Archiv der Kategorie 'Termine'

Stralsunder sammeln 248,00 Euro für ehrenamtliche Arbeit

Am 14.08.2016 fand in Stralsund der 1. Lauf gegen Rassismus statt. Die Veranstalter wollten damit ein Zeichen setzen gegen die Ausgrenzung von Menschen mit anderer Herkunft.Die Veranstaltung wurde von Rock gegen Rechts Stralsund e.V. und der AG Flüchtlingshilfe e.V. ins Leben gerufen.

Pressemitteilung der Initiative Rock gegen Rechts Stralsund vom 16.08.16

Schon vor Anmeldebeginn trafen sich viele Läufer und Läuferinnen am Startpunkt. Unter den über 75 Teilnehmenden waren viele Erwachsene aus Stralsund, aber auch zwölf Flüchtlinge und sieben Kinder. Auch ein Trommler aus dem Senegal sorgte für stimmungsvolle Untermalung.

Thomas Budnowski, Koordinator des Laufes, hielt zu Beginn einen Redebeitrag, in dem er Flüchtlinge willkommen hieß und verdeutlichte, welchen Gewinn diese für eine Stadt wie Stralsund sein können.

Mit dem Startschuss ging es für die 75 Läuferinnen und Läufer endlich los! Nach dem üblichen anfänglichen Gewusel lockerte sich das Feld bald auf und schon nach kurzer Zeit hatten die ersten die vier Kilometer entfernte Ziellinie überschritten. Die meisten benötigten weniger als eine halbe Stunde für die Strecke. Auch nach dem Lauf kamen Flüchtlinge und Einheimische in Kontakt. Mangels Alternativen hatten viele Geflüchtete den Lauf in Straßenkleidung absolviert, was umgehend als Problem erkannt wurde und in dem Aufruf: Sportkleidung für Flüchtlinge! resultierte. So gaben viele Teilnehmende Sportkleidung im Parkhotel ab, einem Wohnheim für Asylbewerber.
Eine Laufgruppe des SV Hanseklinikum Stralsund sammelt momentan Sportkleidung, um damit weitere Flüchtlinge auszustatten. Die Einnahmen, die sich auf 248,00 Euro belaufen, gehen zu gleichen Teilen an Rock gegen Rechts Stralsund e.V. und die AG Flüchtlingshilfe e.V., um deren Arbeit zu finanzieren.

Die Veranstaltenden bedanken sich bei allen Läufern, Helferinnen und Unterstützenden für ihr Erscheinen und versprechen schon heute, dass es im nächsten Jahr den 2. Lauf gegen Rassismus geben wird!

Stralsund: Konzert & Lesung: Esther Bejarano feat. Microphone Mafia am 10.09.16 in der St.-Jakobi-Kirche

Frau Bejarano hat mit ihrer Familie viele Jahre in Israel gelebt, bevor sie nach Deutschland kam. Ihr gelingt es sehr gut, aus eigenem Erleben heraus den Gedanken der Verständigung zwischen den „Völkern“ zu vermitteln. Frau Bejarano hat als Jüdin, als junges Mädchen die Hölle des Konzentrationslagers Auschwitz erlebt, überlebt, ohne zu verzweifeln, ohne den Glauben an Humanität und Frieden zu verlieren. Sie hat persönlich erlebt, wie eine völkisch nationalistische Ideologie verbunden mit wirtschaftlichen Interessen in industriell perfekt-organisiertem Massenmord an Millionen Menschen enden kann. Die Lesung, die Aneignung dieser sehr eigenen Biografie von Frau Esther Bejarano zeigt uns, dass es möglich ist, selbst in schwierigen Situationen nicht an den Widrigkeiten eines gesellschaftlichen Umfeldes zu verzweifeln, Respekt vor den geschundenen Menschen in den Konzentrationslagern zu entwickeln und gleichzeitig die Abneigung gegen jegliches gesellschaftliche System zu befördern, das – aus welchen Gründen auch immer – zu Mitteln des Völkermordes greift.

Das Konzert mit der Gruppe Microphone-Mafia macht einfach Spaß. Es ist ein lebendiges Beispiel für die Rolle von Musik, Gesang und Text, als immer wieder verbindendenes Element zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten.

