Archiv der Kategorie 'Satire'

Funny van Dannen: Ich habe einen Arbeitsplatz vernichtet

Rostock: Mit der Schweinemaske gegen Demokratie

Große Erfolge haben die „Nationalen Sozialisten Rostock“ (NSR) in den vergangenen Wochen nicht aufweisen können. Der bundesweite Rummel um ihren vermeintlichen Führer Michi Fischer und seiner Freundin Nadja Drygalla war alles andere als angenehm, immer wieder nervt die „Mobile Aufklärung Extremismus“ (MAEX) und selbst für die jüngst auf der ostseeweit bekannten Hanse Sail verteilten Flugblätter interessierte sich niemand.


Bild: Die NSR dokumentierten ihre aktuelle Schweinekopf-Aktion mit einem Video (Screenshot: www.youtube.com)


Bild: Die Bildqualität des Videos wurde auch zum Ende hin nicht besser … (Screenshot: www.youtube.com)

Offenbar war die Stimmung in der Truppe so schlecht, dass irgendwas passieren musste. Mit welcher dämlichen Aktion könnte mensch denn dieses Mal krampfhaft versuchen, Aufmerksamkeit zu bekommen? Das hysterische Absingen des Liedes „Die Gedanken sind frei“ oder das massenweise verkleben von Aufklebern hat sich in der Vergangenheit als wenig nützlich erwiesen. Da kam unseren Antidemokraten doch noch eine Idee: wieso nicht einfach mal tanzen? Zugegeben, die Musik von Landser, Sleipnir oder etwa Anett eignen sich nicht gerade für rhythmische Bewegungen – genau betrachtet eignet sich diese Musik nur zum abschalten. Aber etwas Bassmusik reicht im Notfall ja auch schon. Und weil das plumpe Rumhampeln alleine auch ziemlich fade ist, wurden sich die niedlichsten Schweinskopfmasken über die holen Rüben ziehen. Treffpunkt war dann für alle das Kröpeliner Tor. Aus lauter Vorfreude hatten einige sogar tolle Plakate wie „NS fetzt“ gemalt und mitgebracht. Die Kassette in den alten Recorder gesteckt, dann auf Play gedrückt – und los gings. Wie von einem Schwarm Mücken umgeben hampelte das gute Dutzend quer durch die Kröpi. Als einzig wahre Antikapitalisten ging es noch kurz zu McDonalds und dann weiter zum Rathaus. Unterwegs wurden einige Flugblätter verteilt, die meisten davon landeten ohne langes Lesen im nächstgelegenem Mülleimer. Am ehemaligen Ernst Thälmann Platz endete die Tour auch schon wieder.

Mehr als Kopfschütteln, Desinteresse und teilweise blanke Ablehnung konnte das Grüppchen wieder nicht ernten. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal, Interessen bei der Bevölkerung zu erheischen. Idee: 3+ Ausführung: 4- Inhalt: 6 – setzen!

Greifswald: Junge Union will am Sonnabend abkratzen

Mit einer sogenannten „Putz-Party-Aktion“ macht der Zeit die Junge Union Greifswald von sich reden. Unter dem Motto „Gemeinsam abkratzen“ versucht die Jugendorganisation der CDU offenbar, fehlenden Inhalte und schlechten Umfrageergebnissen zu trotzen. Ob dies gelingen wird ist fraglich, sind doch täglich dutzende Menschen in der Hansestadt unterwegs, um mit hübschen Antifa-Stickern die Tristes der Stadt etwas zu verdrängen.
Am 7. Juli will die Junge Union die Greifswalder Innenstadt „befreien“. Ein entsprechender Flyer wird schon seit geraumer Zeit verteilt. Ab 20Uhr wollen die Jungchristen im Restaurant „Zum Friedrich“ am Fischmarkt dann ihre große Abkratzparty geben. Für zehn „extremistische“ Aufkleber gibt es angeblich ein Freibier. Ausgenommen von den „extremistischen Aufklebern“ sind selbstverständlich Aufkleber des F.C.Hansa Rostock. Was genau sonst noch unter „extremistisch“ zu verstehen ist, kann mensch dem Flyer leider nicht entnehmen.
Lange dürfte die Stadt, selbst wenn es JU und “CDU-Väter und Vorbilder” gelänge, nicht frei von bösen extremistischen Aufklebern sein. Wir empfehlen an dieser Stelle den Roten Shop, Red Stuff oder unsere neuesten Motive. Selbstverständlich nur für den eigenen Kalender.


