Archiv der Kategorie 'NPD-Verbot jetzt!'

Weitere Naziaufmärsche in März in Mecklenburg-Vorpommern

+ weitere Naziaufmärsche im März 2016 ++++ besorgte Nazibürger*innen wollen Boizenburg, Templin, Demmin, Schwerin und Neubrandenburg heimsuchen +++ Beteiligt euch an den Gegenprotesten! ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Immer wieder verstecken sich Nazis und andere Rassist*innen hinter vermeintlich harmlosen Parolen, wie „Für die Sicherheit unserer Familien“ um auch beim bürgerlichen Klientel Anklang zu finden. In Boizenburg, Templin, Demmin, Schwerin und Neubrandenburg wollen die besorgten Nazibürger*innen diesen Monat aufmarschieren um Sympathien in der Bevölkerung zu gewinnen. Hier die obligatorische Auflistung mit Hinweisen zu den Gegenprotesten.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 14.03.16 in Boizenburg
Zum wiederholten Mal will die NPD unter dem Mantel ihrer Tarnorgansiation „MVGIDA“ durch Boizenburg marschieren. Die Nazis wolen sich um 19 Uhr am Markt treffen. Unter anderem mobilisiert die Initiative Hamburg goes MV gegen den Aufmarsch.

Aufmarsch besorgter Nazibürger*innen am 18.03.16 in Templin
Mit einem thematischen Rundumschlag wollen sich die Nazis am 18. März in Templin als „besorgte Bürger“ darstellen. In entsprechenden Ankündigungen heißt es unter anderem „Für den Frieden in der Welt“ oder auch „gegen die Gewalt gegenüber Polizeieinsatzkräften“. Um 18 Uhr 30 wollen sich die besorgten Nazibürger*innen am Markt in Templin treffen, um dann durch den Ort zu marschieren.

„Wir für Demmin“-Aufmarsch am 18.03.16
Am Freitag, den 18. März will die rassistische NPD-Tarnorganisation „Wir für Demmin“ unter dem Motto „Für unsere Kinder. Gegen Asylmissbrauch!“ durch die Pennestadt marschieren. Um 19 Uhr wollen sich die Rassist*innen am Markt treffen. Achtet auf Ankündigungen zu Gegenprotesten. Checkt dafür auch die Seite demminnazifrei.blogsport.de.

„Deutschland wehrt sich“-Aufmarsch am 21.03.16 in Schwerin
Unter dem Motto „Gemeinsam für die Heimat“ wollen Nazis und andere Rassist*innen am 21. März durch die Landeshauptstadt Schwerin marschieren. Erneut wollen sie sich am Grunthalplatz in der Nähe des Hauptbahnhofes treffen und 19 Uhr ihren fremdenfeindlichen Aufzug beginnen. Am selben Tag findet ab 16 Uhr auf dem Schweriner Markt das „Welcome Café Open Air“ anlässlich des Welttages gegen Rassismus statt. Achtet hierzu auch auf weitere Ankündigungen des Bündnisses Schwerin für Alle.

Rassistischer Aufmarsch am 24.03.16 in Neubrandenburg
Am 24. März will die rassistische Gruppierung „Neubrandenburg sagt „nein“ zum Asylwahnsinn“ durch die Viertorestadt marschieren. Die NPD-Tarnorgansiation will sich um 19 Uhr in der Oststadt treffen. Das Bündnis Neubrandenburg Nazifrei organisiert die Gegenproteste.

Bleibt informiert und achtet auf Ankündigungen! Nutzt dazu auch diese Kanäle:
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Protest gegen rassistischen Aufmarsch vergangenen Freitag in Stralsund

„Stralsund bewegt sich – Gemeinsam in die Zukunft“ Unter diesem Motto starteten etwa 65 Stralsunder und Neustralsunder in Richtung Altstadt. Mit Fahrrädern, Longboards und Inlinern zog der Tross mit Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Schichten, Alters und Herkunftsländern friedlich miteinander los.

Pressemitteilung des Bündnisses Einfachhandeln Stralsund vom 06.03.16

„Das möchten wir gern noch mal machen.“ strahlt ein 6jähriger Junge aus Afghanistan. Angekommen auf dem Alten Markt gab es Tee und Bratwurst zum aufwärmen. Entspannt kamen die Teilnehmer ins Gespräch. Mit dieser Aktion, an der sich auch St.Nikolai beteiligte, wollten die Veranstalter klar signalisieren, dass ein Miteinander so einfach sein kann.

Während die Initiative „Vereint für Stralsund“ , mit kräftiger Unterstützung der NPD erneut versuchte mit Vorurteilen, pauschaler Kriminalisierung aller ankommenden Flüchtlinge und dem gegeneinander ausspielen der Schwächsten unserer Gesellschaft, Angst und Wut zu erzeugen. Das Ergebnis solcher Redebeiträge zeigte sich erneut nach der Veranstaltung. Eine Familie mit Migrationshintergrund wurde von 2 stark alkoholisierten Veranstaltungsteilnehmern eingeschüchtert, als sie mit dem Bus nach Hause fahren wollten. Als weitere Personen dieser Familie zur Hilfe kommen wollten, war diese leider schon weg.