Die Veranstaltung findet am 10. September in der St.-Jakobi-Kirche in Stralsund statt. Um 17 Uhr beginnt die Lesung um um 19 Uhr startet das Konzert. Um Spenden wird gebeten.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Rock gegen Rechts Stralsund, der linksjugend [’solid] MV, der Friedrich-Ebert-Stiftung MV und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen MV.

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Sei dabei: Erster „Lauf gegen Rassismus“ in Stralsund am 14.08.16

+ Erster „Lauf gegen Rassismus“ am 14. August in Stralsund +++ Einnahmen gehen an AG Flüchtlingshilfe und Rock gegen Rechts in Stralsund +++ Treffpunkt 10 Uhr 30 am Thälmanndenkmal ++

Pressemitteilung der Initiative Rock gegen Rechts Stralsund vom 09.08.16

Am 14. August diesen Jahres wird der erste „Lauf gegen Rassismus“ stattfinden. Die Strecke, die gelaufen, aber auch gegangen werden kann, umfasst 4.000 Meter und führt entlang der sommerlichen Sundpromenade. Die Initiatoren laden alle Menschen dazu ein, mitzumachen. Der Treffpunkt für Interessenten ist 10 Uhr 30 Uhr am Thälmanndenkmal. Der Startschuss wird 11 Uhr fallen.

Der Teilnehmer*innen-Beitrag beträgt 3 Euro, ermäßigt 1 Euro. Mit den Einnahmen sollen zwei bekannte Initiativen aus Stralsund gestärkt werden. Dabei ist die AG Flüchtlingshilfe, die sich in den letzten Wochen als eigenständiger Verein gegründet hat und auf vielfältigste Weise Flüchtlinge mit diversen Möglichkeiten unterstützt. Der Stralsunder Verein „Rock gegen Rechts“ wird ebenfalls ein Teil der Einnahmen für seine kulturelle Arbeit verwenden.

Zur Facebook Veranstaltung geht es hier lang. Weitere Informationen gibt es unter www.rockgegenrechts.com.

Neubrandenburg: Beteiligt euch an den Protesten gegen die AfD-Kundgebung am 12.08.16!

Am kommenden Freitag, den 12. August um 18 Uhr will die selbsternannten „Alternative für Deutschland“ eine Kundgebung auf dem Neubrandenburg Marktplatz abhalten.

Zuletzt hat der Kreisverband bereits klar und deutlich gezeigt, dass sie beim Rechtem Flügel ihrer Partei angesiedel ist, indem sie André Poggenburg (Mitglied des Bundesvorstandes der Partei und Sachsen-Anhaltinischen Fraktions- und Landesvorsitzenden) zur Vorstellungsrunde der Neubrandenburger Direktkandidaten eingeladen hatte. Nun folgt die nächste Einladung eines rechten Hardliners innerhalb der Patei, Björn Höcke aus Thüringen.

Hass, Rassismus, Ellenbogengesellschaft – damit sind wir nicht einverstanden und das werden wir gemeinsam mit euch auf dem Marktplatz Neubrandenburg zeigen.

Kommt daher alle am 12.08.2016 um 17 Uhr 30 zur den Kundgebungen! Erteilen wir der AfD eine klare Absage – Neubrandenburg lässt sich nicht blenden! Hier die Liste der Kundgebungen:

Turmstraße, Ecke Marktplatz
17:30 – 21:00 Uhr (Kundgebung von DIE LINKE– Neubrandenburg)

Treptower Straße, Ecke Marktplatz
17:30 – 21:00 Uhr (Kundgebung der SPD – Neubrandenburg)

Stargarder Straße, Am Regionalmuseum
17:30 – 21:00 Uhr (Kundgebung von Die Linke – Neubrandenburg)

Stargarder Straße, Am Stadtmodell
17:30 – 21:00 Uhr (Kundgebung vom DGB – Neubrandenburg)

Bleibt informiert! Nutzt dazu auch diese Kanäle:
Facebook: NBfuerAlle & PortalNordost
Twitter: infonordost
Hashtag: #NB1208
Details: nbnazifrei.de & ino.blogsport.de

Schwerin: Kundgebung der „Alternative für Deutschland“ am 30.07.16 auf dem Marktplatz

+ Kundgebung der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ am 30.07.16 auf dem Marktplatz in Schwerin +++ Antifa19 und Antifa-Jugend Schwerin rufen zu kreativen Protesten auf +++ Stop them all – Nazis und Rechtspopulist*innen entgegentreten! ++

Aufruf der Antifa Gruppe a19 und Antifa-Jugend Schwerin gegen die AfD-Kundgebung am 30.07.16 in Schwerin

Am kommenden Samstag, den 30.07.2016 findet eine Kundgebung der rechten Partei “Alternative für Deutschland” auf dem Marktplatz in Schwerin statt.

