Archiv der Kategorie 'Termine'

Buchlesungen „Deutschland, deine Nazis“ mit Sören Kohlhuber am vom 15.-06. bis 13.08. in Mecklenburg-Vorpommern

Sören Kohlhuber beobachtet als freier Journalist die Entwicklung der rechten Szene in Deutschland und dokumentiert regelmäßig deren Aufmärsche. Sein Buch „Deutschland, deine Nazis.“ spiegelt seine Erfahrungen im Umgang mit Neonaziaufmärschen im Jahr 2014 wider. Im Fokus stehen dabei die regionalen Unterschiede sowohl der agierenden Neonaziszene, als auch der Aktivitäten, die ihnen entgegengesetzt werden. Während der Veranstaltung wird er aus seinem Buch lesen und später für Diskussionsfragen bzw. -beiträge bereit stehen.

Lesetermine:
• 15. Juni in Neubrandenburg im AJZ
• 18. Juni in Greifswald im Klex
• 02 Juli in Lärz auf der Oase der Fusion
• 13. August in Gadebusch auf dem Sommerschlacht 2016

Festival contre le racisme in Greifswald

Heute beginnt in Greifswald das einwöchige “festival contre le racisme”, eine bundesweit stattfindende Kampagne gegen Rassismus, Xenophobie und Ausländerfeindlichkeit.

Seit 2003 wird die in Frankreich geborene Kampagne “festival contre le racisme” jährlich auch an deutschen Hochschulen durchgeführt, in diesem Jahr zum ersten Mal an der Universität Greifswald. Im Rahmen des Festivals werden verschiedene antirassistische Projekte, Vorträge und Partys organisiert und gemeinsam mit unterschiedlichen lokalen Initiativen, Vereinen und Hochschulgruppen durchgeführt.

Die Greifswalder Ausgabe des “festival contre le racisme” beginnt heute Nachmittag mit einem von elektronischer Musik begleiteten Umzug (“Bass ist Muss! ROSA gegen Rassismus!”) durch die Stadt und endet am kommenden Sonntag mit einem Länderstammtischbrunch im Garten des Stadtteilzentrums Schwalbe. Dazwischen finden unter anderem ein Begegnungstag im Willkommenszentrum Mole, ein Grillen mit den Landtagskandidaten der demokratischen Parteien sowie eine Filmvorführung (“Die Kriegerin“) statt.

Besonderes gespannt sein darf man auf drei Vorträge — zum einen berichten Greifswalder Flüchtlingshelfer von ihrem Engagement in Griechenland im Frühjahr 2016, zum anderen lädt der Greifswalder Bildungsverein verquer am Donnerstag zu einem Vortrag über Populismus, Rassismus und die neue Rechte in Deutschland ein und schließlich wird der antifaschistische Fotojournalist Sören Kohlhuber am Wochenende über seine Arbeit berichten. Für Musik, Tanz und Zerstreuung wird beim Aktionstag im Klex sowie auf den beiden Partys im Mensaclub gesorgt.

programm “festval contre le racisme” (PDF, 276 kb)

Text übernommen mit freundlicher Genehmigung des Fleischervorstadt-Blogs.

Neubrandenburg: Buchlesung „Deutschland, deine Nazis“ mit Sören Kohlhuber am 15.06.16 im AJZ

Sören Kohlhuber beobachtet als freier Journalist die Entwicklung der rechten Szene in Deutschland und dokumentiert regelmäßig deren Aufmärsche. Sein Buch „Deutschland, deine Nazis.“ spiegelt seine Erfahrungen im Umgang mit Neonaziaufmärschen im Jahr 2014 wider. Im Fokus stehen dabei die regionalen Unterschiede sowohl der agierenden Neonaziszene, als auch der Aktivitäten, die ihnen entgegengesetzt werden. Während der Veranstaltung wird er aus seinem Buch lesen und später für Diskussionsfragen bzw. -beiträge bereit stehen.

Die Veranstaltung findet am 15. Juni im Alternativen Jugendzentrum Neubrandenburg statt und beginnt um 20 Uhr.

Demonstration „Gemeinsam gegen Rassismus“ am 11. Juni in Rostock Groß-Klein

+ Demonstration „Gemeinsam gegen Rassismus“ am 11.06.16 um 17 Uhr Haltepunkt Lichtenhagen +++ Kundgebung „Grenzenlose Solidarität statt Rassismus“ ab 13 Uhr am Schiffbauerring in Groß-Klein +++ Kommt zur Demo und geht anschließend zur Kundgebung! ++

Von Franziska Wilke und Janin Krude

Nazis und andere Rassist*innen pöblen seit Tagen vor einer Unterkunft für unbegleitete minderhjährige Geflüchtete in Rostock Groß-Klein. Um der rassistischen Hetze entgegenzutreten rufen das Bündnis Rostock Nazifrei und die Initiative Rostock hilft für diesen Sonnabend zur Demonstration „Gemeinsam gegen Rassismus“ in Groß-Klein auf!
Lasst uns gemeinsam mit Menschen, die schon lange im Viertel leben und denen die gerade erst angekommen sind, ein solidarisches Zeichen für eine gemeinsame bessere Zukunft setzen. Treffen ist am Samstag den 11.06. um 16 Uhr 30 an der S-Bahn-Haltestelle Parkstraße oder direkt um 17 Uhr am S-Bahnhof Lichtenhagen.