Beide Personen waren weiter sehr aggressiv brüllten rechte Parolen und attackierten die Kleingruppe ohne sichtbaren Grund. Weitere Zeugen alarmierten die Polizei. Diese war schnell vor Ort, unterzog die beiden Angreifer einer Personenkontrolle, hörte Zeugen an und nahm eine Anzeige auf. Einer der Täter wurden von der Polizei mitgenommen.

Einen weiteren Bericht gibt es bei der Recherchegruppe AST.

Es gibt kein ruhiges Hinterland: Wieder Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern #update

++ Wieder rassistische Aufmärsche und Kundgebungen in Mecklenburg-Vorpommern +++ Naziaufmarsch in Stralsund & Kundgebung in Güstrow dieses Wochenende +++ „Deutschland wehrt sich“-Aufmarsch am 21.03.16 in Schwerin +

Von Marko Neumann

Rassistische Kundgebung am 05.03.16 in Güstrow
In Güstrow versuchen die Nazis sein Monaten eine „National Befreite Zone“ zu installieren. Immer wieder werden Nazi-Gegner*innen bedroht und körperlich angegriffen. Am 5. März wollen die Nazis erneut eine Kundgebung von 9 bis 11 Uhr auf dem Pferdemarkt abhalten. Die Kundgebung findet damit in direkter Nähe zur Villa Kunterbündnis statt, die in der Vergangenheit ebenfalls das Ziel rechter Angriffe war.

„Deutschland wehrt sich“-Aufmarsch am 21.03.16 in Schwerin
Unter dem Motto „Gemeinsam für die Heimat“ wollen Nazis und andere Rassist*innen am 21. März durch die Landeshauptstadt Schwerin marschieren. Erneut wollen sie sich am Grunthalplatz in der Nähe des Hauptbahnhofes treffen und 19 Uhr ihren fremdenfeindlichen Aufzug beginnen. Am selben Tag findet ab 16 Uhr auf dem Schweriner Markt das „Welcome Café Open Air“ anlässlich des Welttages gegen Rassismus statt. Achtet hierzu auch auf weitere Ankündigungen des Bündnisses Schwerin für Alle.

Aufmarsch von „Vereint für Stralsund“ am 04.03.16 in Stralsund
Die fremdenfeindliche Gruppierung „Vereint für Stralsund“ will am 04. März erneut durch Stralsund marschieren. Unter dem Motto „Asylwahn stoppen! Souveränität einberufen! Bevölkerung schützen!“ wollen die Rassist*innen sich 19 Uhr in der Bahnhofsstraße 10 treffen.

„Wir für Demmin“-Aufmarsch am 18.03.16
Am Freitag, den 18. März will die rassistische NPD-Tarnorganisation „Wir für Demmin“ unter dem Motto „Für unsere Kinder. Gegen Asylmissbrauch!“ durch die Pennestadt marschieren. Um 19 Uhr wollen sich die Rassist*innen am Markt treffen. Achtet auf Ankündigungen zu Gegenprotesten. Checkt dafür auch die Seite demminnazifrei.blogsport.de.

„Deutschland wehrt sich“-Aufmarsch am 21.03.16 in Schwerin
Unter dem Motto „Gemeinsam für die Heimat“ wollen Nazis und andere Rassist*innen am 21. März durch die Landeshauptstadt Schwerin marschieren. Erneut wollen sie sich am Grunthalplatz in der Nähe des Hauptbahnhofes treffen und 19 Uhr ihren fremdenfeindlichen Aufzug beginnen. Am selben Tag findet ab 16 Uhr auf dem Schweriner Markt das „Welcome Café Open Air“ anlässlich des Welttages gegen Rassismus statt. Achtet hierzu auch auf weitere Ankündigungen des Bündnisses Schwerin für Alle.

Rassistischer Aufmarsch am 24.03.16 in Neubrandenburg
Am 24. März will die rassistische Gruppierung „Neubrandenburg sagt „nein“ zum Asylwahnsinn“ durch die Viertorestadt marschieren. Die NPD-Tarnorgansiation will sich um 19 Uhr in der Oststadt treffen. Das Bündnis Neubrandenburg Nazifrei organisiert die Gegenproteste.

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Wismar: Infoveranstaltung „Mvgida und besorgte Rassisten in Mecklenburg-Vorpommern“ am 26.02.16 im Tikozigalpa

Seit Januar 2015 geht der NPD-dominierte PEGIDA-Nachahmer „MVgida“ durch die Straßen Mecklenburg-Vorpommerns. Anfänglich im Schutze der Dunkelheit demonstrierten teils rassistische Bürger mit organisierten Nazistrukturen Hand in Hand.