Am 04. September sind Landtagswahlen in M-V. Die Zeichen für die Rechtspopulisten, welche von Anfang an die “Ängste” der so genannten “besorgten Bürger” für sich nutzen konnte und die rassistische Stimmung immer weiter befeuerte, stehen sehr gut. Die aktuellen Umfragewerte lassen keinen Zweifel daran, dass die AfD für die kommende Legislaturperiode im Landtag vertreten sein wird.


Bild: Kommt scheinbar nichtüberall gut an – Großflächenplakat der rechtspopulistischen AfD. (Foto eingebunden über a19schwerin.wordpress.com)

Die AfD wird von vielen als “Protestpartei” oder tatsächliche Alternative zu den etablierten Parteien gesehen. Mit ihren Forderungen setzt sich aber kaum jemand auseinander. So will sie z.B. den kürzlich eingeführten Mindestlohn bekämpfen. Abseits des Marktes verfolgt die AfD alles andere als freiheitliche Ziele. So ist sie mit antifeministischen Positionen strikt gegen webliche Selbstbestimmung. Auch soll der Zugang zu Universitäten und Gymnasien erschwert werden und staatliche Kindergärten abgeschafft werden. Dass in dem rechten Weltbild alle Muslime und Refugees als potentielle Attentäter*Innen angesehen werden, Überrascht wenig.
Weitere Argumente, warum die AfD unwählbar ist, liefert die Initiative “Unsere Antwort: Solidarität”.

In den letzten Monaten gab es in Schwerin immer wieder rassistische Pöbeleien und Angriffe, sowie pogromartige Stimmung vor einer Geflüchtetenunterkunft in Lankow. Gerade am Montag gab es einen Angriff auf das linke Kultur- und Wohnzentrum Komplex.

Wir wollen der permanenten Hetze von AfD und Co. etwas entgegen setzen! Zeigt auf jede erdenkliche Weise euren Protest. Seid kreativ und laut!

Kein Platz für Hetze! Protest gegen die AfD-Kundgebung am 20. Juli in Rostock

+ AfD plant Wahlkampfauftakt am 20.07.16 in Rostock +++ Bündnis Rostock nazifrei ruft zu Gegenprotesten auf +++ antirassistische Kundgebungen am Hauptbahnhof ++

Aufruf des Bündnisses Rostock nazifrei gegen den AfD-Wahlkampfauftakt am 20.07.16 in Rostock

Am 20. Juli 2016 will die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ ihren Wahlkampf für die im September stattfindende Landtagswahl in MV starten. Dafür hat sie von 18 bis 20 Uhr eine Kundgebung auf dem Rostocker Bahnhofsvorplatz (Konrad-Adenauer-Platz) mit Bühne angemeldet. Dort will auch die Bundessprecherin der AfD, Frauke Petry auftreten, deren Forderung nach Schusswaffengebrauch zur „Flüchtlingsabwehr“ vor einigen Monaten durch die Medien ging.

Schon im Oktober 2015 rief die rechte Partei ihre Anhänger*innen nach Rostock. Am Aufmarsch beteiligten sich dann auch alle, die die AfD anspricht: Hooligans und organisierte Neonazis genauso wie rassistische „Wutbürger*innen“ und der rechte Stammtisch. Die Veranstaltung reihte sich damit nahtlos in die Aufmärsche von „MVGida“ oder „Deutschland wehrt sich“ ein.

