Archiv der Kategorie 'Zeitzeugen'

Stralsund: Konzert & Lesung: Esther Bejarano feat. Microphone Mafia am 10.09.16 in der St.-Jakobi-Kirche

Frau Bejarano hat mit ihrer Familie viele Jahre in Israel gelebt, bevor sie nach Deutschland kam. Ihr gelingt es sehr gut, aus eigenem Erleben heraus den Gedanken der Verständigung zwischen den „Völkern“ zu vermitteln. Frau Bejarano hat als Jüdin, als junges Mädchen die Hölle des Konzentrationslagers Auschwitz erlebt, überlebt, ohne zu verzweifeln, ohne den Glauben an Humanität und Frieden zu verlieren. Sie hat persönlich erlebt, wie eine völkisch nationalistische Ideologie verbunden mit wirtschaftlichen Interessen in industriell perfekt-organisiertem Massenmord an Millionen Menschen enden kann. Die Lesung, die Aneignung dieser sehr eigenen Biografie von Frau Esther Bejarano zeigt uns, dass es möglich ist, selbst in schwierigen Situationen nicht an den Widrigkeiten eines gesellschaftlichen Umfeldes zu verzweifeln, Respekt vor den geschundenen Menschen in den Konzentrationslagern zu entwickeln und gleichzeitig die Abneigung gegen jegliches gesellschaftliche System zu befördern, das – aus welchen Gründen auch immer – zu Mitteln des Völkermordes greift.

Das Konzert mit der Gruppe Microphone-Mafia macht einfach Spaß. Es ist ein lebendiges Beispiel für die Rolle von Musik, Gesang und Text, als immer wieder verbindendenes Element zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten.

Die Veranstaltung findet am 10. September in der St.-Jakobi-Kirche in Stralsund statt. Um 17 Uhr beginnt die Lesung um um 19 Uhr startet das Konzert. Um Spenden wird gebeten.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Rock gegen Rechts Stralsund, der linksjugend [’solid] MV, der Friedrich-Ebert-Stiftung MV und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen MV.

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945 – Werner Knapp: „Hurra, wir leben noch!“

Werner Knapp ist Jahrgang 1921 und schrieb seine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 auf. Der Beitrag wurde zuerst veröffentlicht in der mittlerweile vergriffenen Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei“.

Den 8. Mai 1945 erlebte ich als Angehöriger eines tschechoslowakischen Panzerregiments bei der zur Festung erklärten Stadt Dünkirchen. Tausende Wehrmachtsangehörige der 226. Granatwerferdivision, SS-Einheiten und Soldaten anderer Waffengattungen hatten sich dorthin geflüchtet. Noch wenige Tage vor Kriegsende war es ein letztes Mal zu heftigen Gefechten gekommen. Obwohl nach den Siegen der Roten Armee bei Stalingrad, Kursk und ihres siegreichen Vormarsches sowie des von den Alliierten eingenommenen Paris und weiteren Vorrückens an der 2. Front, die Niederlage des faschistischen Deutschlands besiegelt war, versuchten die Eingeschlossenen noch am 10. April 1945, unterstützt von schwerem Artilleriebeschuss und Flammenwerfern, von uns eingenommene Objekte zurückzuerobern. Sechs Tage dauerten die für beide Seiten verlustreichen Kämpfe, als sich die Angreifer auf ihre Ausgangspositionen zurückziehen mussten. Die Nachricht über die bedingungslose Kapitulation des faschistischen Deutschlands löste dann bei uns allen unbeschreiblichen Jubel aus, der sich mit der Begeisterung der örtlichen Bevölkerung (Bourbourg) verband. Neben der Genugtuung über den Sieg des antifaschistisch-demokratischen Anliegens der Völker war es die Freude darüber, diesen Krieg trotz vieler schlechter Erlebnisse überlebt zu haben.
In die Tschechoslowakei zurückgekehrt, stellte ein Erlass der Regierung allen Kriegsteilnehmern frei, sich demobilisieren zu lassen. Viele, mit denen man durch die Kriegstage eng verbunden war, verließen die Einheit und drängten nach den Jahren der Trennung zurück zu ihren Familien. Für lange Abschiedszeremonien gönnte man sich nur wenig Zeit. Auch in der Tschechoslowakei überschlugen sich die Ereignisse. Mein Ausscheiden aus der Armee war vor allem von den Erwartungen an eine ungewisse Zukunft in Deutschland bestimmt. Ohne falsche Illusionen kehrte ich nach Erledigung aller Formalitäten der Demobilisierung im Dezember 1945 in die damalige sowjetische Besatzungszone zurück, um mich, wie andere auch, in den Aufbau eines neuen antifaschistisch-demokratischen Deutschlands einzureihen. Meine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 bleiben eng verknüpft mit den vorangegangenen Jahren der Emigration und des Krieges.

Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945 – Harri Czepuk: „Befreiung von der Vergangenheit“

Harri Czepuk ist Jahrgang 1927 und schrieb seine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 auf. Der Beitrag wurde zuerst veröffentlicht in der mittlerweile vergriffenen Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei.“

Das offizielle Kriegsende am 8. Mai 1945 erlebte ich teilweise unter eigenartigen Umständen hinter Stacheldraht eines Kriegsgefangenenlagers im damaligen niederschlesischen Sagan. Eigentlich war für mich der Krieg bereits am 29. April am Ortsrand des märkischen Dorfes Halbe beendet, nachdem ich die für mich längste und schrecklichste Nacht vom 28. Zum 29. April erlebt – oder besser gesagt – überlebt hatte. Ich lag am Morgengrauen in einer Kiefernschonung, dort etwa, wo sich heute der Wald mit dem größten deutschen Soldatenfriedhof erstreckt. Von der an dieser Schonung angrenzenden Ackerfläche herkommend, dröhnte ein Lautsprecher mit der akzentfrei deutsch gesprochenen Aufforderung, doch endlich die Waffen niederzulegen, das unsinnige Töten einzustellen und sich der Roten Armee zu ergeben. Rings um mich erhoben sich plötzlich, in der Dunkelheit von mir nicht bemerkt, zwischen zahllosen Toten, zahlreiche Köpfe deutscher Soldaten, in denen offensichtlich die Frage rumorte, wie bei mir: Soll man oder soll man nicht… Da war einerseits die jahrelange Nazipropaganda über die schrecklichen Bolschewisten, die nun in Deutschland eingedrungen seien, um uns alle auszurotten. Das hatte seine Wirkung oft nicht verfehlt. Da war andererseits bei mir persönlich die antifaschistische Erziehung im Elternhaus, mit Einschätzungen über die Russen, die nicht mit dieser Nazipropaganda übereinstimmten. Da war also ein gewisses Einerseits und Andererseits. Zwar ließ uns der Lautsprecher nicht viel Zeit, denn drohend war der Einladung die Mitteilung gefolgt, dass ab 11.00 Uhr die Artillerie der sowjetischen Streitkräfte das Dorf und die umliegenden Wälder unter konzentriertes Feuer nehmen würde, das niemand überleben werde. Dass dies kein leerer Spruch sein würde wussten alle, die seit dem 16. April, dem Beginn der Oderoffensive gegen Berlin, vor allem innerhalb des Kessels von Halbe, gekämpft hatten. Neu war, dass wir Soldaten plötzlich die Freiheit hatten, selbst zu entscheiden. Denn die Führung der 9. Armee mit General Busse und seinem Anhang war in der schon erwähnten Nacht über Leiche fahrend und auf eigene Soldaten schießend, aus dem Kessel ausgebrochen, den größten Teil der Untergebenen ihrem Schicksal überlassend. Doch bei denen gab es unterschiedliche Entscheidungen. Ein Teil wollte das Wagnis eingehen und der Generalität, also der bisherigen Führung nach Westen folgen. Ein anderer Teil erklärte: Ehe mich die Russen umbringen, erschieße ich mich selber. Die Überreste genau jener Entscheidungen liegen heute unter schlichten Grabsteinen auf dem Waldfriedhof von Halbe. Aber ein nicht unwesentlicher Teil der in der Schonung Lagernden nutzte die zwar auf tragische Art, aber immerhin erfolgte Befreiung von der Vergangenheit, um den Versuch zu unternehmen, das eigene Leben zu retten.
Mehr und mehr werdend nahmen sich deutsche Soldaten nach der schrecklichen Schlacht von Halbe ihre neue Freiheit, um sich paradoxerweise in Gefangenschaft zu begeben.