Bild: Auch in Sachen Sexismus lässt die JU HGW nichts zu wünschen übrig – über Putztipps, von „Freundinnen, (Haus)Frauen, Töchtern und Muttis“ freut sich die Junge Union. (Quelle: www.webmoritz.de)

Konstantin Wecker: Absurdistan

Konstantin Wecker: Das Lächeln meiner Kanzlerin

„Neues aus der Anstalt“ Best of mit Georg Schramm

Georg Schramm: Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises 2012

Ein „Großes Dankeschön“ an M. & Jana – ohne euch wär´s nur halb so lustig!

Viel ist derzeit nicht los auf dem NPD nahen Webportal „Mupinfo“. Ein Großteil der Artikel die dort erscheinen sind von diversen NPD „Weltnetzseiten“ einfach kopiert worden. Als Blickfang muss ein armseliges Spendenbarometer herhalten, immerhin musste die von David Petereit im Sinne des Presserechts betriebene „Nachrichtenseite“ schon so manche Klage hinnehmen.

Ab und zu schreiben selbsternannte Autoren für „Mupinfo“ dann aber doch noch kleine Artikelchen. Besonders hervor tut sich da Jana Grizelski. Schon in der Vergangenheit sorgte sie für Lacher. So benannte sie unter anderem in einem Artikel das „Alternative Wohnen in Rostock“ (AWIRO e.V.) in „Antifaschistisches Wohnen in Rostock“ um. Gleichzeitig wollte sie den Greifswalder Infoladen Zeitraffer in die Niklotstraße 5 und 6 nach Rostock verlegen. Erst vor Kurzem berichtete die Jana über eine Verteilaktion der SDAJ Rostock, die angeblich am 12. MAI 2012 stattgefunden haben soll.


Bild: „Keine Ahnung von nichts“ – Infoladen Zeitraffer steht nicht in Rostock. (Screenshot Mupinfo)


Bild: Kann Jana in die Zukunft schauen? Im April berichtete sie über eine angebliche Aktion im Mai diesen Jahres (Screenshot Mupinfo)

Doch weil Grizelski eine fleißige Deutsche ist, hört sich mit ihren Humoreinlagen nicht auf.

Unter der Überschrift „Mit Spiderman gegen rechts – Antifa-Pimpfe protestieren gegen 1. Mai-Demonstration“ wollte sie einmal wieder ihr ganzes rhetorisches Können unter Beweis stellen. Allein die Überschrift lässt schon tief blicken. Zwar soll der Begriff „Antifa-Pimpfe“ beleidigend oder zumindest abwertend klingen, in Wirklichkeit macht der NS-Vergleich ihre ideologische Verwurzelung mit der NSDAP deutlich. Schon anlässlich des 20. April, Adolf Hitlers Geburtstag, veröffentlichte sie mit heroischem Unterton in ihren Zeilen stolz, dass mit Hilfe von alten Blechdosen und etwas Spiritus das Wort „Freiheit“ an irgend einer verlassenen Autobahn aufgestellt wurde.

Doch weiter mit Janas aktuellem Artikel. In gewohnt abfälliger Manier wird von „angedackelten Sprücheklopfern“ und einem „Gefechtstroß“ berichtet. „Mupinfo“ soll geneigten Leser_Innen suggerieren, es handle sich bei der rechten Seite um ein seriöses Nachrichtenportal. Wild zusammengeschusterte Pöbeleien und überalterte Begriffe lassen davon wenig spüren. Der Versuch sich bürgerlich zu geben, scheiterte wieder einmal daran, dass mensch seine Wut nicht im Zaun halten konnte.

Die NPD brüstet sich gerne damit, dass sie die einzige Partei sei, die sich früh um Neu- und Erstwähler_Innen kümmert. Sogenannte Schulhof-CDs, Schüler-Zeitungen und andere Projekte der rechtsradikalen Partei sollen den Nachwuchs sichern. Empört muss die Jana und der Kamerad „M.“, den Jana extra noch für die verwackelten Bilder zum Artikel dankte, hinnehmen, dass offenbar sogar schon 13 Jährige aktiv gegen Neofaschismus und Rassenhass vorgehen.


Bild: Danke, M., für die überbelichteten und verwackelten Bilder. So etwas schönes haben wir schon lange nicht mehr gesehn! (Screenshot Mupinfo).