Genauso wie diese Gruppierungen steht die AfD für rassistische Stimmungsmache und trägt damit eine Mitverantwortung, wenn Migrant*innen durch die Straßen gejagt oder Unterkünfte von Geflüchteten angezündet werden.
Doch Rassismus ist nicht der einzige Vorwurf, den sich die Partei machen lassen muss. Sie ist ganz grundsätzlich rückwärtsgewandt und wünscht sich einen autoritären Staat auf völkisch-nationaler Grundlage, in dem die soziale Sicherung privatisiert oder in die Familie zurück verlagert wird. Ihr reaktionäres Gesellschaftsbild wird gerade auch im Umgang mit all jenen deutlich, die nicht heterosexuelle Männer oder Frauen sind.

Doch Rassismus und alle anderen Formen der Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung werden wir nicht unwidersprochen hinnehmen. Deshalb rufen wir alle Menschen, die für eine oene Gesellschaft einstehen auf, gemeinsam mit uns am 20. Juli auf die Straße zu gehen.

Um 17.30 beginnen unsere Kundgebungen in der Goethestraße auf Höhe der Gerhard-Hauptmann-Straße und in der Herweghstraße Ecke Freiligrathstraße Lasst uns der AfD lautstark, kreativ und bunt zeigen, dass sie für uns keineswegs eine Alternative ist.

Bleibt informiert! Nutzt dazu auch diese Kanäle:
Facebook: PortalNordost
Twitter: infonordost
Details: ino.blogsport.de/stopthemall/

Rostock: Vortrag „Identitäre Bewegung im „‚Kampf der Kulturen‘“ am 25.07.16 im Café Median

Spätestens mit dem Aufkommen der Fluchtbewegung im vergangenen Sommer scheint auch das rassistische und faschistische Personenspektrum einen unübersehbaren Auftrieb bekommen zu haben. Eine immer größere Rolle spielen – neben den klassischen Nazikameradschaften – gewalttätig auftretende „Bürgerwehren“, diverse Pegida-Ableger, aber auch sogenannte Intellektuelle, die behaupten außerhalb des Rechts-Links-Schemas zu stehen. Zu den Letztgenannten zählen sich unter anderem die Akteure der Identitären Bewegung. Auch in Mecklenburg-Vorpommern hat sich mittlerweile eine regionale Gruppierung herausgebildet. Der Vortrag am 25.07. ab 19 Uhr im Café Median will über diese Entwicklungen berichten.

Während die Identitären jahrelang als bedeutungsloses Randphänomen im Internet verharrten, machen sie aber seit geraumer Zeit durch Aktionenformen, die eher aus linken Zusammenhängen bekannt sind, auf sich aufmerksam. Auffällig an der Identitären Bewegung ist zudem die propagierte Abgrenzung gegenüber der „alten Rechten“. Ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus und zur „Rassenlehre“ lehne man dementsprechend offiziell ab. Im Gegensatz hierzu gibt man sich moderat, kulturell interessiert und als wahre Antirassisten. So geben sie vor „0% rassistisch, 100% identitär“ sowie „nicht links, nicht rechts, sondern identitär“ zu sein.

Die Identitäre Bewegung versucht sich also an einem Strategiewechsel, mit dem rechte Ideen durch linke Aktionsformen in die Gesellschaft getragen werden sollen. Der Verdacht liegt somit nahe, dass sie sprichwörtlich „alten Wein aus neuen Schläuchen“ servieren. Die Veranstaltung betrachtet die Geschichte, Strategien und Akteure dieser selbsternannten „Bewegung“ und wirft dabei einen Blick auf Mecklenburg-Vorpommern.

Der Vortrag findet am 25. Juli im Café Median statt. Beginn ist 19 Uhr.

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Rostock.

Rostock: Veranstaltung „Nazidorf Jamel? Ein Dorf zeigt Perspektiven!“ am 21.07.16 im Peter-Weiß-Haus

Völkische Siedler sind mit ihrer „Blut und Boden“-Theorie im Norden auf dem Vormarsch. Biobetriebe und Kleintierhalter sind nur ein Ausdruck wie die sonst so isolierten Artamanen Einfluss auf die Lebensmittelindustrie nehmen. Siedler schaffen Gegenden, die einem Reichsmusterdorf aus dem ehemaligen Nazi Deutschland gleichen. Das Ziel ist die Erhaltung der sog. „weißen Rasse“. Diese soll mit Abkapselung vom restlichen Umfeld und Aufbau einer Parallelgesellschaft die völkisch ausgerichtet ist, umgesetzt werden.

