, den Aufmarsch der Neonazis verhindern und damit ein eigenes Statement gegen menschenverachtende Einstellungen und neonazistische Politik setzen.

Mehr Infos unter www.magdeburg-nazifrei.com.

Magdeburg: Antifaschistische Demonstration am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs

+ Magdeburg: Antifaschistische Demonstration am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs +++ Entschlossener Widerstand gegen den Naziaufmarsch und die Kriminalisierung linker Politik in Magdeburg ++

Pressemitteilung des Bündnisses Entschlossen handeln Magdeburg vom 16. Dezember 2014

Unter dem Motto „Entschlossener Antifaschismus bleibt legitim und notwendig! Die Angriffe von Staat und Nazis zurückschlagen!“ rufen wir, die Initiative „Entschlossen Handeln“ zu einer antifaschistischen Demonstration am Freitag, den 16. Januar 2015 in Magdeburg auf. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Gruppen und Einzelpersonen aus Sachsen-Anhalt, die sich als Teil der antifaschistischen & revolutionären Linken sehen. Wir organisieren bereits seit 2012 eigenständige Aktionen – an denen sich stets mehrere hundert Menschen beteiligten – gegen den jährlichen Naziaufmarsch in Magdeburg.

Mit der Demonstration wollen wir direkt am 70. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs auf die Straße gehen um zum einen deutlich zu machen, dass antifaschistische Aktionen nicht bei der Verhinderung eines Naziaufmarsches aufhören dürfen sondern sich gegen jedes faschistische sowie nationalistisches Denken und Handeln richten müssen. Zum anderen sehen wir es als notwendig an, auf die staatliche Repression aufmerksam zu machen, der eine Vielzahl von Menschen ausgesetzt ist, weil sie sich u.a. in den letzten Jahren an den Protesten gegen den Aufmarsch der Nazis in Magdeburg beteiligten.

Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass gerade nach der Aufdeckung der „NSU“-Morde und den damit verbundenen Enthüllungen über die Verstrickung zwischen Sicherheitsbehörden und organisierten Nazis, der deutsche Staat weiterhin einen antifaschistischen Protest kriminalisiert. Deshalb und aufgrund einer massiven Einschränkung des Versammlungsrechts, wie wir es während angemeldeter Demonstrationen z.B. in Burg (Sachsen-Anhalt) immer wieder erleben mussten, wird die bevorstehende Demo in Magdeburg bewusst nicht bei den Behörden oder der Polizei angemeldet.

Steffen Winkler, Pressesprecher der Initiative erklärt dazu: „Wer wie die Polizei außerordentliche Mittel in Bewegung setzt um Naziaufmärsche zu ermöglichen, einen antifaschistischen Widerstand kriminalisiert, der sich gegen den Terror der Nazis richtet, welchem fast täglich MigrantInnen und Andersdenkende in Sachsen-Anhalt ausgesetzt sind und dazu noch das Versammlungsgesetz einschränkt, in dem Demonstrationen in eine Art Gefangenentransport verwandelt werden, den werden wir garantiert nicht um Erlaubnis fragen, um unser politisches Anliegen auf die Straße zu tragen!“.

Treffpunkt für unsere Demonstration wird um 19:00 Uhr am Hauptbahnhof von Magdeburg sein, von wo aus wir wenig später durch die Innenstadt gehen werden und schon jetzt die Polizei dazu auffordern, sich deutlich zurückzuhalten. Die genaue Route werden wir in den kommenden Wochen veröffentlichen.

Kurzaufruf zur Antifa-Demo am 16.01.2015 gegen den Naziaufmarsch in Magdeburg

Zum 70. Mal jährt sich am 16. Januar 2015 die Bombardierung Magdeburgs durch alliierte Luftverbände im Zweiten Weltkrieg. Dieses Datum nutzen seit Jahren Neonazis aus ganz Deutschland um in der Stadt an der Elbe einen geschichtsrevisionistischen Aufmarsch durchzuführen. Bisher konnte dieser trotz stetig wachsendem Widerstand nicht verhindert werden, was u.a. auf das Zusammenspiel von Faschisten und Polizei zurückzuführen ist. Letztere war es, die in den vergangenen Jahren außerordentliche Mittel in Bewegung setzte um den Aufmarsch durchzuführen und gleichzeitig massiv gegen Antifaschist_innen vorging und die auch im Nachhinein massiv von staatlicher Repression betroffen sind.

Neben Anquatschversuchen im Bezug auf die antifaschistischen Aktionen kam es zu Hausdurchsuchungen und Ermittlungsverfahren, hauptsächlich gegen Menschen aus Burg und Magdeburg, die nicht selten in Bewährungs- und Haftstrafen endeten. Dazu wurde an den jeweiligen Tagen, an denen der Aufmarsch stattfand, von der Polizei ganze Stadtteile abgeriegelt, die Neonazis mit der S-Bahn durch die Stadt gefahren, bis eine geeignete Route für sie gefunden wurde und mit aller Härte auf Antifaschist_innen eingeschlagen.

Wir wollen mit einer Demonstration direkt am Jahrestag der Bombardierung auf diese Zustände aufmerksam machen sowie eigene antifaschistische & revolutionäre Positionen auf die Straßen von Magdeburg tragen. Achtet dazu auf Ankündigungen und kommt am 16. Januar 2015 nach Magdeburg.

Entschlossener Antifaschismus bleibt legitim und notwendig! Naziaufmarsch verhindern!

Demo | Fr, 16. Januar 2015 | 19 Uhr | HBF | Magdeburg

Mehr Informationen in Kürze auf entschlossenhandeln.blogsport.de.




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