Aufgrund der bestehenden Situation wird zudem das Festival contre le racisme kurzfristig nach Groß Klein verlegt und mit der Demonstration kombiniert. Neben einer Kundgebung mit Redebeiträgen von Refugees und anderen antirassistisch Aktiven unter dem Motto „Grenzenlose Solidarität statt Rassismus“, dürft ihr euch auf ein vielfältiges Programm zum Mitmachen und Informieren freuen. Sowohl Bastel- und Infostände, Kinderbespaßung, kulturelle Acts, als auch ein bisschen was zu futtern werden am Start sein. Kommt vorbei und bringt eure Freund*innen und Lieblingsmenschen mit!
Die Kundgebung findet am Schiffbauerring 71 (18109 Rostock) statt und beginnt bereits 13 Uhr.

Rostock: Vortrag & Diskussion „Reclaim the Game“ am 10.06.16 im Freigarten des Peter-Weiß-Hauses

Anlässlich des Beginnes der Europameisterschaft des Männer*fussballs stellt die Faninitiative Fußballfans gegen Homophobie sich und ihre Arbeit vor.

Warum hat sich die Initiative mit ihrem lila Werbebanner vor fünf Jahren gegründet? Hat sich der Fußball seit dieser Zeit verändert? Diese und andere Fragen beantwortet das Eingangsreferat von Antje und Christian der Initiative. Darüber hinaus werden nicht nur ausgewählte Bilder der über 100 Bannerstationen gezeigt, die von der Kreisliga bis nach Mexiko reichen, es wird auch auf die Gründe für Homophobie sowie die damit verbundene Vorstellung von einer starken und heterosexuellen Männlichkeit im Fußball eingegangen.

Die Veranstaltung findet am 10. Juni im Freigarten des Peter-Weiß-Hauses in Rostock statt und beginnt 19 Uhr.

Rostock: „Festival contre le racisme“ vom 11.-24.06.16

Auch 2016 gibt es in Rostock ein „Festival contre le racisme“, organisiert, von viele Initiativen und Organisationen. Hier die Liste der Veranstaltungen. Es lohnt sich, denn es ist für jede*n etwas dabei!

Kundgebung mit Infoständen – „Grenzenlose Solidarität statt Rassismus“: 11.06. von 12.00 bis 18.00 Uhr

Aufgrund der bestehenden Situation in der Stadt wird das Festival contre le racisme kurzfristig von der Niklotstraße nach Groß Klein verlegt und mit der Demonstration „Gemeinsam gegen Rassismus“ kombiniert. Details zur Demo findet ihr hier .
Neben Redebeiträgen von Refugees und anderen antirassistisch Aktiven, viele Infostände, ein Kinderprogramm, Bastelstände, was leckeres zu Essen und kulturelle Acts auf der Bühne.
Mehr Infos bekommt ihr hier.

Soliparty Medinetz meets Rostock Hilft
11.06. ab 22 Uhr im Peter-Weiss-Haus

Der Solieintritt von 4-6 Euro geht an das Medinetz Rostock e.V. (medizinische Flüchtlingshilfe) und Rostock hilft e.V.. Mit Livemusik von Akzentzeichen und Otterwechsel.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Vortrag: „Antimuslimischer Rassismus“
14.06. um 18 Uhr Hörsaal 224 Haus 1, Ulmenstraße 69

Die AfD ist sich einig: der Islam gehöre angeblich nicht zu Deutschland, Muezzinrufe und Minarette sollten verboten werden. Antimuslimischer Rassismus findet sich in den Medien, an den Stammtischen und mittlerweile auch bei Parteien, die in einigen Bundesländern bis zu 24,3 % der Wähler*innenstimmen erhalten. Was bedeutet das aber für die Betroffenen? Wie hat sich das Leben für Musliminnen und Muslime in Deutschland in den letzten Monaten und Jahren verändert? Sind die Ressentiments neu oder doch Teil eines gesellschaftlichen Systems? Imam-Jonas Dogesch wird versuchen auf diese und weitere Fragen Antworten zu geben und allem voran aufzuzeigen, wie die Lebenswirklichkeit für Musliminnen und Muslime in Mecklenburg-Vorpommern aussieht. Im Anschluß an den Vortrag wird es Platz für eine Diskussion geben. Schließlich wollen wir noch gemeinsam etwas zu Essen zubereiten und essen.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Refugee´s stage: Vortrag mit Geflüchteten zum Thema „Wahrnehmung der Demokratischen Grundrechte“
15.06. um 18 Uhr im Stadtteilbegegnungszentrum „Bürgerhus“ Gerüstbauerring 28