Ein Beispiel für diese Gegenden ist das Mecklenburgische Dorf „Jamel“. Hier hat Sven Krüger, ein krimineller Neonazi sein Haus samt Hof. Er wohnt dort mit seiner Familie und schüchtert im Umfeld alle ein, die sich seiner rechtsradikalen Ideologie entziehen. Der sog. „Chef“ im Dorf ist Mitglied der NPD, vernetzt die rechte Szene im Norden, hat eine eigene Abrissfirma und betreibt mit der NPD das „Thing Haus“ in Grevesmühlen. Ein Ort an dem internationale Naziprominenz auf die rechtsradikale Kameradschafts- und Musikszene trifft.

Auch die Familie Lohmeyer lebt in Jamel. Horst und Birgit Lohmeyer widersetzen sich der Naziideologie, veranstalten jährlich ein Festival gegen Rechts mit prominenten Künstlern und wurden schon mehrfach Opfer rechter Übergriffe – egal ob zerstochene Autoreifen, Drohungen oder eine brennende Scheune. Hier kann einem alles widerfahren.

Horst und Birgit Lohmeyer werden einen lebendigen Vortrag halten und darüber sprechen, wie es sich in so einem Dorf lebt. Sie zeigen auf, dass sich ein breites Engagement gegen die Rechte Szene lohnt. Ihr Festival wird auch in diesem Jahr stattfinden, aber gibt’s da noch etwas anderes? Wir werden es erfahren! Schaut vorbei!

Die Veranstaltung findet am 21. Juli im Peter-Weiß-Haus in Rostock statt. Beginn ist 19 Uhr.

Neustrelitz: Film & Gespräch: „Wir sind jung. Wir sind stark.“ am 08.07.16 im Kulturquartier

„Wir sind jung. Wir sind stark.“ erzählt die Geschichte eines Tages, dem 24. August 1992, aus den Blickwinkel unterschiedlicher Menschen. Sie alle eint die Sehnsucht nach einer Heimat, Liebe und Anerkennung. Doch am Ende dieses Tages werden einige von ihnen um ihr Leben fürchten, während andere Molotow-Cocktails werfen und Interviews geben. „Wir sind jung. Wir sind stark.“ zeigt, wie eine Gesellschaft vor den Augen der Weltpresse, in einer der schlimmsten Ausschreitungen der deutschen Nachkriegsgeschichte, moralisch gegen die Wand fährt.

„Qurbani erzählt einfach auf eindringliche und manchmal überraschende Weise. So ist der Film selbst dann, wenn die Masse ihren Hass herausschreit, erstaunlich leise und hallt im Zuschauer umso lauter wider. WIR SIND JUNG, WIR SIND STARK heißt der Film, den man hören und sehen sollte.“ (ZDF Heute Journal)

Die Veranstaltung findet am 08.07.16 im Kulturquartier Neustrelitz (Schloßstraße 12/13) statt und beginnt 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung MV.

Rostock: Diskussionsveranstaltung „Ist das Demokratie oder kann das weg? – Das Kreuz mit der Wahl“ am 06.07.16 im Peter-Weiss-Haus

Wahlen sind der Gipfel. Nämlich der Demokratie. Doch wieso wählen immer weniger? Bei Landtagswahlen ist es oft noch nur noch jeder zweite. Immer mehr Menschen fühlen sich nicht ausreichend vertreten und beteiligt durch eine Wahl alle vier oder fünf Jahre. Klar ist, ohne repräsentative Demokratie geht es nicht, aber die Überzeugungs- und Bindekraft von demokratischen Entscheidungsprozessen, die das Gemeinwohl im Blick haben, ist eingetrübt. Denn Einzelinteressen spielen eine immer größere Rolle. Doch damit ist kein Staat zu machen. Was, wenn das Windrad in der Nähe auf einmal zum Gradmesser für die Demokratie wird oder Lobbygruppen mehr zu sagen haben als der einfache Bürger? Wie steht es um die Abwägung Gemeinwille vs. Einzelinteressen? Ist Demokratie nur noch ein Dienstleister und die Wahl (oder Nichtwahl) der Gang zur Abrechnung? Oder ist doch noch Hoffnung, dass wir alle nicht nur Schönwetterdemokraten sind?

