Archiv der Kategorie 'Nazis am 18. Januar 2014 in Magdeburg stoppen!'

Letzte Infos zur Vorabenddemo in Magdeburg

Diesen Freitag (17.01.14) findet soll die geplante an­ti­fa­schis­ti­sche Demonstration am Vorabend des Naziaufmarsches in Magdeburg stattfinden. Die Demo ist nach wie vor unangemeldet!

Rund 100 Meter vom Magdeburger Haupt­bahn­hof ent­fernt wird ab 17 Uhr eine angemeldete Kund­ge­bung stattfinden, auf der es die Möglichkeit geben wird, sich im Voraus zu sammeln. Um 18 Uhr soll die Demo auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofes beginnen. Dann heißt es: laut und kämpferisch sein – und Ketten bilden!

Die Nummer des Er­mitt­lungs­aus­schusses (EA) lautet: 0151 / 17787876

Den Mobi Blog zur Vorabend Demo findet ihr auf entschlossenhandeln.blogsport.de.

Antifaschismus ist nicht kriminell, sondern notwendig!

Rostock: Nazi-Aktivistin Julia Thomä an Universität geoutet

An der Universität wurde heute (15.01.14) Julia Thomä geoutet. Sie studiert im 3. Semester „Wirtschaftswissenschaften“ und ist seit Jahren in der rechten Szene aktiv. Thomä gehörte zu den „Sternberger Narzissen“, einer Frauenkameradschaft aus der Nähe von Schwerin, und ist Mitglied der „Jungen Nationaldemokraten“ (JN). Weiterhin beteiligt sie sich regelmäßig an rechten Aufmärschen, ideologischen Schulungen und anderen Aktionen.


Bild: Julia Thomä am 20. Oktober 2012 in Wismar während eines JN-Aufmarsches (Foto eingebunden über Indymedia linksunten).

Julia Thomä ist keine einfache Mitläuferin. Sie verteilt fleißig Nazipropaganda und beteiligt sich an Aktionen wie Straßentheatern und Infoständen. Thomä übernimmt auch organisatorische Aufgaben. So war sie Mitveranstalterin einer JN-Kanutour. Ihre Eltern haben passenderweise in Sternberg einen Campingplatz mit angeschlossenem Kanuverleih. Bei Aufmärschen war sie bereits 2008 mit der Kameradschaft „Nationale Sozialisten Rostock“ unterwegs und häufig auch als Transparentträgerin eingeteilt.

Thomä hat mit dem vorbestraften Neonazis Ragnar Dam ein Kind. Dam war offizieller Leiter der „Sektion Nord“ der inzwischen verbotenen völkischen „Heimattreuen Deutschen Jugend“. Er wurde weiterhin wegen einer „Rassenschulung“ für Minderjährige rechtskräftig verurteilt.

Den Outing-Flyer kann mensch hier herunterladen.

Neonazis offensiv entgegentreten! Kommt alle am 18. Januar nach Magdeburg und beteiligt euch an den Protesten gegen den Naziaufmarsch.

Text übernommen von Indymedia linksunten nach CC2.0-Lizenz.

Magdeburg: Am 18. Januar – Nazis blockieren! Was sonst?!

++ Veröffentlichung der Treffpunkte für die Blockaden gegen den Naziaufmarsch +++ Unterstützungsliste wächst weiter +++ Grundrechtekomitee plant kritische Beobachtungen +

Pressemitteilung des Bündnisses Magdeburg Nazifrei vom 10.01.2014

Am kommenden Samstag, den 11. Januar 2014, wird das Bündnis Magdeburg Nazifrei die Anlaufstellen für die geplanten Aktionen gegen den Aufmarsch der Nazis herausgeben und weitere Einzelheiten zum Tag selbst veröffentlichen. Aus Sicherheitsgründen können die Nummern der Info-Telefone, des Ermittlungsausschlusses (EA) und der Sanitätszentrale frühestens am Vorabend bekannt gegeben werden.

Am gestrigen Nachmittag hat das Bündnis Magdeburg Nazifrei, in Vorbereitung ihrer Blockaden, in der Innenstadt die Bürgerinnen und Bürger auf den kurz bevorstehenden Naziaufmarsch aufmerksam gemacht und die Menschen zu den geplanten Gegenaktivitäten aufgeklärt. Wir konnten mit vielen unterschiedlichen Leuten ins Gespräch kommen. Auch der Inhaber des Bioladens Oli im Bioladen„Alles Natur“ hat Solidarität signalisiert und mit einem unserer Bündnispartner Oliver Wendenkampf, Stadtrat und BUND-Geschäftsführer in Sachen-Anhalt, ein Foto mit dem aktuellen Plakat des Bündnisses gemacht. Bereits seit vielen Wochen werden in Magdeburg und bundesweit Flyer verteilt und Plakate verklebt und Menschen informiert.