Mit stagnierenden Teilnehmerzahlen und abnehmender Dunkelheit im Frühjahr 2015 verschwand MVgida vorerst wieder von den Straßen. Im Spätsommer traten die „[Wismar/Schwerin] wehrt sich“-Gruppen vermehrt in Westmecklenburg in Vordergrund. Täglich stattfindende Kundgebungen vor einer Notunterkunft für Refugees in Schwerin bildeten den Auftakt zu wöchentlichen Demonstration in Wismar, Schwerin und anderen Städten in Mecklenburg-Vorpommern, im Herbst 2015, mit bis zu 700 Rassisten.

Die Referent_innen der Recherchegruppe AST Nordwestmecklenburg werden ihre Analyse der rassistischen Mobilisierung mit Schwerpunkt in Westmecklenburg vorstellen, um mit euch über mögliche Ansätze von Protesten zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet am Freitag den 26.02.2016 ab 19 Uhr im Tikocigalpa in Wismar statt.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern.

Pasewalk, Greifswald, Grevesmühlen & Stralsund: Weitere Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

+ aktualisierte Aufstellung der bevorstehenden Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern +++ Aufzüge in Pasewalk, Greifswald, Grevesmühlen und Stralsund +++ Kommt zu den Gegenprotesten! ++

Von Marko Neumann

Immer noch jammern besorgte Nazibürger*innen über den vermeintlichen Volkstod, Masseneinwanderung und „die aktuelle Politik“. Hier die Aufstellung der bevorstehenden Naziaufmärsche.

„Protestmarsch“ am 07.02.16 in Pasewalk
Schon zum dritten Mal wollen Nazis durch Pasewalk marschieren. Treffpunkt der Nazis ist 17 Uhr am Rathaus. Die von der inoffiziell von der NPD herausgegebene „Uecker-Randow Bote“ bewirbt den Aufmarsch auf seiner Facebook Seite.

„FFDG“-Aufmarsch am 08.02.16 in Greifswald
Die fremdenfeindliche Gruppierung „FFDG“ will am 08. Februar erneut in Greifswald marschieren, diesmal unter dem Motto „Gegen die aktuelle Politik und für die Zukunft unserer Kinder“. Ihr Treffpunkt ist 18 Uhr 30 am Edeka Oez. Das Bündnis Greifswald für Alle organisiert unter anderem eine Gegenkundgebung. Details dazu findet ihr hier.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 22.02.16 in Grevesmühlen
Die NPD-Tarnorganisation „MVGIDA“ möchte am 22. Februar durch Grevesmühlen marschieren, um gegen eine vermeintliche „Masseneinwanderung“ zu demonstrieren. Die Rassist*innen wollen sich 19 Uhr am Marktplatz treffen.

Aufmarsch von „Vereint für Stralsund“ am 04.03.16 in Stralsund
Die Nachfolgeorganisation der „MV.Patrioten“, „Vereint für Stralsund, hat angekündigt am 04. März durch Stralsund zu marschieren. Weitere Informationen folgen.

Stellungnahme der Initiative „Rostock hilft“ zur Rechnung des JAZ e.V. an die Stadt Rostock

+ Nach MVGIDA-Facebook Post: rechtliche Schritte gegen „MVGIDA“-Betreiber*innen eingeleitet +++ HRO hilft weißt Unterstellungen von NPD-Tarnorganisation „MVGIDA“ zurück +++ Initiative fordert Stadt müsse in Sachen Flüchtlingspolitik ihrer Verantwortung gerecht werden ++

Stellungnahme der Initiative „Rostock hilft“ vom 01.02.16 zur Rechnung des JAZ e.V. an die Stadt Rostock

In der vergangenen Woche hat die rassistische Seite „MVGIDA“ (MV gegen die Islamisierung des Abendlandes) auf Facebook Fotos einer Rechnung des JAZ e.V. an die Hansestadt Rostock gepostet. Es handelt sich um eine Rechnung im Rahmen der Flüchtlingshilfe. Seit dem gab es einige Nachfragen und Verwirrungen. Wir wollen daher kurz erklären, worum es bei der Rechnung geht.


Bild: Werbekarte der Initiative „Rostock hilft“ auf dem Ulmencampus der Universität Rostock.

Zunächst ist die Rechnung echt. Wie bekannt sein sollte, stellt das JAZ e.V. die juristische Struktur hinter „Rostock hilft“ und kümmert sich um Spenden-Konto, Abrechnungen und vieles mehr. Für alles dies bedarf es einer „juristischen Person“, z.B. in Form eines Vereins, ein loses Freiwilligen-Netzwerk wie „Rostock hilft“ darf solche Sachen nicht machen. Wir danken dem JAZ, dass sie den Aufwand seit Anfang September tragen.

Auch die Kooperation mit der Stadt, inklusive alles Hin und Her und Einigungsprozesse, sollte schon lange bekannt sein. So wurden uns zur Unterstützung seitens der Stadt beispielsweise Container an Bahnhof und Terminal zur Verfügung gestellt und auch ein Spenden-Lager wurde seitens der Stadt angemietet, um der seit September in so rasantem Tempo gewachsenen Struktur genügend Raum zu geben.

