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NPD-Tour erreicht Stralsund und Ribnitz-Damgarten

+ NPD tourt weiter durch Mecklenburg-Vorpommern +++ Dienstag Kundgebungen in Stralsund und Ribnitz-Damgarten +++ Beteiligt euch an den Protesten! ++

Von Marko Neumann

Die NPD bangt um ihre letzte Landtagsfraktion, entsprechend nervös ist ihr Wahlkampf. Aktuell tourt die NPD kreuz und quer durch M-V und sucht Städte und Orte mit ihren Infoständen und Minikundgebungen heim.


Bild: „Heimat braucht Kinder“ – die klassische Blut-und-Boden Ideologie darf auch bei dieser Wahl nicht fehlen.

Am Dienstag, den 30. August, will die Truppe um Udo Pastörs zunächst in Stralsund auf dem Trelleborger Platz in Knieper West 1 auflaufen. Um 10 Uhr 30 soll der braune Spuck dort losgehen. Rock gegen Rechts Stralsund koordiniert die Gegenproteste.

Ab 13 Uhr 30 will die NPD dann in Ribnitz-Damgarten auf dem Markt präsent sein.Anschließend wollen sie die gleiche Show in der Rigaer Straße Ecke Danziger Straße nochmal abgespuhlt werden. Direkt in der Nähe befindet sich eine Geflüchtetenunterkunft. Auch zu diese beiden Terminen wird es Gegenproteste geben.

Kommt nach Stralsund und Ribnitz-Damgarten und unterstützt die lokalen Proteste! Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

Güstrow: Veranstaltung „Blut und Boden – Gefährden völkische Siedler*innen in M-V das friedliche Zusammenleben?“ am 01.09.16 im Haus der Kirche „Sibrand Siegert”

Sie geben sich als hilfsbereite und ökologisch bewusste Nachbarn. Dabei sind sie durch und durch rechtsextrem. Wie umgehen mit den Nazis von nebenan?

Ob in Lalendorf, Klaber oder Koppelow – in zahlreichen Orten Mecklenburg-Vorpommerns siedeln sie, die rechten Familien. Sie engagieren sich in Sportvereinen und der Freiwilligen Feuerwehr, bieten Fahrgemeinschaften in Kindergarten oder Schule an und reparieren mit Freude den kaputten Gartenzaun der Nachbar*innen.


Bild: Nette Nachbarschaft sieht anders aus. (Foto eingebunden via taz.de)

Doch sie vertreten auch eine menschenverachtende Weltanschauung, die zum Beispiel Geflüchtete, Demokrat*innen, Jüd*innen und Homosexuelle ablehnt und ausgrenzt.

Wie kann verhindert werden, dass sie diese Einstellungen verbreiten? Vor welche Probleme stellen die Siedler*innen eine Gemeinde – und wie kann darauf reagiert werden? Diese und andere Fragen will die tageszeitung stellen – und mit den Menschen vor Ort nach Antworten suchen.

Es diskutieren:
▪ Reinhard Knaack (DIE LINKE, Bürgermeister von Lalendorf)
▪ Karen Larisch (Geschäftsführerin Villa Kunterbündnis und Lokalpolitikerin für DIE LINKE in Güstrow)
▪ Timo Reinfrank (Amadeu Antonio Stiftung)
Ralf Boldt (Direktor der Freien Schule Güstrow)

Moderiert wird die Veranstaltung durch den taz-Redakteur Jan Feddersen.

Die Veranstaltung findet am 1. September im Haus der Kriche „Sibrand Siegert“ (Grüner Winkel 9-10. 18273) in Güstrow statt. Beginn ist 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Alternative Ideen bei Spontankundgebung in Neustrelitz

Am Samstag, den 27.08.2016 versammelten sich über 100 Teilnehmer_innen des Alternativen Jugendcamp (Ajuca) in Neustrelitz. Unter dem Motto „Zusammenstehen für ein solidarisches Miteinander“ wurden Flyer der Initiative „Unsere Antwort: Solidarität!“ an Anwohner_innen verteilt, in denen unter anderem darauf aufmerksam gemacht wurde, warum rechte Ideen keine Lösung darstellen, Geflüchtete nicht der Feind sind oder die AfD keine Alternative ist.

Pressemitteilung des Alternativen Jugendcamps (AJUCA) vom 27.08.16

Während der spontan angemeldeten Kundgebung, wurde mit Hilfe von bunten Transparenten für eine solidarische Gesellschaft geworben. Im Anschluss an die Kundgebung entschieden sich die Teilnehmenden für einen Spaziergang durch Neustrelitz. Während des Spazierganges wurde die Möglichkeit wahrgenommen Briefkästen, Autos und Passant_innen mit weiteren Flyern auszustatten und in persönlichen Gesprächen eine Alternative zu rechter Politik aufzuzeigen.

Die Veranstalter_innen des AJUCAs engagieren sich seit vielen Jahren um eine Möglichkeit für Jugendliche darzustellen, alternative Politik, Bildung und Kultur selbst mitzugestalten. Der heutige Tag sollte ein Ergebnis der gesammelten Erfahrungen, welche die Teilnehmenden auf dem Camp gemacht haben, sein

Stralsund: Veranstaltung „Wieviel Staat steckt im NSU?“ am 29.08.16 im Stic-er Theater

Akten verschwinden im Reißwolf, andere Dokumente werden unterdrückt. Kaum ein Zeuge aus der rechten Szene will bei Verhören etwas konkretes wissen. Dennoch wird im Prozess gegen den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) eines deutlich: Einige Verfassungsschutzämter hatten sogenannte V-Leute im engsten Umfeld des Mördertrios; mindestens einer war unmittelbar während der Erschießung eines türkisch Deutschen vor Ort. Viele Spuren führen in die Zentralen der Schlapphüte.

Die Veranstaltung findet am 29. August im Stic-er Theater (Frankenstraße 57) in Stralsund statt. Beginn ist 19 Uhr, der Einlass öffnet eine halbe Stunde vorher.

Eine Veranstaltung mit dem Verein Rock gegen Rechts Stralsund e.V..

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Anklam: Mahnwache gegen den Besuch von Frauke Petry am 26.08.16

Gegen den Besuch von Fauke Petry (AfD) in Anklam veranstalten die Bündnisse „Anklam für alle“ und „Greifswald für alle“ eine Mahnwache unmittelbar am Veranstaltungsort.

Aufruf der Bündnisse „Anklam für alle“ und „Greifswald für alle“ gegen den Besuch von Frauke Petry in Anklam.

Anklam hat erst kürzlich im Rahmen der Feine Sahne Fischfilet-Kampagne #nochnichtkomplettimarsch gezeigt, was möglich ist, um sich dem Rechtsruck im Land entgegen zu stellen. Deshalb soll auch dieser Besuch von Frauke Petry im AfD-Wahlkampf nicht unwidersprochen bleiben.

Zeigen wir den Rechtspopulisten und Rassisten, dass sie auch in Anklam nicht erwünscht sind. Zum Materia Konzert kamen ca. 2500 Menschen auf dem Bahnhofsvorplatz in Anklam zusammen, um zu feiern und den Zusammenhalt gegen den Rechtsruck zu demonstrieren.
Liebe Leute, kommt auch Freitag noch einmal nach Anklam und lasst uns zeigen, dass Vorpommern weltoffen und bunt ist. Im Anschluss an die Mahnwache gibt es eine Veranstaltung zur AfD (Ganz normale Partei oder eine Gefahr für die Demokratie?) mit Andreas Kemper.

Die Mahnwache beginnt um 18 Uhr vor der Mehrzweckhalle „Volkshaus“ Anklam (Baustraße 48/49, 17389 Anklam).

Mehr Infos gibt es hier.

Rostock: „Lichtenhagen begreifen“ anlässlich des 24. Jahrestages der Pogrome in Rostock-Lichtenhagen

Mit einer Kundgebung „Lichtenhagen begreifen“ hat die Initiative Rostock nazifrei an den 24. Jahrestag der rassistischen Pogrome 1992 in Rostock-Lichtenhagen erinnert. Dem Aufruf folgten zu Beginn rund 180 Personen.

Pressemitteilung des Bündnisses Rostock Nazifrei vom 24.08.16

Die durch die Bürgerinitiative Bunt statt braun e.V. zur Verfügung gestellte Ausstellung „Trauma einer Stadt – Von Menschen und Ansichten“ thematisiert die Ursachen, Zusammenhänge und Konsequenzen der Ereignisse und zog weitere Besucher*innen an, darunter auch viele Gäste.


Bild: Rund 180 Menschen beteiligten sich an der Kundgebung „Lichtenhagen begreifen“ auf dem Neuen Markt in Rostock. (Foto: Rostock Nazifrei)

„Der Initiative Rostock nazifrei ist wichtig, an die Geschehnisse zu erinnern, sie in den aktuellen Kontext der rassistischen Hetze von rechtspopulistischen Parteien und Angriffe auf Geflüchtete zu setzen. Außerdem appellieren wir an die Stadt sich ihrer Verantwortung für alle Menschen in der Stadt gewahr zu werden und weiterhin für ein öffentliches Gedenken einzutreten.“ erklärt Matthias Siems, Mitglied bei Rostock nazifrei und Anmelder der Veranstaltung.

Rostock: Studierendengruppe „Kritische Uni“ schreibt Offenen Brief an Lorenz Caffier

In einem offenen Brief an den Innenminister von Mecklenburg–Vorpommern thematisiert die Studierendengruppe „Kritische Uni“ der Universität Rostock rechtspopulistische Ideologieelemente im Wahlprogramm der CDU MV.

Pressemitteilung der Hochschulgruppe Kritische Uni Rostock vom 24.08.16

Ironisch bedankt sich die Gruppe bei Lorenz Caffier, der durch rassistisches Verhalten und Law-and-Order Autoritarismus zeigt, wie tief rechtspopulistisches Gedankengut in der Landes-CDU verankert ist. Abschließend werden auch die CDU Personalia um den jüngst in die Partei aufgenommenen Neonazianwalt Sven Rathjens analysiert, sowie die Position des Extremisten der Mitte Dr. Fred Mrotzek als Kreisvize der CDU diskutiert.

Rechtspopulismus im Wahlprogramm
Das diesjährige Wahlprogramm der CDU MV arbeitet vor allem in der Einwanderungs- und Sicherheitspolitik mit rechtspopulistischen Elementen. „… (…) die Ausweisung krimineller Ausländer forcieren” (Seite 14) klingt dabei nicht zufällig genauso, wie die langjährige NPD-Parole „Kriminelle Ausländer raus”. Auch kriminalpopulistische Forderungen nach härteren Strafen und mehr Überwachung sind zu finden. “Es ist bezeichnend, wie viel rechtspopulistische Ideologie in dem Wahlprogramm einer etablierten Partei zu finden ist”, sagt Leon*a Schmidt, Pressesprecher*in der Kritischen Uni. „Vor allem, weil die meisten hier nur NPD und AfD beobachten, ist es wichtig, auf diesen Extremismus der Mitte hinzuweisen,” so Schmidt weiter.

Rechtsruck ist nicht bloße Methode
Dieses Verhalten ist sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene nicht nur bei der CDU zu finden. „Die CDU versucht hier, politisch Verunsicherte an ihre national-konservative Heimat in der CDU zu erinnern”, führt Leon*a Schmidt aus. Dementsprechend sind die Seiten, die die CDU im Landtagswahlkampf aufzieht, nicht ausschließlich als Reaktion, sondern ebenso als Selbstoffenbarung zu deuten.

Lorenz Caffier als Law-and-Order Politiker
Auch die Rolle des Landesvorsitzenden Caffiers muss hier genannt werden, der die mitteextremistischen Forderungen seiner Partei mit allen Mitteln vertritt. „Wer als Innenminister Abschiebungen beiwohnt, um die Betroffenen zu fragen, warum sie nicht freiwillig in die Länder zurückgekehrt sind, in denen ihnen Hunger, Armut und Verfolgung drohen, zeigt beispielhaft die Unmenschlichkeit, die eben dieser autoritären Haltung zugrunde liegt”, stellt Leon*a Schmidt fest.

Neonazianwälte und Extremisten der Mitte
Die Personalentscheidungen der Kreis-CDU Rostock sind auch in diesem Kontext zu sehen. Mit dem Neonazianwalt Rathjens wird hier eine Person in der CDU geduldet, die auch Mitglied einer deutsch-nationalen Burschenschaft ist. Auch Mrotzeks Stellung zeigt, dass jemand, der mit Neonazis die Ilja-Ehrenburg-Straße bekämpft und als Dozent, Vertriebener und Antikommunist stets sein rechtes Profil schärft, zum Vize aufsteigen kann. „Wer auf der einen Seite Personen in der Partei duldet, deren Spezialgebiet es ist, Freisprüche für gewalttätige Neonazis vor Gericht zu erwirken und auf der anderen Seite ein Wahlprogramm mit rechtspopulistischen Elementen veröffentlicht, trägt zum derzeitigen Rechtsruck bei”, kommentiert Leon*a Schmidt diesen Sachverhalt abschließend.

Der Brief kann hier eingesehen werden.

Anklam: Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Die AfD: ganz normale Partei oder Gefahr für die Demokratie?“ am 26.08.16 im Rathaus

Der Einzug der AfD in den neuen Landtag Mecklenburg-Vorpommerns gilt als sicher. Das wirft Fragen auf, denen Andreas Kemper in seinem Vortrag nachgeht: Worin besteht die Anziehungskraft der AfD auf ihre potenziellen Wähler? Was lässt sich über Verbindungen der Partei zu rechtsradikalen Gruppen sagen? Was verrät die Sprache ihrer Vertreter über die Ziele der AfD?

Sie sind eingeladen, im Anschluss mit uns die Thesen Kempers zu diskutieren und Ihre Gedanken zum Thema einzubringen. Hinweis: 18 Uhr am Volkshaus Anklam, unmittelbar vor der Veranstaltung, findet eine Mahnwache statt, zu der Sie ebenfalls herzlich eingeladen sind.

Beginn ist der 29. August um 19 Uhr 30. Die Veranstaltung findet im Rathaus 2 (R. 29), Burgstr. 15, 17389 Anklam statt.

Eine Veranstaltung des Bündnisses Greifswald für Alle.

Rostock: Kundgebung „Lichtenhagen begreifen“ am 24.08.16 auf dem Neuen Markt

Lichtenhagen begreifen… Am 22. August 1992 begann im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen ein rassistisches Pogrom. Über mehrere Tage griffen hunderte Neonazis und andere Rassist_innen einen Teil des Sonnenblumenhauses mit Steinen und Brandflaschen an. Unterstützt und angefeuert wurden die Angreifer_innen von bis zu 3000 Zuschauer_innen. Die Polizei versagte in dieser Situation genauso, wie die Stadt-, Landes- und Bundespolitik. Auch Antifaschist_innen und anderen zivilgesellschaftlich Engagierten gelang es nicht, dem Mob wirkungsvoll Grenzen aufzuzeigen.

Die Attacken richteten sich von Anfang an gleichermaßen gegen die Bewohner_innen der „Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber“ (ZAst) wie auch gegen die nebenan lebenden Vietnames_innen, die seit 1981 in Rostock lebten. Trauriger Höhepunkt war der Abend des 26. August, als das Wohnheim der Vietnames_innen brannte. Sie waren zu diesem Zeitpunkt auf sich allein gestellt, die Polizei hatte sich zurück gezogen und dem Mob das Feld überlassen. Nur dem organisierten Handeln der Bewohner_innen selbst ist es zu verdanken, das in dieser Nacht niemand in den Flammen und Rauch starb.

Lichtenhagen 1992 ist bis heute ein fester Begriff in dieser Stadt und weit darüber hinaus. Dieser Stadtteil Rostocks steht für den mörderischen Rassismus und wieder erstarkten Nationalismus in der Bundesrepublik der frühen 90er Jahre. Gleichzeitig wirkte das Pogrom wie eine Initialzündung für rechte Gewalttäter_innen, die in den folgenden Jahren immer wieder Häuser anzündeten und Menschen auf offener Straße tot schlugen. Aus diesem Umfeld entstand auch der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU), der 2004 Mehmet Turgut im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel ermordete. Das Pogrom diente aber auch als Vorwand, um das Recht auf Asyl im Jahr 1993 erstmals massiv einzuschränken.

…heißt auch, dem aktuellen Rassismus in all seinen Formen entgegen zu treten… Seit Anfang Juni 2016 hetzen nun Rassist_innen im Stadtteil Groß Klein gegen Geflüchtete. Sie verbreiten Lügen und Gerüchte und versammeln sich vor einem Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, um diese einzuschüchtern. Im Gegensatz zum Jahr 1992 ist die örtliche Zivilgesellschaft jedoch bereit und in der Lage schnell zu intervenieren und kann so einer breiteren rassistischen Mobilisierung entgegen wirken.

Die Stadtverwaltung dagegen findet erneut keinen adäquaten Umgang mit der Situation, wochenlanges Schweigen statt klarer Positionierungen gegen Rassismus ist die Folge. Ende Juli sind es dann die betroffenen Jugendlichen selbst, die den Stadtteil auf Anweisung verlassen müssen. Die Einrichtung einer weiteren Unterkunft für Geflüchtete im Stadtteil wurde ebenfalls gestoppt, da deren Sicherheit nicht zu gewährleisten sei. Und wieder johlt der rechte Mob und wiegt sich in Siegeslaune, wieder will am Ende niemand verantwortlich für fatale Entscheidungen und deren politischen Folgen sein. Sozialsenator Bockhahn sagt, die Rostocker Polizei habe ihn gedrängt, diese meint, die Entscheidung sei im Innenministerium gefallen, das verweist wiederum auf die örtliche Polizei.

…und Rechtspopulist_innen entschieden Paroli zu bieten! Als die „Alternative für Deutschland“ (AfD) am 20. Juli vor dem Rostocker Hauptbahnhof auftrat, war sie mit breitem Gegenprotest konfrontiert. Wie nötig und berechtigt dieser auch weiterhin ist, zeigen die rassistischen und islamfeindlichen Parolen, mit denen die Partei die Gesellschaft spalten will. So führte der Rostocker AfD-Kandidat Holger Arppe am Rande der Kundgebung angeregte Gespräche mit den „Patrioten Rostock“. Eben jener rassistischen Gruppierung, die zuvor in Groß Klein Stimmung gegen Geflüchtete machte.

An die Ereignisse von 1992 und ihre bis heute präsenten Folgen ruft das Bündnis Rostock Nazifrei zu einer Kundgebung ab 16 Uhr auf dem Neuen Markt auf.

Rostock: NPD-Kundgebungen diesen Sonnabend in Groß-Klein und Warnemünde

+ NPD-Kundgebungen in Rostock diesen Sonnabend +++ Veranstaltungen in Groß Klein und Warnemünde +++ Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda! ++

Von Marko Neumann

Die NPD tourt momentan kreuz und quer durch M-V, um mit Minikundgebungen und Infoständen auf Dummenfang zu gehen. Die neofaschistische Partei, gegen die aktuell ein Verbotsverfahren läuft, versucht krampfhaft ihre letzte Landtagsfraktion zu erhalten.


Bild: Staat. Kapital. Nation. Scheiße. – Demonstration gegen nationalistische Hetze.

Dieses Wochenende ist Rostock dran. Am Sonnabend (20.08.) will die NPD im Stadtteil Groß-Klein in der Albrecht-Tischbein-Straße Höhe Klenow Tor von 9-10 Uhr präsent sein. Knapp 200 Meter entfernt befindet sich die Begnungsstätte, in der bis vor kurzem unbegleitete Minderjährige Geflüchtete untergebracht waren.

Von 10 Uhr 30 bis 11 Uhr 30 will die NPD anschließend in Warnemünde stehen. Konkret will die NPD in der Kirchenstraße Ecke Alexandrinenstraße stehen.

Zu beiden Kundgebungen wird u.a. Udo Pastörs erwartet.

Bleibt informiert! Nutzt dazu auch diese Kanäle:
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„AfD Subtext“ – Neubrandenburger Bündnis analysiert AfD Wahlprogramm

Das Bündnis „Neubrandenburg Nazifrei“ startet am Freitag, dem 19.08.2016 bis zur Landtagswahl, eine neue online Kampagne mit dem Namen „AfD Subtext: – Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Wahlprogramm der AfD in MV“.

Pressemitteilung des Bündnisses Neubrandenburg Nazifrei vom 18.08.2016

Dabei beschäftigen Sie sich ausführlich mit ausgewählten Punkten des Wahlprogramms der Partei und versuchen ein Bild zu zeichnen was passieren könnte, wenn die Alternative für Deutschland aktiv an der Landesregierung in Mecklenburg Vorpommern beteiligt sein würde. Das Bündnis zitiert dazu Forderungen aus dem Wahlprogramm, stellt die zentrale These dieser heraus und analysiert, was es für das Land bedeuten würde, wenn diese Forderungen und Ideen tatsächlich umgesetzt würden. Dabei soll es auch darum gehen, den Ansichten der AfD eigene politische Standpunkte entgegenzusetzen.

„In wenigen Wochen werden die Einwohner*innen des Landes Mecklenburg-Vorpommern ihren 7. Landtag seit der Wiedervereinigung wählen. Am 04. September entscheiden die Wähler*innen, wer die nächsten fünf Jahre im Schweriner Schloss die Geschicke des Bundeslandes lenken wird.“, so Anna Rosenthal, Mitglied des Bündnisses. Ziel der Kampagne soll es sein, auf die politischen Gefahren nach der Landtagswahl hinzuweisen, die durch rechtspopulistische Parteien in der Regierung entstehen könnten und potenzielle Protestwähler*innen zum Nachdenken zu bewegen. „Erstmals gibt es eine reelle Chance, dass die NPD, angeschlagen durch das laufende Verbotsverfahren, Ihre Plätze im Landtag räumen muss. Gleichzeitig steht eine andere politische Kraft rechts von der CDU in den Startlöchern: die AfD, der auch in M-V aus dem Stand Rekordergebnisse von 19+-x% vorausgesagt werden. Was passiert eigentlich, wenn sich die Forderungen der AfD aus dem Landeswahlprogramm durchsetzen würden?“, so Rosenthal weiter.

Die Ausführungen des Bündnisses dazu werden fortlaufend in den kommenden Tagen auf Ihrer Facebook Seite, sowie auf der Website, welche unter www.nbnazifrei.dei zu erreichen ist, veröffentlicht.

Spenden und Solidaritätsadressen nach Brandanschlag in Greifswald

Nach dem Brandanschlag auf den Transporter von Michael “Finder” Steiger (Alternative Liste) erreichten den Betroffenen Solidaritätsadressen, Trost und Spenden in Höhe von etwa 3000 Euro.

Vor knapp drei Wochen wurde der T4-Bus des Kommunalpolitikers und aktiven Zivilgesellschafters Michael Steiger (Alternative Liste) nachts mit vier Brandsätzen vor dem HKB in der Stralsunder Straße angezündet. Umsichtige Mitbewohnerinnen bemerkten glücklicherweise den Brand und konnten ein Übergreifen des Feuers auf das Haus, vor dem der Bus geparkt war und in dem 15 Menschen leben, verhindern. Am Vorabend hielt Feine Sahne Fischfilets Landtagswahlkampagne Noch nicht komplett im Arsch in Greifswald und präsentierte ein Konzert der Bands Zugezogen Maskulin und La Pack im Klex.


Foto: Der ausgebrannte Transporter (Foto eingebunden via http://blog.17vier.de/)

Steiger geht davon aus, dass sein Auto, mit dem in den vergangenen Jahren zahlreiche zivilgesellschaftliche Aktionen und Geflüchtete unterstützt werden konnten, gezielt von Neonazis angegriffen wurde. Die Reaktion auf den Brandanschlag war nur folgerichtig: Anstatt das Fahrzeug schnellstmöglich zu reparieren oder zu verschrotten, wurde es zu einem Mahnmal, das an Weltbild und Hintergrund dieses Angriffs erinnerte. Bannern an der Hausfassade rahmten das angezündete Auto ein, während ein an einem Fahrzeugfenster befestigter Zettel den Hintergrund des Brandanschlags beleuchtete.

Via Facebook bedankte sich Steiger für die Welle der Solidarität, die zu ihm herüberschwappte: “Mich haben in den letzten zwei Wochen viele Mails mit Trost und Unterstützung erreicht, es sind über 3000 Euro gespendet worden. Damit haben wir auch für die folgenden Demos und Mahnwachen ein mobiles Soundsystem. Ich möchte mich bei Euch allen herzlich bedanken. Diese Solidarität gibt mir Mut und Energie für unseren weiteren Einsatz für Demokratie und Menschenrechte. Lasst uns weiter gegen diesen rechten Scheiß zusammenstehen, aber bitte passt auf Euch auf.”

Für den NPD-Stand am Mühlentor in der vergangenen Woche wurde vier Stunden lang Ruß gekratzt und zwei Reifen gewechselt, dann war das Fahrzeug als Demobus auf einem seiner letzten Einsätze und wurde mit lauter Musik in die Nähe der Neonazis gefahren.

Text übernommen mit freundlicher Genehmigung des Fleischervorstadt-Blogs.

Stralsunder sammeln 248,00 Euro für ehrenamtliche Arbeit

Am 14.08.2016 fand in Stralsund der 1. Lauf gegen Rassismus statt. Die Veranstalter wollten damit ein Zeichen setzen gegen die Ausgrenzung von Menschen mit anderer Herkunft.Die Veranstaltung wurde von Rock gegen Rechts Stralsund e.V. und der AG Flüchtlingshilfe e.V. ins Leben gerufen.

Pressemitteilung der Initiative Rock gegen Rechts Stralsund vom 16.08.16

Schon vor Anmeldebeginn trafen sich viele Läufer und Läuferinnen am Startpunkt. Unter den über 75 Teilnehmenden waren viele Erwachsene aus Stralsund, aber auch zwölf Flüchtlinge und sieben Kinder. Auch ein Trommler aus dem Senegal sorgte für stimmungsvolle Untermalung.

Thomas Budnowski, Koordinator des Laufes, hielt zu Beginn einen Redebeitrag, in dem er Flüchtlinge willkommen hieß und verdeutlichte, welchen Gewinn diese für eine Stadt wie Stralsund sein können.

Mit dem Startschuss ging es für die 75 Läuferinnen und Läufer endlich los! Nach dem üblichen anfänglichen Gewusel lockerte sich das Feld bald auf und schon nach kurzer Zeit hatten die ersten die vier Kilometer entfernte Ziellinie überschritten. Die meisten benötigten weniger als eine halbe Stunde für die Strecke. Auch nach dem Lauf kamen Flüchtlinge und Einheimische in Kontakt. Mangels Alternativen hatten viele Geflüchtete den Lauf in Straßenkleidung absolviert, was umgehend als Problem erkannt wurde und in dem Aufruf: Sportkleidung für Flüchtlinge! resultierte. So gaben viele Teilnehmende Sportkleidung im Parkhotel ab, einem Wohnheim für Asylbewerber.
Eine Laufgruppe des SV Hanseklinikum Stralsund sammelt momentan Sportkleidung, um damit weitere Flüchtlinge auszustatten. Die Einnahmen, die sich auf 248,00 Euro belaufen, gehen zu gleichen Teilen an Rock gegen Rechts Stralsund e.V. und die AG Flüchtlingshilfe e.V., um deren Arbeit zu finanzieren.

Die Veranstaltenden bedanken sich bei allen Läufern, Helferinnen und Unterstützenden für ihr Erscheinen und versprechen schon heute, dass es im nächsten Jahr den 2. Lauf gegen Rassismus geben wird!

Stralsund: Konzert & Lesung: Esther Bejarano feat. Microphone Mafia am 10.09.16 in der St.-Jakobi-Kirche

Frau Bejarano hat mit ihrer Familie viele Jahre in Israel gelebt, bevor sie nach Deutschland kam. Ihr gelingt es sehr gut, aus eigenem Erleben heraus den Gedanken der Verständigung zwischen den „Völkern“ zu vermitteln. Frau Bejarano hat als Jüdin, als junges Mädchen die Hölle des Konzentrationslagers Auschwitz erlebt, überlebt, ohne zu verzweifeln, ohne den Glauben an Humanität und Frieden zu verlieren. Sie hat persönlich erlebt, wie eine völkisch nationalistische Ideologie verbunden mit wirtschaftlichen Interessen in industriell perfekt-organisiertem Massenmord an Millionen Menschen enden kann. Die Lesung, die Aneignung dieser sehr eigenen Biografie von Frau Esther Bejarano zeigt uns, dass es möglich ist, selbst in schwierigen Situationen nicht an den Widrigkeiten eines gesellschaftlichen Umfeldes zu verzweifeln, Respekt vor den geschundenen Menschen in den Konzentrationslagern zu entwickeln und gleichzeitig die Abneigung gegen jegliches gesellschaftliche System zu befördern, das – aus welchen Gründen auch immer – zu Mitteln des Völkermordes greift.

Das Konzert mit der Gruppe Microphone-Mafia macht einfach Spaß. Es ist ein lebendiges Beispiel für die Rolle von Musik, Gesang und Text, als immer wieder verbindendenes Element zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten.

Die Veranstaltung findet am 10. September in der St.-Jakobi-Kirche in Stralsund statt. Um 17 Uhr beginnt die Lesung um um 19 Uhr startet das Konzert. Um Spenden wird gebeten.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Rock gegen Rechts Stralsund, der linksjugend [’solid] MV, der Friedrich-Ebert-Stiftung MV und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen MV.

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Sei dabei: Erster „Lauf gegen Rassismus“ in Stralsund am 14.08.16

+ Erster „Lauf gegen Rassismus“ am 14. August in Stralsund +++ Einnahmen gehen an AG Flüchtlingshilfe und Rock gegen Rechts in Stralsund +++ Treffpunkt 10 Uhr 30 am Thälmanndenkmal ++

Pressemitteilung der Initiative Rock gegen Rechts Stralsund vom 09.08.16

Am 14. August diesen Jahres wird der erste „Lauf gegen Rassismus“ stattfinden. Die Strecke, die gelaufen, aber auch gegangen werden kann, umfasst 4.000 Meter und führt entlang der sommerlichen Sundpromenade. Die Initiatoren laden alle Menschen dazu ein, mitzumachen. Der Treffpunkt für Interessenten ist 10 Uhr 30 Uhr am Thälmanndenkmal. Der Startschuss wird 11 Uhr fallen.

Der Teilnehmer*innen-Beitrag beträgt 3 Euro, ermäßigt 1 Euro. Mit den Einnahmen sollen zwei bekannte Initiativen aus Stralsund gestärkt werden. Dabei ist die AG Flüchtlingshilfe, die sich in den letzten Wochen als eigenständiger Verein gegründet hat und auf vielfältigste Weise Flüchtlinge mit diversen Möglichkeiten unterstützt. Der Stralsunder Verein „Rock gegen Rechts“ wird ebenfalls ein Teil der Einnahmen für seine kulturelle Arbeit verwenden.

Zur Facebook Veranstaltung geht es hier lang. Weitere Informationen gibt es unter www.rockgegenrechts.com.




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