Im Gutshof, in der Nähe des Autobahnabzweiges Berlin-Dresden-Berlin-Forst, wurden wir gesammelt und registriert. Ein erstes Aufatmen. Es gab auch etwas zu essen. Erneutes Aufatmen. Mit den Leuten, die man umbringen will, macht man nicht solche Umstände. Nach zwei Tagen ging es in einer Tausende zählenden Marschkolonne auf der Autobahn Richtung Forst. Außer dieser Marschkolonne wurde die Autobahn, die ja bis zum damaligen Breslau reichte, nur noch von sowjetischen Panzer- und LKW-Kolonnen genutzt, um die zur Festung erklärte damalige schlesische Landeshauptstadt zu stürmen. Das Breslau Festung wurde, hatte nicht die Rettung der Stadt, sondern neben ihrer Zerstörung auch die Vertreibung der Bevölkerung durch die Nazis zur Folge. Dass diese Vertreibung heute geschichtsfälschend genutzt wird, gehört zum Missbrauch mancher Freiheiten, die wir erleben.
Am 5. oder 6. Mai traf unsere Kolonne über Forst kommend in Sagan ein. Unterwegs hatte die Gerüchteküche Hochkonjunktur. So wurde u.a. verbreitet, dass amerikanische Truppen gemeinsam mit den Resten der Naziwehrmacht auf dem Wege seien, die Sowjetarmee wieder von deutschem Boden zu vertreiben. Inzwischen weiß die Welt, dass einige Nazigeneräle, u.a. General Wenck mit seiner 12. Armee solche Pläne hegten, die auch in dessen Kapitulationsangebot vom 3. Mai 1945 an die US-Armee enthalten sind. Die US-Streitkräfte hielten sich jedoch an die Abmachungen der Antihitlerkoalition. Und so wurden die in der Nacht vom 8. Zum 9. Mai als Zeichen der Freude über den militärischen Sieg abgefeuerten Leuchtspursalven aus vielen Handfeuerwaffen der sowjetischen Soldaten zunächst von einigen fanatischen Nazis missverstanden. Doch der Wahn war kurz. Am Morgen des 9. Mai wurden die Phantasten auf den Boden der Wirklichkeit zurückgeholt.
Aber noch etwas fand in Sagan statt, wie übrigens in vielen anderen Lagern mit deutschen Kriegsgefangenen auch: eine demonstrativ sichtbar gemachte Auflösung des Deutschen Reiches. Über Nacht gab es kaum noch Deutsche. Überall fanden sich Gruppen zusammen, die sich landsmannschaftlich vom deutschen Reich lossagten. Sie nähten sich Landesfähnchen an ihre Mützen und Rockärmel. Dabei waren sie in ihrer Auswahlbreite nicht zimperlich. Nur Österreicher und Ungarn wussten um ihre neue Unabhängigkeit. Elsässer, Lothringer, Saarländer und Rheinländer votierten für Frankreich, auch wenn manche rechtsrheinisch beheimatet waren. Bayern schmückten sich mit blau-weißen Farben, Badener, Württemberger, Hannoveraner und Sachsen erinnerten sich plötzlich, einmal einen König gehabt zu haben. Selbst kleinste Fürstentümer wurden auf diese Weise vom Deutschen Reich gelöst. Der einfache Grund für dieses Abwracken der großdeutschen Nation war die Bekanntgabe der sowjetischen Lagerleitung, dass alle Nichtdeutschen demnächst aus der Gefangenschaft entlassen werden würden. Und da wundern wir uns heute, dass es mit der deutschen Einheit nicht klappen will? Aus geschichtlicher Erfahrung und beim Nachdenken über die Zukunft muss man feststellen, dass eben mehr und vor allem anderes zur Lösung der nationalen Frage gehört, als das, was 1870/71 oder zwischen 1933 und 1945 bzw. 1989/90 angerichtet wurde.

Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945 – Henny Dreifuss: „Glücklich und traurig zugleich“

Henny Dreifuss ist Jahrgang 1924 und schrieb seine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 auf. Der Beitrag wurde zuerst veröffentlicht in der mittlerweile vergriffenen Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei“.

Die Befreiung erlebte ich am 3. September 1944 in Lyon. Dort war ich seit Januar 1943, um am Widerstand teilzunehmen. Ich hatte mit meinen von Hans Kralik hergestellten falschen Papieren so manche Kontrolle in dieser Zeit überstanden.
Bei ihrem hektischen Abzug aus Lyon – die Befreiungsarmee kam das Rhônetal entlang – hatte die Wehrmacht noch die Brücken über die Rhône und die Saône in die Luft gesprengt und die französische Miliz schoss von den Dächern. Ich erinnere mich gut daran, wie ich in einem Hausflur in der Rue de Brest Zuflucht gefunden hatte und dachte, jetzt möchtest du nicht sterben.
Da ich im Auftrag der Bewegung „Freies Deutschland“ auf dem Flughafen Lyon-Bron gearbeitet hatte, um für die Herstellung unserer illegalen Schriften die Atmosphäre einzufangen, war es richtig und auch notwendig, mich in dem Trubel der Befreiung für einige Wochen in einer FTP-MOI-Einheit (Abkürzung von Francs-tireurs et partisans main d’oervre immigré – d. Red.) von Teilnehmern am Widerstand aus verschiedenen Ländern Europas einzugliedern.
Ich war damals gerade 20 Jahre alt und sehr beeindruckt und froh, nun meine Gefährten aus dem illegalen Kampf kennen zu lernen. Ich wusste, dass es sie gab, aber die konspirative Arbeit brachte es mit sich, dass ich nur wenige kannte, mit denen ich unmittelbar zu tun hatte. Es war eine Zeit, in der ich glücklich und traurig zugleich war. Glücklich, dass ich überlebt hatte, dass dieser grausame Krieg zu Ende und der Faschismus geschlagen war. Traurig bei dem Gedanken an all diejenigen, die das nicht mehr erleben konnten. Die Ungewissheit plagte mich auch, was aus meinen Eltern und meinem Bruder geworden war. Die ersten Deportierten, die überlebt hatten, kamen zurück und berichteten von den unvorstellbaren Grausamkeiten der Nazis. Am 8. Mai 1945 war ich schon in Paris. Es war endlich das Kriegsende in einer aufgewühlten Stadt, deren Bevölkerung – so schien es mir – gar nicht mehr nach Hause ging. Tag und Nacht war Betrieb auf den Boulevards. Es waren unvergessliche Tage.
Noch im Sommer 1945 kehrte ich in meine Heimatstadt Mannheim zurück. Vieles Ka anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Die Vorzeichen des „Kalten Krieges“ ließen nicht lange auf sich warten. Die sogenannte Entnazifizierung traf die Kleinen. Kriegsverbrecher wurden kaum bestraft. Die Großindustrie machte schnell wieder Geschäfte du Profite. In den Behörden tummelten sich bald wieder die alten Nazis. Breite Teile der Bevölkerung beteuerten, „von nichts gewusst zu haben“.
Zum Glück stellen nachwachsende Generationen viele Fragen, um deren Antwort ich mich bis heute als Zeitzeugin immer wieder bemühe.

Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945 – Heinz Kessler: „Einer der schönsten Tage meines Lebens“

Heinz Kessler ist Jahrgang 1920 und schrieb seine Erinnerungen an den 8. Mai 1945 auf. Der Beitrag wurde zuerst veröffentlicht in der Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei.“

Der für die Völker Europas und der Welt von Hitlerdeutschland begonnene furchtbare Raubkrieg hatte ein Ende gefunden. Nach meiner Rückkehr von der sowjetisch-deutschen Front nach Deutschland wurde ich als Leiter des Hauptjugendausschusses beim Magistrat von Berlin berufen. In den ersten Junitagen 1945 rief mich ein Genosse an, es war der spätere Vorsitzende der KPD Max Reimann, und sagte mir: „Deine Mutter lebt. Ich weiß, wo sie ist, nämlich dort, wo auch meine Anverwandten sind. Mach dich fertig, ich hole dich ab und wir fahren dorthin.“

Wir fuhren in den Berliner Stadtbezirk Tiergarten in eine Schule. Meine Mutter, eine vor 1933 schon aktive Antifaschistin und Kommunistin, war im Sommer 1941, nachdem ich auf die Seite der sowjetischen Armee übergelaufen war, in das berüchtigte größte Frauenkonzentrationslager deportiert worden. Beim Herannahen der Sowjetarmee hatten sich die Naziaufseherinnen zivile Kleidung angelegt und die noch lebenden Insassen des KZ zwischen die Fronten getrieben. Auf einem langen und entbehrungsvollen Marsch wurden sie schließlich von den sowjetischen Truppen in Gewahrsam genommen und in diese Schule gebracht. Nach der Identifizierung der Frauen wurden einige Angehörige, wie z.B. der oben genannte Genosse, informiert. Nach Ankunft in der Schule stand meine Mutter mir und ich ihr nach vielen Jahren das erste Mal wieder gegenüber. Wir umarmten uns und schämten uns unserer Tränen nicht. Meine Mutter, abgehärmt, erzählte mir brockenweise tief bewegt und erschüttert von den psychischen und physischen Demütigungen, von den Quälereien, von den vielen KZ-Insassen, die durch die faschistischen Aufseherinnen und Aufseher ums Leben gekommen waren. Sie gab ihrer Freude Ausdruck und verhehlte nicht ihren Stolz darüber, dass ich nicht zuletzt dank der durch sie erfahrenen Erziehung den antifaschistischen Ideen treu geblieben war und mich mit meinen bescheidenen Mitteln an der Seite der Sowjetarmee am Kampf gegen die Hitlerbarbarei unter Einsatz aller meiner Möglichkeiten beteiligt hatte. Ich selbst konnte neben meiner unendlichen Freude, meine Mutter wieder in den Armen zu halten, meine große Hochachtung vor dieser Frau, der Antifaschistin, Kommunistin nicht verbergen.