Geflüchtete blockieren eine Straße in Jördenstorf im Landkreis Rostock um auf ihre unzumutbaren Lebensbedingungen aufmerksam zu machen. Der Landkreis reagiert umgehend:  “Wer mit solchen Aktionen wie in Jördenstorf die öffentliche Ordnung gefährdet, verbessert seine Chance auf eine bessere Unterkunft nicht.” (Michael Fengler, Sprecher Landkreis Rostock). Im Rahmen der ersten Veranstaltung der Reihe “Refugee Stage” laden wir Beteiligte nach Rostock ein, um ihre Sicht der Dinge zu erfahren. Was hat die Bewohner_innen zu dieser verzweifelten Aktion veranlasst, die zur außerplanmäßigen Schließung der Notunterkunft in Jördenstorf führte? Wie stehen Geflüchtete in Deutschland für ihre Rechte ein und wie können sie dabei unterstützt werden? Wie geht die Mehrheitsbevölkerung mit der demokratischen Teilhabe Geflüchteter um? Im anschließenden Gespräch wollen wir diese Themen beleuchten.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Stadtrundgang „Rostock unterm Hakenkreuz“
16.06. um 15 Uhr Doberaner Platz

„Rostock unterm Hakenkreuz“ versucht das Grauen der Jahre 1933-45, welches auch in Rostock Einzug gefunden hatte, greifbar zu machen. Im Rahmen eines zweieinhalb bis dreistündigen Stadtrundganges werden wir verschiedene Erinnerungsorte aufsuchen und Informationen zu den Menschen und Ereignissen dieser Orte erfahren. Im Rahmen dieses Rundganges wird außerdem Juri Rosov, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rostock nachvollziehen und Einblick in das jüdische Leben im heutigen Rostock bieten. Wer also Interesse hat, Rostock einmal von einer anderen Seite kennen zulernen, kann kostenlos am Stadtrundgang teilnehmen.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Empowerment-Training in Stralsund
17.06. 16 Uhr bis 19.06. 14:30 Uhr DHJ Jugendherberge, Strandstraße 21, 18439 Stralsund OT Devin

Dieses Training richtet sich an sogenannte People of Colour, schwarze Deutsche, Deutsche mit Migrationshintergrund, Migrant*innen, Menschen, die in Deutschland rassistische Erfahrungen machen. Leitfragen sind: Wie können wir trotz der tagtäglichen Wirklichkeit von Rassismus unsere eigenen persönlichen Ziele verfolgen? Wie können wir konstruktiv in dieser Gesellschaft leben? Und was können wir tun, um Rassismus zu verringern?
Der Workshop wird durchgeführt von den Trainer_innen Mutlu Ergün-Hamaz und Mira Sackeyfio des Phoenix e.V. und wird organisiert vom Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V. der Teilnahmebeitrag beträgt 75,00 € für Berufstätige und 50,00 € ermäßigt.
Hinweis: Anmeldung per E-Mail an jaeger@eine-welt-mv.de erforderlich!
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Antirassistisches Fußball- und Basketballturnier
18.06. 13:00 – 18:00 Uhr Sportplatz Mendelejewstraße

Im Vordergrund der Turniere stehen neben dem Spaß, ein faires und respektvolles Miteinander. Zudem sollen die Turniere ein klares Zeichen gegen Rassismus und jegliche Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit setzen. Denn leider ist es noch immer so, dass insbesondere in Stadien, der Halle oder auf dem Bolzplatz diskriminierendes Verhalten in Wort und Tat an der Tagesordnung steht. Also kommt zahlreich vorbei und zeigt gemeinsam mit uns, dass es auch anders geht! Leibchen zur Teamunterscheidung werden unsererseits gestellt.
Kosten? Keine
Teamsstärke: 1-4 plus Auswechsler_innen
Es soll zumindest versucht werden, Mixed-Teams aufzustellen. Reine Frauenteams sind auch gern gesehen.
Spielmodus: Geplant sind 10 Teams in zwei 5er-Gruppen.
Sonstiges: Eine kleine Verpflegung für die Teams (Getränke und Obst) wird unsererseits gestellt.
Anmeldungen fürs Basketballturnier unter: antira@uni-rostock.de
Teamstärke: 5 Personen
Es wird davon ausgegangen, dass ungefähr 8 Teams zusammen kommen werden.
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Kinderbuchlesung im Peter-Weiß-Haus
19.06. 14:00 – 17:00 Uhr Okja-Raum, Peter-Weiss-Haus