Zwischenzeitlich gab es weitere Kooperationen mit der Stadt, die uns z.B. für ca. 4 Wochen mit der Unterhaltung der Notunterkunft in der Industriehalle beauftragt hatte. Für die Übernahme dieser Aufgabe, die eigentlich durch die Kommune erfüllt werden müsste, haben wir Zuweisungen bekommen von denen beispielsweise Spritkosten bezahlt wurden, die in diesem Zusammenhang anfielen.

Außerdem wurden Aufwandsentschädigungen für Menschen ausgezahlt, die in den vergangenen Monaten fast ununterbrochen im Einsatz waren. Es handelt sich um sogenannte „Ehrenamtspauschalen“ für diejenigen, die aufgrund des zeitintensiven Engagements nur noch eingeschränkt ihrer Lohnarbeit nachgehen konnten. Wir haben uns bewusst dafür entschieden keine Jobs mit Festanstellung bei der Stadt zu schaffen – obwohl die Möglichkeit durchaus bestanden hätte – weil „Rostock hilft“ von ehrenamtlichen Engagement lebt.

Als die Fiete-Reeder-Halle schloss, hat das DRK die Versorgung in der Industriestraße übernommen. Wir haben dann den Auftrag der Stadt entgegengenommen Geflüchtete bei Umzügen aus den Unterkünften in eigene Wohnungen zu unterstützen. Auch hierfür hat uns die Stadt Auslagen erstattet.

Eine genauere Aufschlüsselung der Ausgaben will das JAZ noch einmal im Laufe der Woche veröffentlichen. Dies sollte ohnehin passieren, wurde aber in den letzten Wochen schlicht aus Zeitgründen nicht geschafft. Aktuell besteht keine Vertragssituation mit der Stadt und wir erhalten keinerlei städtische Mittel für unsere Arbeit seit Anfang Januar.

„MVGIDA“ hat mit ihrem Post unterstellt, dass „Rostock hilft“ und beteiligte Menschen sich an der Unterstützungsarbeit bereichert hätten. Dies weisen wir entschieden zurück.

Von Anfang an war es Teil der Forderungen von „Rostock hilft“, dass die Kommune mindestens finanziell die Verantwortung für Unterbringung und Versorgung der Durchreisenden und Asylsuchenden übernehmen muss. Alle Ausgaben wurden sauber abgerechnet und haben die breite Unterstützungsarbeit ermöglicht. Kein Cent der Spendengelder ist irgendjemanden privat zu Gute gekommen, sondern floss direkt in die Hilfe von Geflüchteten.

Gegen die Veröffentlichung von „MVIGDA“ hat das JAZ rechtliche Schritte eingeleitet, woraufhin kurz danach das entsprechende Posting von der Seite genommen wurden.

Stralsund: „Klares Nein zu Fremdenhass und Hetze!“ – Gegen den MV.Patrioten-Aufmarsch am 05.02.16

+ erneut Aufmarsch der „MV.Patrioten“ in Stralsund +++ Bündnis „Stralsund für Alle“ ruft zur Gegenkundgebung auf +++ Für ein klares NEIN zu Fremdenhass und Hetze! ++

Aufruf des Bündnisses Stralsund für Alle gegen den Naziaufmarsch am 05.02.16

In 14 europäischen Ländern gehen am 06. Februar fremdenfeindliche Bürgerbewegungen unter dem Titel „Unwelcome“ auf die Straße um organisiert gegen die Aufnahme von Geflohenen und gegen die derzeitigen Asylgesetze zu demonstrieren. Diese Bewegung richtet sich deutlich auch gegen ein vereintes Europa und gegen die demokratische Grundordnung.

Auch in Stralsund ist die Zunahme rechter Tendenzen zu beobachten, auch in Stralsund soll zu diesem Anlass durch rechte Hetzer mobil gemacht werden. Zur Einstimmung auf den „Tag der Patrioten“ soll am 05. Februar in Stralsund eine große Anti-Asyl-Demonstration stattfinden.

Niemand, der Wert auf ein friedliches Miteinander legt, für die demokratische Grundordnung einsteht und für den Toleranz, Respekt und Freiheit unerlässliche Werte sind, sollte dieses rechte Aufbegehren einfach hinnehmen.

Daher rufen wir erneut alle Stralsunder und alle Menschen aus den angrenzenden Regionen dazu auf, mit uns gemeinsam ein deutliches Gegengewicht zu bilden und klar zu zeigen, dass wir alle zusammen friedlich für unsere Werte einstehen und uns nicht mit rechter Hetze sowie „blindem Hass und stumpfen Parolen“ abfinden wollen.

Begleitet und unterstützt uns! Am 05. Februar um 19 Uhr treffen wir uns gemeinsam zu einer friedlichen Kundgebung. Eine Mahnwache wird außerdem ab 20 Uhr auf dem Alten Markt stattfinden. Wir freuen uns auf Euch!

Zur Facebook Veranstaltung geht es hier lang.