Wahlen allein machen noch keine Demokratie aus. Die Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern möchte mit Ihnen ins Gespräch kommen über die Frage der Weiterentwicklung des demokratischen Gemeinwesens. Lohnt es sich überhaupt zu wählen? Was soll sich in unserer Demokratie verändern? Kritik, Bestürzung, Beipflichtung: Alles ist erlaubt. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Geben Sie uns Ihre Stimme! Dazu haben wir die Form des Legislativen Theaters gewählt. Beim Legislativen Theater werden aktuelle gesellschaftliche Themen mit Schauspieler*innen und Laien auf die Bühne gebracht. Die Zuschauer*innen und anwesende gesellschaftliche und politische Entscheidungsträger*innen können sich einbringen. Seien Sie neugierig, diskutieren Sie mit, Sie sind herzlich eingeladen – zu konstruktiver Diskussion mit künstlerischer Inspiration.

Die Veranstaltung findet am 06.07.16 im Peter-Weiss-Haus in Rostock statt. Beginn ist 17 Uhr.

Prora auf Rügen: Ausstellungseröffnung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ am 30.06.16

Für viele völlig überraschend eröffneten sich 2011 die Verbrechen des selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“setzt sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2007 und der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dessen Auffliegen im November 2011 auseinander. Angehörige der Mordopfer kommen zu Wort, die Bombenanschläge in Köln und die Banküberfälle, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden, werden thematisiert.

Die Ausstellung wird gezeigt im Dokumentationszentrum Prora vom 30.06.16 (ab 17 Uhr) bis zum 22.08.16 mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern.

Rostock: Infoveranstaltung „Polens Rechtspopulist*innen auf dem Vormarsch“ am 07.07.16 im Peter-Weiß-Haus

Mit einer absoluten Mehrheit gelang es der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS), die polnischen Parlamentswahlen im Oktober 2015 zu gewinnen. Seitdem befindet sich Polen in einem extremen Umbruch. Eine Reihe von Gesetzesänderungen läuten den Weg weg von der Demokratie und hin zum autoritären Staat ein.

Hierbei wird ein Überblick über die aktuellen politischen Entwicklungen in Polen gegeben. Der historische Werdegang sowie das politische und gesellschaftliche Wirken der PiS-Partei werden skizziert. Ein Fokus liegt auf dem Ineinandergreifen populistischer sowie faschistischer Strömungen und der neuen Regierung. Hinsichtlich des aktuellen politischen Konfliktgeschehens wird ein Versuch unternommen, mögliche Auswirkungen und Folgen für Polen und Europa aufzuzeigen.

Die Veranstaltung findet am 7. Juli im Peter-Weiß-Haus in Rostock statt und beginnt 19 Uhr.

Ein Kooperationsprojekt der Interventionistischen Linken Rostock und Offemsiv.

Aktuelle Liste rechter Aufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

+ „Alternative für Deutschland“ plant Demonstration in Güstrow und Kundgebung in Rostock +++ „Nationale Sozialisten Waren“ mobilisieren zu einem Aufmarsch am 16.07.16 ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Die „Alternative für Deutschland“ strebt den Sprung in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern an und versucht mit mehreren Veranstaltungen unter freiem Himmel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Eine Gruppe der Autonomen Nationalisten aus Waren mobilisiert für einen Aufmarsch „gegen linke Gewalt“. Hier die aktuelle Auflistung der bevorstehenden Veranstaltungen.

AfD-Demonstration am 18.06.16 in Güstrow!
Für den kommenden Sonnabend plant die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland“ in Güstrow eine Demonstration Am Markt. Obwohl die AfD in ihren Ankündigungen kein konkretes Thema angegeben hat, wurden als Redner*innen unter anderem der AfD-Landessprecher Leif-Erik Holm sowie das AfD-Bundesvorstandsmitglied Armin-Paul Hampel angekündigt. Die Veranstaltung beginnt offiziell um 19 Uhr.