Wir laden euch ein mit uns und auch auf eigene Faust Kinderbücher zu entdecken, in denen nicht die Prinzessin vom Prinzen gerettet wird, eine Familie nicht immer aus Mutter, Vater und Kind bestehen muss und Kinder nicht nur Tomi und Annika heißen, sondern Huma oder Ayşe. Die Welt und das Leben bieten mehr!
Wir stellen eine Auswahl an Kinderbüchern mit diskriminierungsfreien Inhalten vor. Einige Bücher werden in gemütlicher Runde vorgelesen. Es wird für alle Kinder von 3 – 8 Jahren etwas dabei sein. Es wird einen Büchertisch der anderen Buchhandlung geben und weiterführendes Infomaterial zu diskriminierungsfreier Kinderliteratur.
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Kundgebung „Uni für Alle!“
20.06. 15 Uhr Universitätsplatz

Viele Menschen, die nach Deutschland fliehen, sind jung und möchten sich ein neues Leben aufbauen. Dazu brauchen sie einen Zugang zu guter Ausbildung. So wie alle anderen eben auch. Erinnern wir die Hochschulleitung daran, dass diese Aufgabe in ihre Verantwortung fällt!
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Filmvorführung „Revision“
20.06. 20 Uhr Lichtspieltheater Wundervoll

Am 29. Juni 1992 entdeckt ein Bauer zwei Körper in einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern. Ermittlungen ergeben, dass es sich bei den Toten um rumänische Staatsbürger handelt. Sie werden bei dem Versuch, die EU-Außengrenze zu überschreiten, von Jägern erschossen. Diese geben an, die Menschen mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Vier Jahre später beginnt der Prozess. Welcher der Jäger den tödlichen Schuss abgegeben hat, lässt sich nie beweisen. Das Urteil: Freispruch. dpa meldet: „Aus Rumänien ist niemand zur Urteilsverkündung angereist.“  In den Akten stehen die Namen und Adressen von Grigore Velcu und Eudache Calderar. Ihre Familien wussten nicht, dass jemals ein Prozess stattgefunden hat. Mit REVISION wird ein juristisch abgeschlossener Kriminalfall einer filmischen Revision unterzogen, die Orte, Personen und Erinnerungen miteinander verknüpft und ein fragiles Geflecht aus Versionen und Perspektiven einer „europäischen Geschichte“ ergibt.
Der Eintritt für die Veranstaltung beträgt 6 Euro, ermäßigt für Studierende 5 Euro.
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Vortrag „Umgang mit Nazis in Vereinen“
21.06. 18:00 – 19:30 Uhr Bildungskeller Haus 1, Ulmenstraße 69

Neonazis nutzen Vereine, um ihre Parolen zu verbreiten oder Geflüchtete aus Vereinen herauszudrängen. Im Rahmen dieses Workshops sollen entsprechende Erfahrungen und der Umgang mit Neonazis in Vereinen diskutiert werden. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem BUND M-V e.V.
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Theaterstück „Asyl-Dialoge“ mit anschließender Diskussion
23.06. 19 Uhr Peter-Weiss-Haus

Die ASYL-DIALOGE erzählen von Begegnungen, die Menschen verändern, von gemeinsamen Kämpfen in unerwarteten Momenten – eine dieser Geschichten spielt in Osnabrück, wo seit März 2014 ein breites Bündnis solidarischer Menschen bereits 30 Abschiebungen verhindern konnte und somit für viele bundesweit zum Vorbild wurde…
Wir hören diese Geschichte aus erster Hand, aus der Perspektive zweier junger Aktivist*innen, die gezwungen sind, sich ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei zu liefern. Die Geschichte konfrontiert uns mit der Frage, wie viel Mut wir entwickeln können, wenn aus zunächst lose verbundenen politischen Akteur*innen gute Freund*innen werden.
Die ASYL-DIALOGE entstanden durch ausführliche Interviews, lediglich gekürzt und ohne sprachliche Veränderungen: dokumentarisches, wortgetreues Theater.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
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Filmvorführung und Gespräch „Private Revolutions. Jung-Weiblich-Ägyptisch“
24.06. 19 Uhr Lichtspieltheater Wundervoll mit Hoda Saleh

Die Österreicherin Alexandra Schneider flog nach Kairo, um dort über zwei Jahre hinweg vier Frauen und ihr politisches Engagement zu verfolgen.
Amani engagiert sich mit ihrer Radiostation und ihrem Verlag für mehr Frauenrechte und stößt als unverheiratete Business-Frau alle vor den Kopf. Fatema versucht ihre politische Karriere bei den Muslimbrüdern mit ihren Verpflichtungen als Mutter zu vereinbaren. Die Nubierin May kündigt ihren Job als Bankerin, um ein Entwicklungsprojekt im konservativen Süden Ägyptens aufzubauen. Sharbat widersetzt sich ihrem Mann sowie ihrem sozialen Umfeld und riskiert alles, indem sie mit ihren Kindern gegen das Regime demonstriert.
Die Österreicherin Alexandra Schneider flog nach Kairo, um dort über zwei Jahre hinweg vier Frauen und ihr politisches Engagement zu verfolgen.
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Neustrelitz: Aktionstag & Demonstration „Flagge zeigen gegen Fremdenfeinde und für eine menschliche Asylpolitik!“ am 11.06.16

Das Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt in Neustrelitz lädt für den 11. Juni zu vielfältigen Aktivitäten und Erlebnissen ein.

◦ Das Rehabilitationszentrum Neustrelitz e.V. im Bürgerseeweg 21 öfnet seine Türen für die ganze Familie und gibt unter anderem Einblicke in die Arbeit des Vereins. Geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr.

◦ Auf dem Spielplatz in der Heinrich-Mann-Straße in Kiefernweide veranstaltet DIE LINKE ein Kinderfest. Los geht’s 10 Uhr

◦ Um 14 Uhr 30 findet in der Stadtkirche ein Gottesdienst zur Einführung der neuen Pröbstin mit anschließendem Empfang im Borwinheim statt

◦ Um 14 Uhr 30 findet die Demonstration „Flagge zeigen gegen Fremdenfeinde und für eine menschliche
Asylpolitik!“ des Aktionsbündnisses „Vielfalt statt Einfalt“ statt. Treffpunkt ist Kirchenallee / Ecke Strelitzer Chaussee.

◦ Um 15 Uhr 30 ist ein gemeinsames Luftballon-Steigenlassen an an allen Standorten statt.

Für ein weltoffenes und tolerantes Neustrelitz!

Rostock: Kundgebung „Erhalten statt Abreißen! Für ein Kultur- und Wohnprojekt in Toitenwinkel“ am 08.06.16 ab 15 Uhr auf dem Neuen Markt

Kommt am Mittwoch, den 08. Juni, um 15 Uhr zum Rathaus auf den Neuen Markt zur Kundgebung gegen den Abriss!

In Rostock ist bezahlbarer Wohnraum knapp, die Mieten steigen und steigen. Es gibt zu wenig Räume für Kultur, Politik, Kunst, Sport und zum Leben. Wir vom Verein Soziales Rostock wollen deswegen in Toitenwinkel ein alternatives Kultur- und Wohnprojekt schaffen! Ab Juni wird das ehemalige Kitagebäude zum Lebensbaum 16 leerstehen. Die Stadt plant den Abriss noch in diesem Jahr. Der Abriss allein wird 190.000 Euro kosten. Wir wollen den Abriss verhindern und das Gebäude nutzen. Dafür wollen wir, dass uns die Stadt das ehemalige Kitagebäude übergibt! Die Bürgerschaft wird am 8.6. ab 16 Uhr dazu entscheiden. Dazu brauchen wir eure Unterstützung! Lasst uns gemeinsam für mehr Freiräume in Rostock kämpfen, bevor es zu spät und das Gebäude abgerissen ist!

Mehr Infos findet Ihr unter wohnprojekte-rostock.de/SozialesRostock und systemausfall.org/wikis/soziales-rostock oder schreibt an soziales-rostock[ätt]wohnprojekte-rostock.de.

Greifswald: Workshop „Rechte Parteien und ihre Wähler“ am 23.08.16 an der Universität Greifswald

Rechtspopulistische Parteien gewinnen aktuell in weiten Teilen Europas an Zustimmung. So unterlag zuletzt bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich Norbert Hofer, der Kandidat der FPÖ, erst knapp im zweiten Wahlgang. Auch in Deutschland konnte sich mit der AfD eine rechtspopulistische Partei etablieren und in eine Reihe von Landtagen einziehen. Die Prominenz dieser Parteien im öffentlichen Diskurs und ihre Wahlerfolge werfen Fragen auf, denen wir uns in einem Workshop nähern wollen.
Strukturiert wird der Workshop entlang von vier Perspektiven der sozialwissenschaftlichen Forschung auf die aktuellen Erfolge rechter Parteien.

▪ Prof. Frank Decker (Universität Bonn)gibt einen Überblick über rechtspopulistische Parteien in Europa. Neben Unterschieden zwischen rechten Parteien wird er Bedingungen für deren Erfolg identifizieren.

▪ Einen Blick auf den Parteienwettbewerb in Österreich bietet Prof. Reinhard Heinisch (Universität Salzburg), der am Beispiel der FPÖ über Ursachen und Konsequenzen rechtspopulistischer Erfolge referieren wird.