Es war vielleicht rückblickend einer der erlebnisreichsten und schönsten Tage meines Lebens. Ich versuchte sie zu überzeugen, hier in Berlin zu bleiben, um nach ihrer psychischen und physischen Gesundung am Aufbau der antifaschistischen demokratischen Ordnung teilzunehmen Sie versagte mir diesen Wunsch und erklärte, dass sie an ihre frühere politische Wirkungsstätte, wo ja auch meine Schwester Ruth lebte, nach Chemnitz zurückkehren wollte. Das fand bei mir Verständnis. Sowie sich ihre physischen Kräfte stabilisiert hatten, nahm sie teil am Aufbau der KPD, wirkte mit bei der Vereinigung von SPD und KPD und leistete, wie mir viele Genossen und Genossinnen bestätigten und ich bei meinen Besuchen in Chemnitz/Karl-Marx-Stadt selbst feststellen konnte, vor allem im sozialpolitischen Bereich in der Stadt und im Bezirk eine verantwortungsvolle und umfangreiche Arbeit. Ihre besondere Aufmerksamkeit widmete sie der Vermittlung ihrer politischen und Lebenserfahrungen bei den Kindern und den Jugendlichen. Es war ihre feste Überzeugung, dass die Eltern im Allgemeinen und die Mütter im Besonderen eine riesige Verantwortung dafür tragen, dass die heranwachsende Generation im humanitären Sinne erzogen, frei sein müsse von jeglichem Rassismus und lernen müsse für die Rechte der Jugend, der werktätigen Menschen zu kämpfen. Besonders lag ihr am Herzen, sich niemals dafür herzugeben, für die kapitalistische Gesellschaft Eroberungskriege durchzuführen.

Und so setzten wir, wie sie mich gelehrt hatte und ich selbst erfahren und gelernt hatte, unsere gesellschaftliche Tätigkeit für die Sicherung des Friedens gegen Eroberungskriege fort. Aus dieser Sicht hatte dich der Kreis mit einer prächtigen und mutigen Frau, meiner Mutter Hedwig Keßler und mir, den zum Antifaschisten gereiften und zum Kommunisten gewordenen Menschen, geschlossen.

Artikelreihe „Institutionen im Nazi-Staat“ und Zeitzeugenberichte „Erinnerungen an den Tag der Befreiung“

+ Artikelreihe zu Institutionen und Organisationen im Dritten Reich +++ Zeitzeugen berichten vom Tag der Befreiung 1945 +++ 8. Mai: Tag der Befreiung“ Was sonst? ++

Von Janin Krude und Marko Neumann

1945 befreiten die Alliierten Streitkräfte Europa vom deutschen Faschismus. Der schrecklichste und barbarischste Krieg bis dahin hatte nach fünf Jahren ein Ende gefunden. In den kommenden Wochen werden wir euch in mehreren Artikeln Institutionen und Organisationen des Dritten Reiches vorstellen. Des Weiteren veröffentlichen wir insgesamt vier Zeitzeugenberichte von Menschen, die den 8. Mai 1945 selbst miterlebt haben. Die Berichte wurden zuerst veröffentlicht in der mittlerweile vergriffenen Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei“. Wir danken den Herausgeber*innen für die Zustimmung der neuerlichen Veröffentlichung.

Kirchenkampf, Reichsbischof und die „Deutsche Kirche“ – Die christlichen Kirchen im beginnenden Dritten Reich
Obwohl die christlichen Werte wie „Nächstenliebe“ und Gebote alá „du sollst nicht töten“ auf den ersten Blick diametral zur Weltanschauung der Nazis stehen, gab es vielfältige Kollaboration, aber auch Widerstand. Dieser Beitrag bietet einen abrissartigen Überblick zu die verschiedenen Facetten des Verhältnisses von Kirchen und der Nazi-Bewegung in den Anfängen des Dritten Reiches.

Das engmaschige System von Konzentrations- und Vernichtungslager im Dritten Reich
Keine andere Einrichtung des Dritten Reiches steht so symbolisch für den Terror und die Unmenschlichkeit der Nazis und ihrer Ideologie wie das flächendeckende Netz von Konzentrations- und Vernichtungslager. Welche Funktionen hatten die Lager, wo standen die sie und was mussten die Häftlinge in den KZ’s erleiden? Dieser Abriss gibt einen Überblick über diese und andere Fragen.

Bauen im Nazi-Staat: die „Deutsche Arbeitsfront“ und die „Organisation Todt“
Es gab keinen Bereich, der nicht versucht wurde von den Nazis zu durchdringen. Für die größenwahnsinnigen Bauvorhaben, wie der „Welthauptstadt Germania“, und militärische Großprojekte, wie dem „Westwall“ waren uniforme Organisationen nötig, die solche Baumaßnahmen umsetzen konnten. In diesem Beitrag werden in der gebotenen Kürze die „Deutsche Arbeitsfront“ und die „Organisation Todt“ vorgestellt.