Im vergangenen Jahr ist es in der ganzen Stadt wiederholt zu Provokationen und Gewalttätigkeiten seitens der Polizei gekommen, selbst auf der jährlich stattfindenden „Meile der Demokratie“. Dieses Vorgehen ist im Nachgang von vielen Protestierenden und Aktiven kritisiert worden. Aus diesem Grund haben wir das „Komitee für Grundrechte und Demokratie“ nach Magdeburg eingeladen. Als Unterstützer_innen des zivilen Ungehorsams werden sie am 18. Januar vor Ort sein und ein besonderes Augenmerk auf den Verlauf der Geschehnisse und das Vorgehen der sogenannten Ordnungshüter_innen haben.

Am 18. Januar 2014 ist es soweit: Es werden wieder circa tausend Neonazis erwartet. Sie wollen mit Fackeln durch die Stadt marschieren und bei ihrem skurrilen Schauspiel eines sogenannten „Trauermarsches“ die Opfer und Betroffenen im Zuge des Nationalsozialismus und des zweiten Weltkrieges verhöhnen, indem sie die Geschichte für ihre Zwecke instrumentalisieren. Dabei lassen es sich die Organisatoren nicht nehmen, die Proteste gegen den Naziaufmarsch im Vorfeld zu verspotten. „Jetzt erst recht!“ heißt es deshalb für uns. Wir werden dem Naziaufmarsch, in Anlehnung an unseren Aktionskonsens, entschlossen und motiviert entgegentreten. Unser Ziel ist es, den Naziaufmarsch zu verhindern und ihn damit zukünftig zur Geschichte werden zu lassen.

Im letzten Jahr wurde der Demonstrationszug der Neonazis von der Polizei großflächig geschützt und ganze Stadtteile für ihr Spektakel abgeriegelt und damit unzugänglich für jeden Gegenprotest gemacht. Deshalb sind wir in diesem Jahr umso entschlossener, wenn es wieder heißen muss: „Nazis blockieren – was sonst?“

Magdeburg: Kommt zur antifaschistischen Vorabend-Demo am 17. Januar 2014!

Der jähr­lich statt­fin­den­de Na­zi­auf­marsch im Ja­nu­ar in Mag­d­e­burg ge­hört zu den we­ni­gen ver­blie­be­nen, re­gel­mä­ßi­gen Gro­ßevents für Neo­na­zis in Deutsch­land. Eine Ver­hin­de­rung durch Mas­sen­blo­cka­den, wie es sie bei­spiels­wei­se in Dres­den gab und die dazu führ­ten, dass der jähr­li­che Auf­marsch nicht mehr statt­fin­det, ge­lan­gen in Mag­d­e­burg bis­her nicht. Ein Grund dafür ist u.a. das Zu­sam­men­spiel von Nazis und Po­li­zei. Letz­te­re kri­mi­na­li­siert an­ti­fa­schis­ti­schen Pro­test und prü­gelt den Fa­schis­ten mit aller Kraft die Stra­ßen frei. Meh­re­re Men­schen sit­zen im Knast, weil sie sich dem Auf­marsch in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in den Weg stell­ten und et­li­che Ver­fah­ren wur­den ein­ge­lei­tet, die mit teils dras­ti­schen Stra­fen für die Be­trof­fe­nen en­de­ten.

Des­halb wol­len wir, wie schon im letz­ten Jahr, am Abend vor dem Na­zi­auf­marsch in Mag­d­e­burg auf die Stra­ße gehen und mit einer kämp­fe­ri­schen De­mons­tra­ti­on klar stel­len, dass wir uns nicht durch die staat­li­che Re­pres­si­on ein­schüch­tern las­sen und un­se­ren Kampf für eine klas­sen­lo­se und herr­schafts­freie Ge­sell­schaft wei­ter­füh­ren wer­den. Wir wer­den mit den un­ter­schied­lichs­ten Ak­ti­ons­for­men auch in der Zu­kunft gegen die Fa­schis­ten vor­ge­hen, da dies ge­ra­de nach der Auf­de­ckung der „NSU“-​Mor­de und un­zäh­li­gen wei­te­ren Op­fern des Na­zi­ter­rors un­se­re Pflicht ist, dafür zu sor­gen, dass die­ser Ter­ror ein Ende hat. Dem Staat, der Teil die­ses Pro­blems ist, sei dabei an die­ser Stel­le ge­sagt: Auch wenn ei­ni­ge Ge­nos­s_in­nen weg­ge­sperrt und un­se­re Struk­tu­ren kurz­fris­tig ge­schwächt wer­den, wird un­se­re stärks­te Waffe – die So­li­da­ri­tät – uns die Kraft geben zu kämp­fen bis die Aus­beu­tungs-​ und Un­ter­drü­ckungs­ver­hält­nis­se der Ge­schich­te an­ge­hö­ren.

Lasst uns ge­mein­sam am Vor­a­bend des Na­zi­auf­mar­sches in Mag­d­e­burg mit einer De­mons­tra­ti­on linke und klas­sen­kämp­fe­ri­sche Po­li­tik in den Vor­der­grund rü­cken! Lasst uns den Na­zi­auf­marsch ver­hin­dern!