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Stralsund: „Solidarität mit den Opfern neofaschistischer Gewalt!“

+ wiederholte rassistische Übergriffe in Stralsund +++ Rock gegen Rechts Stralsund erwartet entschlossenes Vorgehen von Politik und Polizei gegen sogenannte „Bürgerwehren“ +++ Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt! ++

Pressemitteilung von Rock gegen Rechts e.V. Stralsund vom 24.01.2016

Auch in Stralsund kommt es in den letzten Monaten wiederholt zu rechten und rassistischen Übergriffen auf politisch Aktive. Besonders Geflohene sind auch betroffen. Zu unterschätzen sind auch nicht die Bedrohungsszenarien, denen politisch Andersdenkende alltäglich begegnen. In der Hansestadt sollen nun sogar Bürgerwehren von Rechtsradikalen gegründet werden. Dies erachten der Verein Rock gegen Rechts Stralsund e.V. als besorgniserregend. Für fremd wirkende Menschen und Aktivist_innen ist es dann erst recht schwer, sich frei ohne Anfeindungen oder gar Übergriffe durch die Stadt zu bewegen.


Bild: Aktion „Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt!“ in Stralsund.

„Wir erwarten, dass die Polizei alles dafür tut, damit die selbsternannten Bürgerwehren sich erst gar nicht in Bewegung setzen dürfen. Es handelt sich hierbei um unangemeldete Versammlungen, deren vorrangiger Zweck es ist einzuschüchtern. Für die Rechten geht es um nichts anderes als den Versuch die Straße zu „erobern““, so J. Knoop der Pressesprecher des Vereins.“ Der Verein möchte ein starkes Zeichen für Frieden und Solidarität setzen, sowie sich mit allen Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt solidarisieren.

Der Verein Rock gegen Rechts Stralsund e.V. ruft daher alle Betroffenen auf, sich bei der landesweiten Beratungsstelle von LOBBI MV1 (ost[ädt]lobbi-mv.de) zu melden. Besonders Geflohene haben es schwer, Zugang zu Medien zu finden. Deshalb bitten wir gerade Haupt- und Ehrenamtliche der Geflohenenhilfe über die Möglichkeiten des Meldens aufzuklären.

Pressemitteilung: Start der Kampagne zum 71. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus am 27.01.2016

Am 27. Januar 2016, dem 71. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, startet das Infoportal für antifaschistische Kultur und Politik aus Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Kampagne „8. Mai 2016 – Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus“.

Bis zum 8. Mai, dem Jahresstag der Kapitulation Hitler-Deutschlands, werden in Mecklenburg-Vorpommern mehrere zehntausend Postkarten mit Hilfe vieler engagierter Menschen an die Haushalte verteilt, um an dieses historische Datum zu erinnern. Zusätzlich veröffentlicht die Initiative ein Informationsheft zum Dritten Reich, in dem unter anderem das KZ-System im heutigen Mecklenburg-Vorpommern beleuchtet wird.

Neofaschisten marschieren seit Jahren am 8. Mai durch die Peenestadt Demmin, um die Besetzung der Stadt im April 1945 durch die Rote Armee historisch zu verzerren und für ihre menschenverachtende Ideologie zu vereinnahmen. Die Kampagne wird ein Teil der Proteste gegen den Naziaufmarsch sein, den dieses Jahr zum 10. Mal in Folge stattfindet.

Janin Krude, Sprecherin des Infoportals erklärt dazu: „Unser Anliegen ist es besonders Jugendliche für die Verbrechen des historischen Faschismus zu sensibilisieren und damit auf Gefahren der „neuen“ Nazis aufmerksam zu machen. Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sind uns unserer Gesellschaft immer noch stark verankert, das zeigt nicht zuletzt der stärker werdende Zulauf des Pegida-Ablegers MVGIDA. MV ist das einzige Bundesland, in dem die rechtsradikale NPD im Landtag sitzt. Aufklärung ist hier also besonders notwendig.“

Das Portal informiert seit Februar 2012 regelmäßig über Aktivitäten der rechten Szene, rechtspopulistische Stimmungsmache und den zivilgesellschaftlichen Widerstand.

Greifswald, der 25. Januar 2016

Zum Hintergrund:
Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht und damit defacto Hitler-Deutschland bedingungslos. Über 60 Millionen Menschenleben kostete der 1939 von Deutschland aus entfesselte Krieg. Im Schatten des Krieges bauten die Nazis ein Netzwerk von Konzentrationslagern auf, in denen Menschen die nicht in ihre „Volksgemeinschaft“ passten, unter menschenverachtenden Bedingungen für die deutsche Kriegswirtschaft arbeiten mussten oder qualvoll ermordet wurden. Auch in MV gab es mehrere KZ-Außenlager.

Kontaktdaten:
Homepage: ino.blogsport.de
Kampagnenseite: ino.blogsport.de/befreiung (ab 27.01.15 online)
Facebook: PortalNordost
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Hashtag: #tagderbefreiung
e-Mail: infonordost[ätt]systemausfall.org

Aktuelle Liste kommender Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

++ Wieder Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern +++ Aufzüge in Neubrandenburg, Gadebusch, Stralsund und Pasewalk +++ Gegenproteste in Vorbereitung +

Von Marko Neumann

Wir machen’s diesmal kurz: hier die aktuelle Liste der bevorstehenden Naziaufmärsche in M-V.