Aufmarsch der „Nationalen Sozialisten Waren“ am 16.07.16 in Waren
Die „Nationalen Sozialisten Waren“ mobilisieren im Internet zu einem Aufmarsch unter dem Motto „Gemeinsam gegen linke Gewalt“. Beginn ist 12 Uhr am Hbf Waren.

AfD-Kundgebung am 20.07.16 in Rostock
Die AfD stimmt sich in den Wahlkampf ein. Neben dutzenden Infoständen in Rostock will die rechtspopulistische Partei am 20. Juli eine Kundgebung auf dem Konrad Adenauer Platz von 18 Uhr 30 bis 20 Uhr durchführen.

Bleibt informiert! Nutzt dazu auch diese Kanäle:
Facebook: PortalNordost
Twitter: infonordost
Details: ino.blogsport.de

Neubrandenburg: Mobi- und Informationsveranstaltung zum No Border Camp in Thessaloniki am 22.06.16 im AJZ

„Grenzen definieren das Gebiet von Nationalstaaten, bilden einen Mechanismus zur Kapitalsicherung, unterteilen Menschen in Rassen und Nationen, befördern Nationalismus und Rassismus. Zudem illegalisieren sie Refugees und legitimieren deren Geringschätzung und die Toten an Grenzen und im Landesinneren.“

Aus dieser Motivation heraus haben sich griechische Aktivist*innen zusammengeschlossen und begonnen das No Border Camp Thessaloniki ins Leben zu rufen. Griechenland wurde in den vergangenen Monaten zu einem Sinnbild der Absurdität von Grenzen und europäischer Grenzpolitik. Das Camp findet vom 15. Juli bis 24. Juli in Thessaloniki, Griechenland statt und soll verschiedenste antirassistisch, antikapitalistisch denkende Menschen aus ganz Europa zusammenbringen.

Beim Mobi-Vortrag erfahrt ihr mehr über die derzeitige Situation von Geflüchteten in Griechenland, die Campstruktur, was genau dort geschehen soll, sowie über eine mögliche gemeinsame Anreise. Also kommt vorbei und sagt’s fleißig weiter :) Nach dem Vortrag gibt’s wie immer legger Vokü.

Die Veranstaltung findet am 22. Juni im Alternativen Jugendzentrum Neubrandenburg statt und beginnt um 19 Uhr.

Greifswald & Rostock: Vortrag „Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933″ am 16. & 17.06.16

Die Rote Hilfe Deutschlands war in der Weimarer Republik eine große Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Trotz ihrer engen Verbindung zur KPD unterstützten Menschen aus verschiedenen Spektren der Arbeiterbewegung ebenso wie linke Prominente die Hilfe für politische Gefangenen und ihre Familien oder einzelne Kampagnen der Roten Hilfe.

Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 wirkten RHD-AktivistInnen in der Illegalität weiter, teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Kleinzellen. Sie sammelten Spenden für politische Häftlinge und deren Angehörige, versorgten Verfolgte und Untergetauchte mit illegalen Quartieren oder organisierten die Flucht ins Exil. Im benachbarten Ausland organisierten Büros der RHD Schlafplätze und materielle Hilfe für die EmigrantInnen und unterstützten die konspirativen Gruppen im Reichsgebiet mit Druckschriften und Geld.

Im antifaschistischen Untergrund waren auffallend viele Frauen aktiv, die nach den Verhaftungen prominenter, meist männlicher, RHD-Mitglieder zentrale Funktionen in der Organisation übernahmen oder „unauffällige“ Hintergrundarbeit leisteten. Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort.

Zur Referentin: Silke Makowski, Jg. 1978, ist Vorstandmitglied des Hans-Litten-Archivs zur Geschichte der Solidaritätsorganisationen der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung sowie der sozialen Bewegungen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte der Roten Hilfe Deutschlands (RHD) in der Illegalität ab 1933. Dazu ist eine umfangreichere Publikation für Herbst 2016 geplant.

In Greifswald findet der Vortrag am Donnerstag, den 16.06.16 in der Kapelle St. Spiritus (Lange Straße 49, 17489 Greifswald) statt und beginnt 19 Uhr.

In Rostock wird der Vortrag im Rahmen des Rote Hilfe-Soli Tresens am 17.06.16 im Café Median statt. Beginn ist 19 Uhr 30.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: