Archiv der Kategorie 'Satire'

Satiretipp: „Die Anstalt“ vom 18.11.2014

„Satire ist am besten, wenn sie böse ist – oder einfach authentisch. Das beweist die ZDF-Sendung „Die Anstalt“: Ihre Kritik an der aktuellen Asylpolitik bewegt die Zuschauer auch ohne viele Witzchen.“ schreibt der Stern über die aktuelle Folge von Die Anstalt von und mit Claus von Wagner und Max Uthoff. Und in der Tat übertrifft die neue Folge einmal mehr die vorangegangen Sendungen mit treffenden Pointen und bissigen Seitenhieben. Besonderer Gast dieses Mal: Marc-Uwe Kling. Klickt euch rein. ;-)

„… und deshalb haben wir in der EU uns dazu entschlossen eine Regelung zu treffen, die es jedem Flüchtling unmöglich machen soll, Europa zu betreten.“
„Und ab wann gilt das?“
„Nach meiner Kenntnis gilt das sofort, unverzüglich.“

Volker Pispers: „… bis neulich 2014″ auf 3sat

Urban Priol: Tilt! – Tschüssikowski 2013

Extra 3: „Die einzigen Boote die voll sind, sind die vor Lampedusa“ – Die deutsche Asyl- und Flüchtlingspolitik

Seit Jahren ertrinken immer wieder Flüchtlinge vor Italiens Küste. Und was macht die Politik dagegen? Ach ja, genau: Nichts! Justus Kaufhold mit einem Dia-Vortrag über die deutsche Asylpolitik.

Georg Kreisler: „Schützen wir die Polizei!“

Darf man über Nazis lachen?

Soll man sich ernsthaft mit der Frage beschäftigen, ob man über Nazis lachen darf? Publikative.org sagt :Wir finden schon!“ Neben Terror und Gewalt bieten Nazis mit ihrem grotesken Uniformfimmel, ihren Hang zum Marschieren und Fahnenwedeln genug Anlass, sie als die Witzfiguren zu betrachten, die sie nun mal sind, wenn man ihnen die Gewalt wegnimmt. Lachen kann demystifzieren und offenlegen. Den Kommentar von Felix M. Steiner und Andreas Strippel findet ihr auf www.publikative.org.


Bild: Charly Chaplin in seinem Film „Der große Diktator“, indem er sich mit Doppelkreuz und zerplatzender Weltkugel über Hitler und die Nazis lustig macht.. (Screenshot www.youtube.com)

Schwerin: erste „Empört euch!“ Kundgebung der etwas anderen Art

Die Politikverdrossenheit hat in den letzten Jahren in Schwerin wieder zugenommen. Die Kundgebung „Empört euch!“ soll dazu dienen, einiges klar beim Namen zu nennen, mit Spaß und schwarzem Humor… und vor allem in leicht verständiger Sprache. Ziel ist es, einigen das Thema Stadtpolitik verständiger zu machen – mit Humor, Zuspitzungen und leichten Übertreibungen.

Kommt vorbei und lasst euch von einer politischen Kundgebung der besonderen Art mitreißen!

Wann? 01.02.2013 von 13Uhr bis 15Uhr30
Wo? Marienplatz Schwerin

Nachgereicht: „Tilt! Der etwas andere Jahresrückblick mit Urban Priol 2012″

Gernot Hassknecht über Nazi-Bafög vom Verfassungsschutz

Erich Kästner: „Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!“

Aus Anlass der Geburt eines prä-kommunistischen Revolutionärs feiert man in Europa und in anderen Teilen der Welt den Geburtstag Jesu Christ. Erich Kästner hat das bekannte Weihnachtsgedicht „Morgen Kinder wird´s was geben“ umgeschrieben und parodiert, ohne jedoch eine ernste Aussage fhelen zu lassen. Der Ursprüngliche Titel lautete „Weihnachtslied, chemisch gereinigt“ und erschien bereits 1927 in der Zeitschrift „Das Tage-Buch“. Ein gutes Jahr später nahm Erich Kästner es in seine erste Gedichtsammlung „Herz auf Taille“ auf.

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht soweit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen -
Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heil‘ge Nacht -
Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte recht so weit …
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

Volker Pispers: Die Vermögenskrise in einer Demokratie

Die „heute show“ vom 07.12.2012 zum Thema NPD-Verbot

Feine Sahne Fischfilet & Audiolith: Präsentkorb für den Verfassungsschutz

Die landes- und bundesweit bekannte Punk Band Feine Sahne Fischfilet steht seit kurzem bei dem Label Audiolith unter Vertrag. Das aktuelle Album „Scheitern & Verstehen“ sorgte für ordentlich Wirbel. Der Verfassungsschutzbericht des Innenministeriums MV widmete der band sogar mehr Platz, als dem auch in MV mordenden und plündernden Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Für die glänzende Promotion bedankte sich die Band jetzt gemeinsam mit ihrem Label. Wir dokumentieren an dieser Stelle eine entsprechende Pressemitteilung von Audiolith Records vom 13. November. ;-)


Bild: Die Präsentkorbübergabe an das Innenministerium unter anderem mit Feine Sahne Sänger Monchi. (Foto: www.audiolith.net)

Sehr geehrte Medienfreunde,

sicher haben Sie in den vergangenen Wochen etwas über die Band „Feine Sahne Fischfilet“ gelesen. Die Jungs aus Greifswald haben bei uns letzte Woche ihr Album „Scheitern und Verstehen“ rausgebracht. Bis vor kurzem waren sie wirklich nur ausgewiesenen Szenekennern ein Begriff. Dies hat sich mit dem Release schlagartig geändert. Das lag nicht nur an der starken Single und dem tollen Clip, sondern auch an der ausgezeichneten Promotion. So muss das laufen!