„Abendspaziergang“ am 25.01.16 in Neubrandenburg
Die rassistische Facebook Initiative „Neubrandenburg wehrt sich“ möchte am 25. Januar durch Neubrandenburg marschieren. Das kreative Motto lautet diesmal „Vereint gegen diese Asylpolitik“. Beginnen soll der Spuck um 19 Uhr, Datzeberg. Das Bündnis Neubrandenburg Nazifrei organisiert die Gegenproteste.

Aufmarsch besorgter Nazibürger*innen am 30.01.16 in Gadebusch
Die rechte Gruppierung „Wir für Mecklenburg“ ruft für den 30. Januar zum Aufmarsch in Gadebusch auf. Um 10 Uhr 30 wollen sich die Rassist*innen an der Feuerwache treffen und anschließend in Richtung B104 losmarschieren.

„Vereint für Stralsund“ Aufmarsch am 05.02.16 in Stralsund
Die rechte Facebookgruppierung „Vereint für Stralsund“ will am 05. Februar durch die Hansestadt marschieren. Beginnen soll der rassistische Aufzug um 19 Uhr in der Bahnhofsstraße, das Motto lautet einmal mehr „Grenzen dicht! Asylwahn stoppen!“. Das Bündnis Stralsund für Alle organisiert die Gegenproteste.

„Protestmarsch“ am 07.02.16 in Pasewalk
Schon zum dritten Mal wollen Nazis durch Pasewalk marschieren. Treffpunkt der Nazis ist 17 Uhr am Rathaus. Die von der inoffiziell von der NPD herausgegebene „Uecker-Randow Bote“ bewirbt den Aufmarsch auf seiner Facebook Seite.

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Kurzmeldung: MVGIDA-Aufmarsch HEUTE Abend in Bützow

++ NPD-Tarnorganisation „MVGIDA“ will durch Bützow marschieren +++ Werbung in den sozialen Netzwerken +++ Refugees still welcome! +

Von Janin Krude und Marko Neumann

Die NPD-Tarnorganisation MVGIDA möchte heute, am 18. Januar, durch Bützow marschieren. Die Rassist*innen wollen sich am Schloßplatz ab 19 Uhr treffen. Das nichtssagende Motto lautet einmal mehr „Für die Zukunft unserer Kinder“. In einem entsprechenden Facebook Post auf der MVGIDA-Seite wird für den „kleinen Abendspaziergang“ geworben.


Bild: „Refugees welcome!“ – Klare Botschaft am Rande einer Demonstration.

Innerhalb einer Stunde wurde der Beitrag über 30 mal geliked und 20 mal geteilt. Es ist also durchaus möglich, dass sich der rassistische Aufzug zu einem relativ großen Aufmarsch entwickeln wird.

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Hagenow: Kundgebung „Herz statt Hetze!“ gegen den „MVGIDA“-Aufmarsch am 14.12.15

++ Letzter MVGIDA-Aufmarsch am 14. Dezember für diese Jahr in Hagenow +++ Gegenkundgebung „Herz statt Hetze“ +++ Hagenow bleibt kein Ort für Neonazis +

Von Janin Krude und Marko Neumann

Jede Woche marschieren Rassist*innen durch Städte und Orte in Mecklenburg-Vorpommern. Besonders aktiv ist hierbei die NPD mit ihrer Tarnorganisation „MVGIDA“. Für den 14. Dezember hat die NPD in Hagenow ihren letzten „MVGIDA“-Aufmarsch für 2015 angemeldet. Unter dem Motto „Herz statt Hetze“ rufen engagierte Hagenower*innen zu einer Gegenkundgebung auf. In dem Aufruf heißt es:

„In den vergangenen Wochen haben wir in unserer Stadt eine Welle der Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge erlebt, die auch in unserem Landkreis ein Dach über dem Kopf gefunden haben.

Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich so menschlich zeigen!

Wir sind und bleiben solidarisch mit den Flüchtlingen, ohne Unterschied der Herkunft, der Ethnie oder der Religion. Wir lassen uns davon auch nicht durch die Aufmärsche von MVGIDA abbringen, die die Situation nutzen und Ängste in Gleichgültigkeit und Herzlosigkeit gegenüber fremden Leid bis zum Fremdenhass wandeln wollen.

Wir wollen dagegen ein Zeichen setzen!
In diesem Sinne rufen wir die Bürgerinnen und Bürger zu einer Protestversammlung am Montag, 14. Dezember um 19:00 Uhr auf dem Sparkassen-Vorplatz, Bahnhofstraße Ecke Hirtenstraße in Hagenow auf.“

Eine Liste der bevorstehenden Naziaufmärsche und Hinweise zu den Gegenprotesten findet ihr auf unserer Unterseite ino.blogsport.de/naziaufmaersche/.