▪ Islamophobie ist das Thema des Beitrags von Prof. Marc Helbling (Universität Bamberg), der aktuelle Befunde zu Ursprung und Konsequenz von Feindseligkeit gegenüber Muslimen vorstellen wird.

▪ Prof. Christian Schemer (Universität Mainz) nähert sich in seinem Beitrag ebenfalls einem Thema, das eng mit den aktuellen Erfolgen rechtspopulistischer Parteien verknüpft ist. Er wird über den Zusammenhang zwischen der medialen Darstellung von Einwanderung und der öffentlichen Meinung sprechen.

Der Workshop richtet sich an Interessierte aus Wissenschaft, politischer Bildung und Medien. Wir laden Sie herzlich ein, in der Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern mit unseren Referenten aktuelle und grundsätzliche Fragen zu rechten Parteien und ihre Wähler zu diskutieren.

Der ganztägige Workshop findet am 23. August in Greifswald statt (Beginn 9.30 Uhr). Organisiert wird der Workshop von Prof. Hubertus Buchstein, Prof. Jochen Müller (beide Universität Greifswald), der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und dem Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald. Es wird keine Tagungsgebühr erhoben.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Teilnahme nur nach Anmeldung per E-Mail (an Melanie Schultz, poststelle[ätt]lpb.mv-regierung.de) bis zum 12. Juni 2016 möglich. Für Rückfragen zu Ablauf und Inhalt des Workshops steht Prof. Jochen Müller (jochen.mueller[ätt]uni-greifswald.de) zur Verfügung.

Ludwigslust: Lesung „Hier zu leben, hat mich sehr wachsen lassen“ am 07.06.16

Die Amadeu Antonio Stiftung, der Verein Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V. und das Zentrum für Bildung, Erholung und Freizeit Ludwigslust laden ein zu einer Lesung aus der Broschüre „Hier zu leben, hat mich sehr wachsen lassen“ – Lebenssituationen von einheimischen und geflüchteten Muslim*innen aus Mecklenburg-Vorpommern.

Aktuell erreichen viele Migrant*innen und Asylsuchende Mecklenburg-Vorpommern. In ihren Versuchen, sich nach Vertreibung und Flucht sowie angesichts unsicherer Bleibeperspektiven so etwas wie einen Alltag aufzubauen, sehen sich diese Menschen mit einer besonderen Form der Ablehnung und des Hasses konfrontiert: dem antimuslimischen Rassismus bzw. (geläufiger) der Islamfeindlichkeit. Nicht alle von diesem Rassismus betroffenen Menschen sind Muslim_innen – das Vorurteil trifft genauso christliche Syrer_innen oder Eriträer*innen – aber die Mehrheit unter ihnen schon. Doch das Wissen über muslimisches Leben hierzulande ist äußerst begrenzt und bestimmt von verzerrten Bildern.

Mit dem Projekt „Land zum Leben – für alle?“ Antimuslimischer Rassismus im ländlichen Raum soll eine von diesen Verzerrungen befreite Wahrnehmung muslimischen Lebens in M-V ermöglicht werden, eine Wahrnehmung, die auch die Perspektive der betroffenen Minderheit miteinbezieht. Schließlich haben diese Menschen das Recht auf ein gewaltfreies und menschenwürdiges Leben hierzulande. Wenn wir wollen, dass sie bleiben und helfen, unsere schrumpfenden Dörfer und Städte in M-V wieder zu beleben, übernimmt unsere Gesellschaft auch die Pflicht, solch ein Leben zu ermöglichen.

Lola für Demokratie in M-V, das Zebef e.V. sowie die Amadeu Antonio Stiftung laden Sie deshalb ein zu einer Lesung aus der ersten Publikation des Projekts, einer Sammlung von Lebensgeschichten von Muslim_innen aus M-V. Im Anschluss an die Lesung findet eine Diskussionsveranstaltung statt.

PROGRAMM:

19 Uhr
Eröffnung und Begrüßung durch Anne Bertram (zebef e.V.), Vorstellung des Projekts der Amadeu Antonio Stiftung zu antimuslimischem Rassismus: Tobias Scholz (Amadeu Antonio Stiftung)

19 Uhr 20
„Hier zu leben, hat mich sehr wachsen lassen.“ Lebenssituationen von einheimischen und geflüchteten Muslim_innen aus Mecklenburg-Vorpommern: Lesung mit dem Schauspieler Eray Egilmez

19 Uhr 50
Podiumsdiskussion mit Sanaa Laabich (Vorstand Islamisches Kulturzentrum Greifswald e.V.), Imam-Jonas Dogesch (Sprecher von Migranet M-V), Teshome Toaspern (Nirro = Leben; Hilfe in Äthiopen e.V.)

Die Veranstaltung findet am 07. Juni im Alexandrinenplatz 1 in Ludwigslust statt. Beginn ist 19 Uhr.

Hausrechtsklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Greifswald: Kein Podium für die AfD – gegen die Veranstaltung der Rechtspopulist*innen in der Klosterschenke am 06.06.16!

+ Veranstaltung der „Alternative für Deutschland“ kommenden Montag in der Klosterschenke in Eldena +++ Bündnis „Greifswald für alle“ kritisiert den sorglosen Umgang mit der AfD +++ Mahnwache gegen AfD-Hetze gegenüber der Klosterschenke (Wolgaster Landstraße 27) ++

Das Bündnis Greifswald für alle kritisiert die Zusage der Klosterschenke an die AfD, dass diese ihre Veranstaltung in den Räumlichkeiten dort durchführen darf. Denn die AfD heizt mit populistischen Aussagen in Deutschland das Klima u.a. gegen Geflüchtete stetig an. Alle DemokratInnen sollte in Zeiten von steigender Gewalt gegen Nicht-Deutsche und im jetzigen politischen Klima ein klares Bekenntnis für Weltoffenheit setzen. Der Eigentümer der Klostertschenke sollte als Mitglied einer demokratischen Partei für Toleranz und Vielfalt stehen.

Als Gast für die Veranstaltung wurde der ehemalige Bundesvorsitzende der AfD Konrad Adam eingeladen, der bereits in der Vergangenheit durch inakzeptable Aussagen in der Öffentlichkeit auffiel. So regte er beispielsweise an, über die Abschaffung des Wahlrechts für (wie er es nennt) Nichtleistungsträger wie z.B. Arbeitslose, Rentner und Beamte nachzudenken. Das allgemeine und gleiche Wahlrecht ist aber bei uns in Deutschland Teil der Verfassung und zählt somit als besonders schützenswertes Gut.

Auch Aussagen, die von anderen Mitgliedern der Partei geäußert beziehungsweise befürwortet wurden, stehen im direkten Widerspruch zu den Werten und Grundsätzen unseres Landes. Wir erwarten, dass der AfD in Zukunft kein Podium für ihre fremdenfeindlichen und undemokratischen Parolen geboten wird.

Das Bündnis „Greifswald für alle“ ruft daher dazu auf, ab 18 Uhr 30 vor der AfD-Veranstaltung an der Mahnwache von „Greifswald für Alle“ für die Unantastbarkeit der Menschenwürde und aller daraus ableitbaren Rechte teilzunehmen.

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Nach Übergriffen auf Geflüchtete in Rostock – Groß Klein: Heute Solidaritätsdemonstration gegen rassistische Hetze um 17 Uhr 30 am Haltepunkt Lütten Klein

+ 30 teils angetrunkene Rassist*innen pöbelten vor Geflüchtetenunterkunft +++ Hitlergrüße, „Sieg Heil“ Rufe und Prügeleien mit afrikanischen Mitmenschen vergangene Nacht +++ antirassistische Demonstration heute um 17 Uhr 30 am S-Bahn Haltepunkt Lütten Klein ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Gestern versammelten sich rund 30 teilweise s tark alkoholisierte Neonazis vor der Begegnungsstätte für minderjährige unbegleitete Geflüchtete in Rostock Groß Klein im Schiffbauerring. Etwa 70 Menschen kamen spontan zum Schiffbauerring, um ihre Solidarität mit den Geflüchteten zu zeigen und sich den Nazis in den Weg zu stellen.


Bild: Nicht nur in Rostock – Refugees welcome here!

Trotzdem kam es in der Nacht zu einer Schlägerei zwischen den völlig betrunkenen Nazis und einigen Mitmenschen auf Afrika. Die Polizei war zwar mit starken Kräften vor Ort, ließ aber die Rassist*innen eine unangemeldete Spontandemonstration durchführen. Mehrere Augenzeugen berichteten eben von „Sieg Heil“ Rufen und Hitler Grüßen, die jedoch ungeahndet blieben.

Wir müssen alle davon ausgehen, dass es in den nächsten Tagen erneut zu Übergriffen auf Geflüchtete und/oder deren Helfer*innen kommen kann.

Um zu zeigen, dass ihnen das Viertel nicht gehört, findet heute Abend um 17 Uhr 30 am S-Bahn Haltepunkt Lütten Klein eine Solidaritätsdemonstration für die Geflüchteten und gegen rassistische Hetze statt! Kommt vorbei und bringt noch Menschen mit!

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NPD- und AfD-Veranstaltungen im Juni/Juli in Mecklenburg-Vorpommern

+ Öffentliche Veranstaltungen von Nazis und Rechtspopulist*innen im Juni/Juli in M-V +++ „MVGIDA“-Aufmarsch am 05.06.16 in Pasewalk +++ AfD-Vernastaltungen am 03.06. in Wismar und 20.07. in Rostock ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

Die Landtagswahlen rücken näher und die AfD und NPD versuchen wieder verstärkt sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Während die NPD sich nach wie vor hinter Tarnnamen wie „MVGIDA“ versteckt, tritt die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland“ ganz offen auf. Hier eine Übersicht der aktuellen Termine.


Bild: Staat. Kapital. Nation. Scheiße. – Demonstration gegen nationalistische Hetze.

„MVGIDA“-Aufmarsch am 05.06.16 in Pasewalk
Zum vierten Mal will die NPD-Tarnorganisation durch die Stadt Pasewalk marschieren. Unter dem gähnendlangweiligen Motto „Asylbetrug stoppen“ wollen sich die Rassist*innen am 5. Juni um 16 Uhr 45 in der Friedenstraße (Parkplatz) treffen.

AfD-Kundgebung am 20. Juli in Rostock
Die AfD stimmt sich in den Wahlkampf ein. Neben dutzenden Infoständen in Rostock will die rechtspopulistische Partei am 20. Juli eine Kundgebung auf dem Konrad Adenauer Platz von 18 Uhr 30 bis 20 Uhr durchführen.

AfD-Veranstaltung am 03.06.16 in Wismar
Der Kreisverband Nordwestmecklenburg der selbsternannten „Alternative für Deutschland“ veranstalten am 3. Juni einen Vortragsabend mit dem AfD-Mitbegründer Dr. Konrad Adam in Wismar. „Was wir wollen, wofür wir stehen, um was wir kämpfen“ lautet der Titel der Veranstaltung, die um 19 Uhr im Steigenberger Hotel (Am Mark 24, 23966 Wismar) beginnt. In einer entsprechenden Ankündigung heißt es „Alle Bürger sind herzlich willkommen“ ;-)

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Rostock: Informationsveranstaltung ukrainischer Kriegsdienstverweigerer Ruslan Kotsaba am 31.05.16 im Peter-Weiß-Haus

Ruslan Kotsaba, Journalist und Blogger, hat in einer Videobotschaft den Kriegsdienst in der Ostukraine verweigert und auch andere dazu aufgerufen. Dafür sitzt er seit über einem Jahr in Haft. Die Anklage lautet auf Staatsverrat und Behinderung der Streitkräfte der Ukraine. Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) hat bereits einmal eine Delegation zu seinem Prozess entsandt. Parlamentarier und internationale Menschenrechtsorganisationen verfolgen den Fall. Amnesty International hat Ruslan als zurzeit einzigen „prisoner of conscience“ der Ukraine anerkannt.
DFG-VK und Connection e.V. organisieren im Mai und Juni eine Rundreise seiner Ehefrau durch Deutschland. Am 31. Mai ist Uliana Kotsaba in Rostock zu Gast. Sie wird über Ruslans Haftumstände und den Fortgang des Gerichtsverfahrens informieren. Begleitend wird der Osteuropahistoriker David X. Noack über die historischen und politischen Hintergründe des Ukrainekonflikts sprechen. Auf Staatsverrat stehen in der Ukraine 12 bis 15 Jahre Gefängnis.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 31. Mai im Peter-Weiß-Haus in Rostock statt und beginnt 19 Uhr im Möckelsaal.

Eine Veranstaltung der DFG-VK-Regionalgruppe Mittleres Mecklenburg und des Rostocker Friedensbündnis.

Rostock: Filmführung & Gespräch „Rabbi Wolf“ am 23.05.16 im LiWu

Bereits in ihrer Doku „Im Himmel, unter der Erde“ widmete Filmemacherin Britta Wauer sich 2011 dem Judentum – genauer gesagt: dem jüdischen Friedhof in Berlins Stadtteil Weißensee. In diesem Film begegnete sie dem ungewöhnlichen Rabbiner William Wolff. Er machte einen solchen Eindruck auf sie, dass sie ihm daraufhin einen ganzen Film widmete: Rabbi Wolf.

William Wolff wurde 1927 in eine jüdische Familie hineingeboren. Im Alter von sechs Jahren floh er mit seinen Eltern und seinen zwei Geschwistern erst nach Amsterdam, dann 1939 weiter nach London, wo er später als politischer Journalist für den Daily Mirror tätig wurde. 1979 bis 1984 ließ er sich schließlich zum Rabbiner ausbilden und trat 2002 eine Stelle in Mecklenburg-Vorpommern an – in Schwerin, Wismar und Rostock, wo es zuvor 68 Jahre lang keinen jüdischen Geistlichen gab. 2015 endete seine dortige Amtszeit als Landesrabbiner.

Der Film wird am 23. Mai 2016 im Lichtspieltheater Wundervoll (Barnstorfer Weg 4, Rostock) ab 19 Uhr gezeigt. Anschließend gibt es ein Gespräch mit Rabbi William Wolff und der Regisseurin Britta Wauer.

Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung MV




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