Demonstration | Freitag, 17. Januar 2014 | 18:00 Uhr | Hauptbahnhof | Magdeburg

Alle weiteren Infos auf Indymedia oder auf der Mobi-Seite unter entschlossenhandeln.blogsport.de

Aufruf: Naziuffmarsch in Machdeburch – ham wa immernoch keen Bock druff!

Am 16. Januar 2014 jährt sich die Bombardierung Magdeburgs zum 69. Mal. Seit 1998 nutzen die Nazis dieses Datum um die sogenannten “Helden der deutschen Wehrmacht” und die Opfer der Bombenangriffe zu betrauern. Sie gedenken des Endes des kriegstreibenden, faschistischen Regimes und instrumentalisieren dabei das Gedenken der vielen Magdeburgerinnen und Magdeburger, die am 16.01.1945 gestorben sind oder der Trauer jener, die Angehörige, Bekannte und Freunde verloren haben.

In den letzten Jahren hat sich der Naziaufmarsch in Magdeburg zu einem der größten Aufmärsche in Deutschland entwickelt. Dank der bundesweiten Mobilisierung kamen im Jahr 2013 über 3.000 Gegendemonstrant_innen nach Magdeburg. Doch sind diese – mittlerweile alljährlichen – Naziaufmärsche nur der medienwirksame Teil des Nazi-Problems. Rassistische und neofaschistische Gewalt gehören in Sachsen-Anhalt zur harten Realität. Fast täglich wird ein Übergriff registriert. Neue und alte Nazis gehören in Magdeburg zum Stadtbild und auch politisch sind die Neofaschisten in der Landeshauptstadt überaus aktiv. Der Protest der Zivilgesellschaft gegen rechts fokussiert sich meist nur auf den Aufmarsch im Januar und blendet die gewalttätigen Übergriffe und politischen Manipulationen der Rechten in der übrigen Zeit aus. Vorkommnisse mit bundesweiter Aufmerksamkeit, sind aber typisch für die politischen Verhältnisse in Sachen-Anhalt.

Neofaschisten aus Magdeburg und Sachsen-Anhalt nehmen wichtige Positionen in den Vorständen der NPD, der JN und den sogenannten „freien Kameradschaften“ ein. Mittlerweile wird Sachsen-Anhalt von neuen und alten Nazis gar stolz als „Kaderschmiede“ betrachtet. Doch statt nach dem Bekanntwerden der rassistischen Mordserie des NSU und aus dem Totalversagen des sogenannten Verfassungsschutzes auf parlamentarischer und kommunaler Ebene Konsequenzen zu ziehen, rechte Strukturen vor Ort klar zu benennen und dagegen vorzugehen, wird weiterhin von linkem „Extremismus“ fabuliert. Hingegen wird rechte Gewalt verschwiegen, verharmlost oder komplett ignoriert, weil man ihrer nicht ohne Aufwand Herr werden kann. Denn zunächst müsste man erst einmal aufhören, sie als strukturelles Problem abzustreiten.

Magdeburg war keinesfalls nur eine zivile, deutsche Großstadt, die willkürlich von alliierten Bomberverbänden in Schutt und Asche gelegt wurde. Vielmehr ist die fast vollständige Zerstörung Magdeburgs das Ergebnis des vom nationalsozialistischen Deutschland entfesselten und rücksichtslos geführten Krieges. So war Magdeburg für das NS-Regime ein wichtiger Umschlags- und Verkehrsknotenpunkt, Standort der Rüstungsproduktion (u.a. Krupp-Gruson, Polte-Werke, Maschinenfabrik Wolf) und ein Industriestandort an dem mehrere Tausend Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Arbeits- und KZ-Außenlagern ausgebeutet wurden. Unzählige starben bereits in den Lagern der Polte-Werke, im Lager Diana oder auf den „Todesmärschen“. All dies wird bei der Umdeutung der Bombardierung des Stadtgebiets am 16. Januar 1945 ignoriert. Das Ausblenden der Opfer faschistischer Herrschaft in den Kriegsgebieten und aller Opfer weltweit, ist Bestandteil der rechten Rhetorik, die nur deutsche Opfer kennt, Opferzahlen fälscht und Täter nicht benennt.

Wir sahen uns mit den Ereignissen am 12.01.2013 mit einer völlig neuen Polizeistrategie konfrontiert, die es so bisher nicht gab. Das Verbot unserer Kundgebung in Cracau (Jerichower Platz) wurde durch die Polizeidirektion mit der räumlichen Nähe zur Aufmarschroute begründet und letztere dann auch im Antrag entsprechend konkretisiert. Dass die Nazis in Südost laufen werden, war erst gegen Mittag des 12. Januars verifiziert und für uns nur an der Bewegung der Polizeieinsatzkräfte abzulesen.

Unterstützt uns und kommt im Januar 2014 in unsere Stadt. Wir wollen, gemeinsam mit allen blockadewilligen Kräften von hier und überall, den Aufmarsch der Neonazis verhindern.

„Nazis blockieren – was sonst?!“

Zur Mobseite geht’s unter www.magdeburg-nazifrei.com.




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