Wer oder was war der „Reichsnährstand“ im Dritten Reich?
Der „Reichsnährstand“ war eine wichtige Instanz zur Sicherung der Macht der Nazis im Bereich der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung im Dritten Reich. Die Erinnerung an die britische Seeblockade während des Ersten Weltkriegs, die damit einher gegangene Hungersnot und die daraus entstandene Kriegsmüdigkeit der Deutschen hatten weder Adolf Hitler noch seine Paladine vergessen. Um so entschlossener war die Nazi-Führung, den Kampf an der „Heimatfront“ in dem bereits geplanten neuen Krieg nicht zu verlieren.

Zeitzeugenberichte: „Erinnerungen an den Tag der Befreiung 1945“
In vier Beiträgen erzählen Zeitzeugen ihre Erlebnisse und Erinnerungen an die Befreiung vom deutschen Faschismus 1945. Die Beiträge wurden zuerst veröffentlicht in der Broschüre „Bob du musst rennen, der Krieg ist vorbei“. Das Heft ist seit einiger Zeit vergriffen und wird nicht nachgedruckt. Um so mehr freuen wir uns, dass wir die Erlaubnis der Herausgeber*innen der Publikationen bekommen haben, einige Berichte erneut zu veröffentlichen.

Dokumentation: „Die Frauen von Ravensbrück“

25 Jahre lang hat die Regisseurin Loretta Walz 200 Überlebende aus fünfzehn west- und osteuropäischen Ländern befragt – und zwar nach ihrem ganzen Leben, nicht nur nach ihrer Zeit in Ravensbrück. So entsteht ein eindringliches und komplettes Bild.

Der Film wurde 2005 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es:

„Im Zentrum des Films […] steht die lebendige und genaue Erinnerung der Frauen. Gerade die konkreten und individuell geprägten Geschichten, die Details, in denen die ganze Grausamkeit des Lebens und Sterbens im Lager sich ausdrückt, hinterlassen bei den Betrachtern einen nachhaltigen Eindruck. Er liefert nicht nur jenen Zuschauern viele Informationen und nachhaltige Eindrücke, die nicht viel über Ravensbrück wissen, sondern auch jenen, die denken, über den faschistischen Terror in den Konzentrationslagern schon alles gehört und gesehen zu haben.“

Wismar: Film und Gespräch „Du hast eine Wahl“ am 17.04.13 im Filmbüro

Am Mittwoch, den 17. April 2013, wird ab 18Uhr, Einlaß 17Uhr30, die Filmdokumentation „Du hast eine Wahl“ von Heiko Kreft gezeigt. Der Film zeigt das Schicksal der Holocaust-Überlebenden Batsheva Dagan, die persönlich anwesend sein wird.


Bild: Die Holocaust-Überlebenden Batsheva Dagan (Foto eingebunden über www.filmbuero-mv.de)

Du hast eine Wahl! – Diese Erfahrung selbst in finstersten Zeiten hat die Jüdin, Kinderpsychologin und Buchautorin Batsheva Dagan zu ihrem Überlebens- und Lebensmotto gemacht. Geboren 1925 als Isabella Rubinstein im polnischen Lodz als achtes Kind einer jüdischen Familie, flieht sie als 17jährige mit falschen Papieren aus dem Ghetto in Radom, ausgerechnet zur Zwangsarbeit nach Deutschland, nach Schwerin. Sie wird denunziert, und es beginnt eine Odyssee durch acht deutsche Gefängnisse, die schließlich im Vernichtungslager Auschwitz endet. Doch Batsheva Dagan überlebt und macht es sich zur Lebensaufgabe, in ihrer neuen Heimat Israel, aber auch in den USA, in England, Frankreich und Polen und schließlich auch in Deutschland, insbesondere junge Menschen für das Thema Holocaust zu sensibilisieren.

Der Eintritt ist frei. Neofaschist_Innen ist der Zutritt zur Veranstaltung untersagt.

Mehr Infos unter www.filmbuero-mv.de.

Rostock: Film und Regisseur-Gespräch „Verboten-Verfolgt-Vergessen“ am 11.04.2013 im Peter-Weiß Haus

Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der „Kalte Krieg“. Vor diesem Hintergrund plante die Regierung unter Bundeskanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer westdeutschen Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste.

Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Eine Volksbefragung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) gegen die Wiederbewaffnung,an der bis dahin über 9 Millionen Menschen teilgenommen hatten, wurde 1951 verboten. Das Strafrecht wurde durch die „Blitzgesetze“ geändert. Alle Bürgerinnen und Bürger, die gegen die Wiederbewaffnung oder z. B. für die Wiedervereinigung waren, konnten nun als Staatsfeinde verfolgt werden. Die FDJ – die Freie Deutsche Jugend –, die KPD und andere oppositionelle Organisationen wurden verboten.

In der Zeit von 1951 – 1968 wurden durch die Strafverfolgungsbehörden etwa 200.000 Ermittlungsverfahren gegen ihre Mitglieder durchgeführt. Etwa 10.000 Betroffene wurden zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Oftmals wurde ihre Existenz zerstört. Über dieses Kapitel deutscher Geschichte wurde bislang weitgehend der Mantel des Schweigens ausgebreitet.

„Verboten – Verfolgt – Vergessen“ erzählt die Geschichte dieser Menschen.

Wann? 11.04.2013 ab 20Uhr, ab 19Uhr gibt´s lecker VoKü
Wo? Peter-Weiß Haus in Rostock

Eine gemeinsame Veranstaltung der Sozialen Bildung e.V., der VVN-BdA Rostock und der Rosa-Luxemburg-Stiftung M-V.

Schwerin: Holocaust Überlebende besucht Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Esther Bauer ist heute 88 Jahre alt. Mit 18 Jahren wurde die gebürtige Hamburgerin von den Nazis in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert – weil sie Jüdin war. Nach zwei Jahren Martyrium kam nach Auschwitz. Als das Lager von der Roten Armee befreit wurde, war sie bereits 21 Jahre alt, drei ihrer besten Jahre musste sie in KZs verbringen.


Bild: Esther Bauer (Foto: www.svz.de)

Heute besucht Frau Bauer Schulen im Land, um über ihre Erfahrungen und ihre Befürchtungen zu sprechen. Viele Schulklassen hat sie bereits besucht. Der Holocaust ist für sie keine Geschichte. Sie hält einen neuen Massenmord für durchaus denkbar. „Vielleicht nicht genau in derselben Form, und ich weiß auch nicht wo. Aber es wird wieder passieren“, sagte sie vor Kurzem im Schweriner Gymnasium Fridericianum. „Wir werden immer noch von vielen Leuten gehasst“, begründete die 88-Jährige ihre Einschätzung gegenüber der Schweriner Volkszeitung (SVZ). Woher der unendliche Hass gegen Jüd_Innen heute noch herrührt, kann sie sich nicht erklären. „Wir sind dieselben Leute wie ihr, nur dass wir eine andere Religion haben.“ Auch nach Kriegsende habe sie oft noch die Ablehnung gespürt.

Trotzdem – oder gerade deswegen – engagiert sich Bauer bis in die Gegenwart, indem bei Veranstaltungen, wie dem „Internationalen Festival der Verfemten Musik“, das heute beginnt, auftritt. Schüler_Innen haben Bauers Leben in einem Theaterstück inszeniert. „In drei Akten wird von der Kindheit und Jugend Esthers, ihrer Deportation in die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz und Mauthausen und ihrer Befreiung erzählt“, sagte die Regisseurin des Stückes, Katharina Waldmann gegenüber dem Ostseeblick Nienhagen. Zusätzlich zu den sechzehn Neuntklässler_Innen des Gymnasiums beteiligen sich auch Schüler_Innen aus Finnland und Österreich an dem Stück. Der SVZ sagte Bauer, es sei wichtig, dass sich junge Menschen mit diesem Thema auseinandersetzten, denn „die Jugend – das sind ja die Regierungen von morgen.“

Das nun schon siebte „Festival der Verfemten Musik“ findet vom 25. September bis zum 2. Oktober in Schwerin statt.

Rostock: Erich Wilcken – Ein ungeklärtes Schicksal

Im Juni 1943 erhält die Familie Wilcken aus Rostock die Nachricht, dass der Ehegatte und Vater von drei kleinen Mädchen, Erich Wilcken, in einer Kaserne in Weimar Selbstmord begangen haben soll. Die Familie zweifelt das an. Sie ist der Meinung, dass er getötet worden ist oder in den Selbstmord getrieben wurde. Als die Ehefrau Erna und der älteste Bruder von Erich Wilcken nach Weimar reisen, um die Überführung zu regeln, dürfen sie ihn nicht mehr sehen. Der Bruder erreicht aber mit Hilfe der Leichenfrau den Zutritt. Er ist erschrocken, wie schlimm er aussieht und rät seiner Schwester, ihn besser so in Erinnerung zu behalten, wie sie ihn gekannt hat.