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Aktuelle Liste bevorstehender Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

++ aktuelle Liste bevorstehender Naziaufmärsche in MV +++ rechte Aufzüge in Stralsund, Greifswald, Sternberg, Neubrandenburg, Neustrelitz und Stavenhagen +++ Kommt zu den Gegenkundgebungen! +

Von Janin Krude und Marko Neumann

Immer noch überziehen die Rassist*innen von NPD und co. Mecklenburg-Vorpommern mit ihren Aufmärschen. hier die obligatorische Liste der aktuellen Naziaufmärsche mit den entsprechenden Hinweisen zu den Gegenprotesten.


Bild: Refugee welcome! – Beteiligt euch an den Protesten gegen die rassistische Hetze von NPD und co.!

Aufmarsch der „MV.Patrioten“ am 04.12.15 in Stralsund
Am 04. Dezember wollen die Rassist*innen der „MV.Patrioten“ wieder durch die Hansestadt marschieren. Treffpunkt der Nazis ist 19 Uhr An Den Bleichen, bei der Friedrich Engels Straße. Das Bündnis Stralsund für Alle organisiert die Gegenproteste.

„Greifswald wehrt sich/FFDG“-Aufmarsch am 07.12.15 in Greifswald
Am 07. Dezember wollen die Rassist*innen von „Greifswald wehrt sich“ und co. erneut durch die Stadt marschieren. Das vielsagende Motto lautet diesmal „Deutschland unser Vaterland“. Das Bündnis Greifswald für Alle organisiert die Gegenproteste.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 07.12.15 in Sternberg
Am 07. Dezember will die NPD als „MVGIDA“ durch Sternberg marschieren. Die besorgten Nazibürger treffen sich um 19 Uhr am Marktplatz. Achtet auch hier auf Ankündigungen zu Gegenprotesten.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 14.12.15 in Neubrandenburg
Erneut möchte die NPD unter dem Label ihrer Tarnorganisation „MVGIDA“ durch Neubrandenburg marschieren. Am 14. Dezember wollen die Nazis durch die Viertorestadt laufen, ihr Treffpunkt ist die Greifstraße hinter dem Bahnhof. Die Gegenproteste organisieren die Bündnisse Neubrandenburg nazifrei und Neubrandenburg hilft.

Naziaufmarsch am 15.12.15 in Neustrelitz
Schon einen Tag nach Neubrandenburg wollen Nazis durch Neustrelitz marschieren. Treffpunkt der Rassist*innen ist 19 Uhr am Südbahnhof.

Rassistischer Aufmarsch am 18.12.15 in Stavenhagen
Die NPD-Tarngruppe „Stavenhagen sagt „nein“ zum Asyl-Wahn“ will unter dem Motto „Stavenhagen wehrt sich gegen die Asylflut“ am 18. Dezember durch Stavenhagen marschieren. Beginnen soll der fremdenfeindliche Spuck um 19 Uhr am Bahnhof.

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Naziaufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern: Neue Termine für November

++ Stimmungsmache gegen Geflüchtete und deren Helfer*innen +++ Aufmärsche in Anklam, Wolgast, Neubrandenburg und co. +++ Kein Fußbreit den Faschist*innen! +

Von Janin Krude und Marko Neumann

Immer noch hetzen Nazis und andere organisierte Rassist*innen in der Öffentlichkeit gegen Geflüchtete und deren Helfer*innen. Neben der regelmäßigen menschenverachtenden Entgleisungen im Internet mobilisieren sie nach wie vor zu diversen Aufmärschen in Mecklenburg-Vorpommern. Im Folgenden findet ihr die aktuelle Liste der bevorstehenden Aufzüge mit den Hinweisen auf die Gegenproteste.


Bild: Kreativer Protest gegen rassistische Hetze – Kein Mensch ist illegal!

„MVGIDA“-Aufmarsch am 23.11.15 in Neubrandenburg
Erneut möchte die NPD unter dem Label ihrer Tarnorganisation „MVGIDA“ durch Neubrandenburg marschieren. Am 23.11.15 wollen die Nazis durch die Viertorestadt laufen. Starten soll der braune Spuck um 19 Uhr am Marktplatz. Die Gegenproteste organisieren die Bündnisse Neubrandenburg nazifrei und Neubrandenburg hilft.

Naziaufmarsch am 23.11.15 in Ludwigslust
Ebenfalls am 23. November wollen Nazis und andere Rassist*innen durch Ludwigslust laufen. Beginnen soll der braune Spuck um 19 Uhr.

Aufmarsch besorgter Nazibürger*innen am 24.11.15 in Anklam
Nur einen Tag nach den Aufmärschen in Neubrandenburg und Ludwigslust wollen die besorgten Nazibürger*innen durch Anklam marschieren. Sie treffen sich am 24. November um 18 Uhr in der Lübecker Straße.