Das Lob für diese Promotion gebührt in diesem Fall aber nicht uns, dem Label, und auch unsere ausgefuchsten Promoterinnen und Promoter können die Lorbeeren bei diesem Release nicht einheimsen. Nein! Die Props für die Promo gehen dieses Mal ganz alleine an das Landesamt für Verfassungsschutz in Mecklenburg-Vorpommern! Die 85 Herren und Damen vom VS haben uns einen großen Dienst erwiesen. Ganz umsonst war ihre Arbeit sicher nicht, aber diesmal zahlen nicht wir sondern der Steuerzahler. Cool!

Es erschienen Artikel in der taz, bei Spiegel Online, in der Melodie&Rhythmus, in der Süddeutschen und eigentlich überall sonst auch. Die Single „Komplett im Arsch“ hat inzwischen über 100.000 Plays im Internet und wir müssen das Album „Scheitern und Verstehen“ noch mal nachpressen. Selbstredend waren auch die ersten Shows komplett ausverkauft. Soweit erstmal Cheers!

Weil wir ehrenwerte Kaufleute sind, wollten wir uns auch noch mal persönlich mit Handschlag bei dem Laden bedanken. Das haben wir heute Morgen getan. Mit der Regionalbahn sind wir in die kleinste Landeshauptstadt der Bundesrepublik, nach Schwerin, gefahren und haben das Innenministerium aufgesucht. Weil man auch dort von warmen Worten allein nicht satt wird, haben wir ein kleines Geschenk mitgebracht. Einen herrlichen Präsentkorb von real aus dem Schlossparkcenter – mit Leberwurst, Filterkaffee, grünen Bohnen und anderen Leckereien.

Um dem ganzen noch eine persönliche Note zu geben, haben wir noch die aktuelle Ausgabe des Antifaschistischen Infoblattes (Titel: V-Leute und Aktenvernichter), das Hit-Album „Scheitern und Verstehen“ und eine schöne Dankeskarte mit einer Giraffe drauf beigefügt.

Nach kurzen Irritationen – schließlich sind die Beamten ja im Öffentlichen Dienst und dürfen keine Bestechungen annehmen – durften wir den Korb dann wirklich persönlich übergeben. Der freundliche Pressereferent des Innenministeriums nahm das feine Präsent entgegen. Wir hoffen, dass es komplett und ungeschreddert beim Verfassungsschutz ankommt.

Das Lob und die guten Wünsche werden es sicher tun. Es ist doch schön, wenn man Anderen eine Freude machen kann.

In diesem Sinne!

Antifaschistische Grüße
Euer Audiolith

Alarmierend: Volkstod erreicht die JN!

Erst am 20. Oktober marschierte die Jugendorganisation der neofaschistischen NPD, die „Jungen Nationaldemokraten“ durch die Stadt Wismar, um gegen den sogenannten „Volkstod“ zu demonstrieren.

Wie weit die Verblödung bei Teilen der Bevölkerung schon um sich greift, kann mensch schon alleine im Namen des hiesigen Landesverbandes der JN sehen: „JN Mecklenburg und Pommern“. Gemeint ist natürlich VORpommern, doch wer die falsche Namensgebung für einen Ausrutscher hält, wurde kürzlich eines Besseren belehrt: zum Volkstod gehört offenbar auch die Unfähigkeit, den Kalender zu lesen bzw. überhaupt Zahlen auseinander halten zu können. Auf der Homepage der Jungen Nationaldeppen steht seit kurzem Folgendes:

„Wir wollen leben!“, unter diesem Motto ging die volkstreue Jugend am 20. Oktober 2012 in Wismar auf die Straße. Etwa 350 deutsche Männer und Frauen zwischen Jung und Alt, forderten gestern ihr Recht auf Zukunft ein.“

„Gestern“, also am „21. Oktober“ soll dieser Beitrag veröffentlicht worden sein. Tatsächlich wurde der Eintrag am Montag, den 29. Oktober 2012 um 08:03 Uhr online gestellt. Was ist da passiert Sogar die Jugendorganisation der selbsternannten „einzigen Oppositionspartei“ im Schweriner Landtag scheint bereits von dem BSE-artigem Volkstod betroffen zu sein. Ein alarmierendes Zeichen für die „Bewegung“…

Wir sagen: We love Volkstod! :-)


Bild: Alarmierender Screenshot der „JN Möp“.

Georg Schramm: Wer regiert hier eigentlich?




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