Die Vorgeschichte: Erich Wilcken geboren am 19.03 1909 in Rostock, gehörte, wie auch seine Frau Erna vor 1933 der Kommunistischen Partei an. Er war ein guter Sportler. Als Mitglied des Sportvereins „Fichte“ ließ er sich als Rettungsschwimmer ausbilden und war in den Sommermonaten im Flussbad am Mühlendamm tätig.

Der Sportverein „Fichte“ wurde 1933 verboten. Erich Wilcken versuchte die Sportgeräte des Vereins vor der Beschlagnahme durch die Nazis zu retten und versteckte sie auf dem Boden des Wohnhauses seiner Mutter in der Langen Straße. Dies muss aber verraten worden sein. Erich Wilcken wurde verhört und seine Mutter Anna, bei der die Geräte gefunden worden waren, kam von Sommer 1933 bis März 1934 in das Zuchthaus Bützow-Dreibergen. In dieser Zeit wurden die beiden jüngeren Brüder von Erich, Eberhard, er war Lehrling und Erwin, 12 Jahre alt, in Heime in Rostock eingewiesen. .

Nach der Entlassung der Mutter wohnten sie in einer Dachwohnung in Gehlsdorf. Erich hatte 1933 geheiratet. Von Beruf Maler war er mehrere Jahre arbeitslos und erhielt dann in den Arado-Flugzeugwerken in Warnemünde Arbeit als Maler.

Im Krieg wurde er als Kanonier in eine Ausbildungskaserne in Weimar eingezogen. Dort soll er am 15.04. 1943 Selbstmord begangen haben. Aber – ein Vater, von nun drei Kindern, das jüngste noch im Säuglingsalter, die Älteste Eva war 8 Jahre alt, begeht nicht Selbstmord, wenn nicht schwerwiegende Ereignisse vorangegangen sind.

Es war das Jahr 1943, in dem Jahr der Stalingrader Schlacht. Erich Wilcken wusste bestimmt, was in Deutschland in den KZ geschah. Ob er sich darüber geäußert hat oder in einem Brief an seine Frau etwas geschrieben hat, was ihn belasten konnte, weiß die Familie nicht. Auf keinen Fall war er mit dem Naziregime und seinen Kriegszielen einverstanden.

Erich Wilcken, genannt Peter , wurde in Rostock Auf dem Alten Friedhof in Rostock bestattet. Nach der Befreiung vom Faschismus 1945 wurde Erich Wilcken zunächst als Opfer des Faschismus anerkannt. Am VdN-Ehrenmal am Steintor in Rostock wurden damals Tafeln von ermordeten Antifaschisten, darunter auch eine von ihm aufgestellt. Eine offizielle Anerkennung erfolgte jedoch nicht, weil keine Zeugen des Geschehens in Weimar ausfindig gemacht werden konnten.

Seine Frau, Erna Wilcken hat sich trotz der schlimmen Erlebnisse sofort 1945 und in den Jahrzehnten danach aktiv für den antifaschistischen Neuaufbau und für die sozialistische Entwicklung eingesetzt.

Diese Geschehnisse berichteten dem Vorstand der Basisaroganisation VVN-BdA Rostock die Töchter von Erich Wilcken. Antifaschisten aus Hamburg, die sich u.a. mit den Schicksalen von Deserteuren befassen, ermutigten die Rostocker VVN-BdA, doch noch zu versuchen die näheren Umstände des Todes Erich Wilckens in Erfahrung zu bringen. Bis jetzt liegt jedoch nur die Aussage der „Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen“ vor, dass er laut einer Meldung des Feldgerichts Kommandeur General und Befehlshaber im Luftgau III vom 06.05.1943 „durch Selbstmord infolge einer Strangulation ums Leben gekommen sein soll.“ Hintergrundinformationen stünden nicht zur Verfügung.

Die Hoffnung, doch noch etwas erfahren ist zwar gering, sollte dennoch jemand darüber etwas wissen, möchten wir freundlich bitten, dies der VVN-BdA Rostock mitzuteilen.

Übernommen mit freundlicher Genehmigung der VVN-BdA Rostock.

Rostock/Lichtenhagen vor 20 Jahren: Ein Zeitzeuge berichtet

Der 20. Jahrestag der rassistischen Pogrome am Sonnenblumenhaus in Rostock/Lichtenhagen steht nur noch wenige Wochen bevor. Viele Aktionen und Veranstaltungen sind von den verschiedensten Organisationen angedacht. Die Rostocker Zeitschrift „Stadtgespräche“ hat in ihrer letzten Ausgabe einen Augenzeugen zu Wort kommen lassen, der damals als Antifaschist die Übergriffe selbst erlebt hat. Den Bericht findet ihr nicht nur in der Printausgabe der Stadtgespräche, sondern aktuell auch auf dem Mobi Blog der antirassistischen Demonstration am 25. August in Rostock.




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