Naziaufmarsch am 26.11.15 in Ueckermünde
Am 26. November wollen die ‚besorgten Nazibürger*innen in Ueckermünde aufmarschieren. Sie wollen sich 18 Uhr in der Liepgartener Straße beim Parkplatz treffen.

„Greifswald wehrt sich“-Aufmarsch am 28.11.15 in Greifswald
Am 28. November wollen die fremdenfeindlichen Facebook Gruppen „Greifswald wehrt sich“ und „FFDG“ durch die Hansestadt marschieren. Um 18 Uhr wollen sich die Rassist*innen am Ärztehaus in Schönwalde 1 treffen. Das Bündnis Greifswald für Alle organisiert die Gegenproteste.

„Deutschland wehrt sich“-Aufmarsch am 28.11.15 in Schwerin
Ebenfalls am 28. November will die Facebook Gruppierung „Deutschland wehrt sich“ durch Schwerin marschieren. Die Nazis treffen sich 17 Uhr am Hauptbahnhof Schwerin. Die Gegenproteste organisiert das Bündnis Schwerin für Alle.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 30.11.15 in Wolgast
Erneut möchte die NPD mit ihrem Tarnlabel „MVGIDA“ durch Wolgast marschieren. Das Bündnis „Wolgast kann mehr als völkisch sein“ organisiert die Gegenproteste.

Eine immer aktuelle Liste der bevorstehenden Naziaufmärsche und Hinweise zu den Gegenprotesten findet ihr auf unserer Unterseite ino.blogsport.de/naziaufmaersche/.

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Schwerin: Neonazi-Angriff auf das Komplex und Privatwohnung

++ rechter Übergriff auf Alternatives Zentrum Komplex und Privatwohnung linker Aktivisten +++ Hetze vor Geflüchtetenunterunft +++ Fremdenfeindlicher Aufmarsch diesen Sonnabend in Schwerin +

Pressemitteilung des Komplex Schwerin vom 17.11.2015

Am Montagabend, ca. 21.50 Uhr, versuchte eine Gruppe von 15-20 vermummten Personen in das Kultur- und Wohnprojekt „Komplex“ in der Pfaffenstraße einzudringen.
Die Gruppe, die sich um das ganze Haus herumverteilt hatte, versuchte erfolglos die Eingangstür gewaltsam zu öffnen. Den BewohnerInnen und Besucher an den Fenstern, riefen sie rechte Parolen sowie Gewalt- und Mordandrohungen entgegen. Nach ca. 10 Minuten entfernten sie sich in Richtung Schelfkirche, wo ihre PKW warteten.


Bild: Auch in Schwerin keine Seltenheit – Übergriffe von Neofaschisten.

Wenig später standen sie vor dem Haus eines linken Aktivisten. Unter Vortäuschung einer falschen Identität versuchten die Angreifer, sich Zugang zu verschaffen. Ihnen wurde jedoch nicht die Tür geöffnet. Die Angreifer flüchteten, als sich ein Streifenwagen näherte.

Laut Zeugenberichten wurde später ein Teil der Personengruppe vor der ehemaligen Notunterkunft für Flüchtlinge in Lankow beobachtet. Offenbar löste sich die Gruppe hier auch auf.

Dieser Angriff auf das Komplex war nicht der erste. Vor wenigen Monaten wurde ein Brandanschlag auf das Haus verübt.
Er reiht sich ein in die tägliche Serie von rechten Anschlägen, Einschüchterungen und Gewalttaten in ganz Deutschland. Beflügelt durch eine Menge an rassistischen Demonstrationen, sowie Asylrechtsverschärfungen sehen sich Rechte als Vollstrecker des „erwachten Volkswillens“. Das legitimiert für sie auch Gewalt gegen alles, was nicht in ihr beschränktes Weltbild passt. In der Landeshauptstadt nimmt diese Rolle die Vereinigung „Schwerin wehrt sich“ ein. Organisatorisch und personell unterstützt werden sie durch die NPD. Es ist ein Sammelbecken für Mitglieder von MVgida, Kameradschaften und rechten Hooligans. „Schwerin wehrt sich“ führte wiederholt Kundgebungen durch, auf der sowohl Journalisten als auch politisch anders Denkende bedroht wurden. Gleichzeitig wird in sozialen Medien gegen Flüchtlinge gehetzt. Zuletzt waren Organisatoren und Mitglieder als Teilnehmer auf einer MVgida Demonstration am Montag in Güstrow.

Auch am Samstag werden in Schwerin erneut hunderte RassistInnen durch die Straßen ziehen. Die rechtspopulistische AfD nutzt das aktuelle politische Klima für ihre Zwecke und veranstaltet eine Demonstration unter dem Motto „Asylchaos stoppen“. Vor wenigen Wochen kam es bei der AfD Demo in Rostock zu einem Schulterschluss zwischen der AfD , der NPD und gewaltbereiten Neonazis. Etwas anderes ist in Schwerin nicht zu erwarten.

Wir fordern auf, sich den geistigen Brandstiftern entgegen zu stellen und sich für eine solidarische Gemeinschaft einzusetzen!




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