Obwohl Neubrandenburg als Stadt mit hohem NPD-Wähler_Innenpotenzial gehandelt wird, traute sich M. offenbar nicht, den jungen Antifaschist_Innen nachzustellen, als diese im Kaufland verschwanden. Auch der Verzierung der Umgebung mit Sprüchen, wie „Nazis raus“ konnte M. nichts entgegensetzen. Schluss endlich musste sich bei der tüchtigen Jana ausgeweint werden. Doch mehr als einen weiteren Lachanfall konnte Klein-Jana auch nicht auslösen. Aber hey, ohne euch beide wär´s die letzten Tage nur halb so lustig gewesen! Also, Kameraden: Weitermachen! ;-)

Volker Pispers: Verleihung des deutschen Kleinkunstpreises 2012

Rostock: Nationales Kindertheater auf dem Ostermarkt

In der Vergangenheit brachten uns die „Nationalen Sozialisten Rostock“ (NSR) immer wieder zum Lachen. Erst vor wenigen Wochen prahlten sie mit einer angeblichen „Sichtpropagandaoffensive“ in der Hansestadt, die sich letztlich als Luftnummer entpuppte. Politische Arbeit liegt eben nicht jedem und so versuchte sich die Komödiantentruppe jetzt beim Theater spielen.

Im Rahmen eines „bundesweiten Aktionstages gegen staatliche Repression“ wollten auch die Kindergarten-Kiddis des „Nationalen Widerstands“ in Rostock mitmachen. Gott sei dank war das Wetter einiger Maßen erträglich, so dass das Kinderspektakel auch ohne Angst vor einem möglichen Schnupfen durchgeführt werden konnte. Hintergrund für die lächerliche Puppenshow sind mehrere Razzien und Festnahmen im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen das als „kriminelle Vereinigung“ eingestufte neofaschistische “Aktionsbüro Mittelrhein”.

Doch fangen wir von vorne an. Weil den neuen Theater-Nationalen ihr Kunststückchen offenbar selbst zu peinlich war, trauten sich die „volkstreuen“ Kameraden nicht gleich, ihr Zauberstückchen aufzuführen. Stattdessen begnügte mensch sich damit, einige Flugblätter an Passant_Innen zu verteilen. Auf einem eigens zur Aktion gedrehten Video können geneigte Zuschauer_Innen dem allseits bekannten Thomas Nowak dabei zusehen, wie er in der Innenstadt rumsteht und verzweifelt versucht, Passant_Innen seine Propaganda in die Hand zu drücken.


Bild: Screenshot nsr-blog: offenbar im israelsolidarischem blau-weiß gehalten…

Schließlich traute sich der erbärmliche Haufen doch noch, das Theaterstückchen aufzuführen. Zwei in schlecht nachgebildeten (das nächste Mal bitte wenigstens die richtige Größe nehmen) Volkspolizist_Innen Uniformen gesteckte nationale Kameraden schleiften Nowak hölzern-gekünstelt vom Platz, während zwei andere ein Transparent in die Kamera hielten. Dazu sangen die tapferen „Sozialisten“ das Lied „Die Gedanken sind frei“. Wie passend, sind doch die Selbstdarstellungsversuche und intellektuellen Gehversuche von Rechts Außen in der Regel frei von jedem rationalen Gedanken.

Auch das bereits erwähnte Video zur Aktion erfreute wohl außer den vermeintlichen Nachwuchskünstlern niemanden, nach nur wenigen Stunden wurde es auf Youtube wieder entfernt. Um der peinlichen Aktion noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen, luden die deutschen Volksgenossen das Video auf Vimeo erneut hoch, standesgemäß mit deutsch-nationalen Rechtschreibfehlern. Auch hier zeigten die „Nationalen“ ihr ganzes Können – Deutsch: 4 minus.


Bild: Screenshot www.vimeo.com – Nationale Volksgenossen sprechen offenbar deutsche Sprache nicht.

Was bleibt ansonsten zu sagen? Wer mit Scheiße um sich schmeißt, wird meist nicht mal bei den eigenen Leuten mit Lob besudelt. Macht man sich bei seinen Feinden jedoch derart unbeliebt, muss man sich nicht wundern, wenn ein ganzer Kübel Scheiße über einem ausgekippt wird. In diesem Sinne, immer schön die Augen offen halten und wenn es im Bereich des Möglichen liegt – einfach mal nachdenken. ;-)

Hagen Rether: Unterlassene Hilfeleistung

Hagen Rether: Nichts interessiert uns

Volker Pispers: Gauck und Wulff

Marc-Uwe Kling: Zehlendorf Mädchen

Volker Pispers: Schulden




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